Nordex-Aktie im Aufwind: Positive Analystenkommentare treiben an
Die Nordex-Aktie setzt ihre beeindruckende Rally am Freitag fort und sorgt im MDAX für Aufsehen. Dank positiver Analystenkommentare haben die Aktien von Nordex (ISIN: DE000A0D6554) am Freitag ihre jüngste Aufwärtsbewegung schwungvoll fortgesetzt. In der Spitze kletterte der Nordex-Aktienkurs auf 44,28 Euro und erreichte damit den höchsten Stand seit Mai 2002. Zuletzt stand ein Plus von gut fünf Prozent auf rund 44 Euro zu Buche, womit die Nordex-Aktie zu den besten Werten im MDAX zählte.
Auch aus Analystensicht bleibt die Nordex-Einstufung überwiegend positiv. Die Signale der Hamburger seien positiv, sowohl für 2026 als auch längerfristig, schrieb Analyst John Kim von Deutsche Bank Research in einem Resümee zum am Mittwoch vorgelegten Geschäftsbericht. Er erhöhte ebenso sein Kursziel wie Ajay Patel von Goldman Sachs. Zudem gab die spanische Bank Santander ihre neutrale Nordex-Einstufung auf und stufte die Papiere auf "Outperform" hoch. Diese Neubewertungen stützen die aktuelle Nordex-Bewertung zusätzlich.
Margen-Explosion treibt den Nordex-Aktienkurs
Fundamental wird der Höhenflug der Nordex-Aktie durch starke Geschäftszahlen untermauert. Im Geschäftsjahr 2025 übertraf das Unternehmen selbst optimistische Erwartungen. Die EBITDA-Marge verdoppelte sich im Jahresvergleich nahezu von 4,1 auf 8,4 Prozent. Besonders das vierte Quartal überzeugte mit einer Marge von 12,1 Prozent.
Der Markt honoriert diese Entwicklung deutlich: Der Nordex-Aktienkurs kletterte zum Wochenschluss zeitweise um über 6,5 Prozent auf 44,26 Euro und markierte damit ein neues 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresanfang hat die Nordex-Aktie bereits annähernd 45 Prozent zugelegt. Angesichts dieser Dynamik rückt auch die Nordex-Bewertung verstärkt in den Fokus von Investoren.
Dividenden statt Schuldenabbau
Ein zentraler Baustein für die Neubewertung ist die strategische Neuausrichtung der Finanzpolitik. Dank einer Rekord-Netto-Cash-Position von rund 1,9 Milliarden Euro plant das Management, ab 2027 erstmals Kapital an die Aktionäre zurückzuführen. Mindestens 50 Millionen Euro sollen jährlich fließen, entweder über Dividenden oder Aktienrückkäufe.
Analysten sehen darin ein starkes Signal für die Reife des Geschäftsmodells. Jefferies hob das Kursziel auf 50 Euro an und betonte, das Unternehmen sei „noch nie so etabliert wie jetzt“ gewesen. Die verbesserte Kapitalallokation dürfte die Nordex-Bewertung nachhaltig beeinflussen und liefert Argumente für eine optimistischere Nordex-Einstufung.
Volle Auftragsbücher sichern Nordex-Wachstum
Auch operativ bleibt die Lage robust. Der Auftragsbestand wuchs zum Jahresende auf 16,1 Milliarden Euro. Allein im Schlussquartal stiegen die Bestellungen um über 9 Prozent. Für 2026 prognostiziert der Vorstand einen Umsatz zwischen 8,2 und 9,0 Milliarden Euro bei einer EBITDA-Marge von 8,0 bis 11,0 Prozent. Mittelfristig werden bis zu 12 Prozent Marge angepeilt. Sollte Nordex dieses Niveau erreichen, erscheint die aktuelle Nordex-Bewertung trotz der Kursrally fundamental gedeckt.
Nordex-Aktie: Charttechnische Warnungen, aber noch keine Verkaufssignale
Trotz der starken Fundamentaldaten mehren sich kurzfristig technische Warnsignale für die Nordex-Aktie. Mit dem Kurssprung auf 42,80 Euro läuft eine ausgeprägte Bullenphase. In der Freitags-Vorbörse notierte der Nordex-Aktienkurs bei 42,06 Euro, nachdem das Tagestief zuvor bei 40,20 Euro lag. Die letzten Tageshochs lagen bei 42,68 Euro und 42,80 Euro. Technische Indikatoren wie RSI und Stochastic RSI signalisieren eine überkaufte Lage, auch wenn konkrete Verkaufssignale bislang fehlen. Die Nordex-Aktie notiert weit über der 200-Tage-Linie und deutlich über dem oberen Bollinger-Band. Der Chaikin Money Flow zeigt seit Mitte Dezember positive Werte und seit Jahreswechsel auf 2026 konstant hohe Niveaus.
