Finanzen

ChatGPT geht an die Börse

Der ChatGPT-Entwickler OpenAI steuert auf die Börse zu. Zugleich macht das Unternehmen aber deutlich, dass es sich für diesen Schritt Zeit lassen will.
09.06.2026 17:52
Lesezeit: 1 min
ChatGPT geht an die Börse
OpenAI hat einen Börsengang beantragt, hält die Details aber geheim. Anleger richten den Blick auf den nächsten großen KI-Test. (Bild: ChatGPT)

KI-Branche: Trio der Mega-Börsengänge komplett

Das Trio der erwarteten Mega-Börsengänge von Tech-Unternehmen ist komplett: Auch der ChatGPT-Erfinder OpenAI hat nun eine Aktienplatzierung beantragt. Ähnlich wie beim Rivalen Anthropic bleiben die Details des vertraulichen Antrags jedoch zunächst unter Verschluss. OpenAI betonte zudem, dass es bis zum Börsengang noch dauern könne. Denn es sei für einige geschäftliche Abläufe von Vorteil, nicht an der Börse notiert zu sein.

SpaceX setzt auf Rekordbewertung

Elon Musks Weltraumfirma SpaceX dürfte dagegen bereits am kommenden Freitag an die Börse gehen und strebt dabei aus dem Stand eine Bewertung von fast 1,8 Billionen Dollar an (rund 1,56 Billionen Euro). Mit angestrebten Einnahmen von rund 75 Milliarden Dollar soll es der bislang größte Börsengang überhaupt werden. Bei einem Umsatz von weniger als 19 Milliarden Dollar und roten Zahlen im vergangenen Jahr erscheint die angepeilte Bewertung außergewöhnlich hoch. SpaceX begründet sie jedoch mit dem Versprechen künftiger Erfolge.

KI-Investitionen: Börsengänge werden zum Härtetest

Anthropic schloss zuletzt eine Finanzierungsrunde mit einer Bewertung von 900 Milliarden Dollar ab, OpenAI lag bei der vergangenen Geldspritze etwas darunter. Die ChatGPT-Firma verfolgt ambitionierte Pläne für Investitionen in Rechenzentren im Volumen von Hunderten Milliarden Dollar. Dabei könnten Einnahmen aus einem Börsengang helfen. Allerdings gibt es – wie auch bei anderen Unternehmen der Branche – erhebliche Zweifel, ob sich die gewaltigen Ausgaben für KI-Infrastruktur am Ende zurückverdienen lassen. Deshalb werden die KI-Börsengänge auch zu einem Test für die Bereitschaft der Anleger, weiter in die Branche zu investieren.

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