Finanzen

Commerzbank-Aktie: Gewinnziel für 2026 nach starken Commerzbank-Zahlen angehoben

Die Commerzbank-Aktie steht am Mittwoch im Rampenlicht: Höhere Gewinnziele, steigende Zinserträge und großzügige Ausschüttungen sorgen für Bewegung, doch von den Commerzbank-Zahlen sind die Anleger nicht uneingeschränkt überzeugt. Welche Risiken bleiben trotz ambitionierter Commerzbank-Prognose?
11.02.2026 08:21
Aktualisiert: 11.02.2026 08:21
Lesezeit: 2 min

Commerzbank hebt Gewinnziel für 2026 an

Die Commerzbank-Aktie rückt nach neuen Unternehmenszielen stärker in den Fokus der Anleger. Der Dax-Konzern hat angekündigt, seinen Gewinn im laufenden Jahr kräftiger steigern zu wollen als bislang geplant. Damit zeigt sich das Finanzhaus nach einem starken Ergebnis zuversichtlicher – auch mit Blick auf die kommenden Jahre.

Die Commerzbank nimmt sich im Abwehrkampf gegen die Unicredit für 2026 eine noch stärkere Gewinnsteigerung vor. Der Überschuss soll über die bisherige Zielmarke von 3,2 Milliarden Euro hinaus klettern, wie die Bank am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Analysten hatten jedoch im Schnitt noch mehr erwartet. Bis 2028 soll der Gewinn wie geplant weiter auf 4,2 Milliarden Euro steigen. Damit unterstreicht die Bank ihre ambitionierte Commerzbank-Prognose.

Starke Ziele für die Commerzbank-Aktie

Die neuen Aussagen stärken den Blick auf den Commerzbank-Aktienkurs, denn die Bank erhöhte zudem den Ausblick für die Zinserträge. Vorstandschefin Bettina Orlopp will die Einnahmen nach oben treiben und zugleich die Kosten im Griff halten.

So soll der Zinsüberschuss stärker als gedacht von zuletzt 8,2 Milliarden Euro auf 8,5 Milliarden Euro im laufenden Jahr wachsen. Bisher hatte die Bank 8,4 Milliarden angepeilt. Im vergangenen Jahr sanken die Nettozinserträge um 1,3 Prozent auf 8,2 Milliarden Euro. Auch der Provisionsüberschuss soll 2026 um sieben Prozent zulegen. Diese neuen Commerzbank-Zahlen sind ein wichtiger Faktor für Investoren, die die Entwicklung der Commerzbank-Aktie bewerten.

Kostenquote soll sinken

Parallel dazu soll die Kostenquote günstiger ausfallen als bislang geplant. Die Kosten sollen nur noch 54 Prozent der Erträge aufzehren, nachdem die Quote im vergangenen Jahr bei 57 Prozent lag. Trotz hoher Kosten für den Abbau und die Verlagerung tausender Jobs verfehlte die Bank ihren Rekordgewinn von 2024 nur um rund zwei Prozent.

Unter dem Strich verdiente die Commerzbank 2025 gut 2,6 Milliarden Euro, genauer gesagt 2,63 Milliarden Euro nach 2,68 Milliarden Euro im Vorjahr. Bereinigt um Restrukturierungskosten legte der Gewinn um 13 Prozent auf 3 Milliarden Euro zu. Im vierten Quartal sank der Nettogewinn um 1,7 Prozent auf 737 Millionen Euro – mehr als von Analysten erwartet.

Dividende und Aktienrückkauf stützen die Commerzbank-Aktie

Für Aktionäre der Commerzbank-Aktie sind auch die Ausschüttungen wichtig. Die Dividende für 2025 soll auf 1,10 Euro von 0,65 Euro im Vorjahr steigen. Zudem will die Bank für bis zu 540 Millionen Euro weitere Aktien zurückkaufen. Die Commerzbank schüttet damit den bereinigten Gewinn komplett aus. 2026 sollen 100 Prozent des Nettogewinns an die Aktionäre fließen, ebenso 2027 und 2028. Das neue Commerzbank-Gewinnziel könnte damit entscheidend für die weitere Entwicklung des Aktienkurses bleiben.

Vorbörslich profitiert die Commerzbank-Aktie nicht von den klar formulierten Zielen und der offensiven Ausschüttungspolitik. Etwa 45 Minuten vor Handelsstart an der Frankfurter Börse zeigt sich die Commerzbank-Aktie annähernd 1,5 Prozent leichter. Die Commerzbank-Zahlen zeigen, dass Kosten, Restrukturierung und leicht rückläufige Quartalsergebnisse Herausforderungen bleiben. Entscheidend wird sein, ob die Bank ihre Prognose und das Gewinnziel bis 2028 tatsächlich erreicht. Für Anleger bleibt die Commerzbank-Aktie damit chancenreich – aber nicht ohne Erwartungsdruck.

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