Zudem haben D. E. Shaw & Co., L.P. und LMR Partners LLP am 25. Februar ihre Shortpositionen erhöht: von 0,8 Prozent auf 1,02 Prozent beziehungsweise von 0,54 Prozent auf 0,63 Prozent. Ob die Zone 42,68/42,80 Euro das vorläufige „Dach“ bildet, bleibt offen. Fällt die Nordex-Aktie unter 40 Euro, könnten stärkere Gewinnmitnahmen folgen. Unterstützungen liegen bei 35,60/38,50 Euro. Noch jedoch überwiegt der Aufwärtstrend – und die Diskussion, ob der Höhenflug der Nordex-Aktie fundamental gerechtfertigt ist oder bereits Übertreibungszüge trägt.
Nordex-Aktie: Analystenkommentare und aktuelle Kursziele
Mehrere internationale Analysehäuser haben Ende Februar 2026 ihre Einschätzungen zur Nordex-Aktie aktualisiert und teils deutlich höhere Kursziele ausgerufen. Nach Vorlage des Geschäftsberichts rücken vor allem der Ausblick auf 2026 sowie die operative Entwicklung in den Mittelpunkt. Die Bandbreite der neuen Zielmarken zeigt, wie stark sich das Sentiment verbessert hat.
Am 27. Februar hob Deutsche Bank Research das Kursziel für Nordex von 34 auf 58 Euro an und bestätigte die Einstufung mit "Buy". Analyst John Kim verwies in seinem am Freitag vorliegenden Resümee zum Geschäftsbericht auf positive Signale der Hamburger, sowohl für 2026 als auch längerfristig. Er erhöhte seine operativen Ergebnisschätzungen für 2026 und 2027 um bis zu 35 Prozent. Damit zählt Deutsche Bank Research nun zu den optimistischsten Häusern für die Nordex-Aktie. Am selben Tag passte Goldman Sachs seine Bewertung an. Die US-Investmentbank erhöhte das Kursziel von 34,50 auf 46,10 Euro und beließ die Einstufung auf "Buy". Analyst Ajay Patel schrieb am Freitag im Nachgang des Geschäftsberichts, der Ausblick zeichne ein neues Wachstumsbild der Hamburger. Entsprechend justierte er seine Schätzungen. Auch hier steht die Erwartung einer dynamischeren Entwicklung im Fokus.
Bereits am 26. Februar hatte Jefferies reagiert und das Kursziel von 38 auf 50 Euro angehoben, ebenfalls bei einer bestätigten "Buy"-Einstufung. Constantin Hesse sprach am Mittwochabend von einem imposanten Quartal und sieht den Beginn einer strukturell stärkeren Phase bestätigt. Trotz der Kursrally hält er den Zenit noch nicht für erreicht, was die positive Einschätzung der Nordex-Aktie unterstreicht. Am 25. Februar bekräftigte zudem die Privatbank Berenberg ihre "Buy"-Einstufung mit einem Kursziel von 32 Euro. Richard Dawson verwies darauf, dass das vierte Quartal 2025 die Erwartungen klar getoppt habe und auch der Ausblick auf 2026 über dem Konsens liege.
Insgesamt zeigen die Einschätzungen, dass die Analysten den jüngsten Zahlen und dem Ausblick hohe Bedeutung beimessen. Die Nordex-Aktie profitiert von angehobenen Prognosen, bestätigten Kaufempfehlungen und deutlich steigenden Kurszielen, auch wenn die Zielspannen weiterhin auseinandergehen.
Starke Fundamentaldaten treffen auf charttechnische Risiken bei der Nordex-Aktie
Die Nordex-Aktie präsentiert sich fundamental so stark wie seit Jahren nicht mehr. Eine EBITDA-Marge von 8,4 Prozent im Jahr 2025, 12,1 Prozent im vierten Quartal und ein Auftragsbestand von 16,1 Milliarden Euro sprechen eine klare Sprache. Auch die angekündigte Kapitalrückführung von mindestens 50 Millionen Euro jährlich ab 2027 stützt die Nordex-Bewertung nachhaltig. Gleichzeitig signalisiert der überkaufte Zustand beim Nordex-Aktienkurs erhöhte Rückschlagsgefahr. Die angehobene Nordex-Einstufung mehrerer Analysten unterstreicht das Vertrauen in den Turnaround. Kurzfristig bleibt die Lage technisch angespannt, mittelfristig jedoch scheint der strategische Wandel tragfähig. Entscheidend wird sein, ob Nordex die Margenziele von bis zu 12 Prozent tatsächlich erreicht.

