Finanzen

Bitcoin und KI: Warum Maschinen die Cyberdevise bevorzugen

Bitcoin behauptet sich als bevorzugtes Geld der Künstlichen Intelligenz – Fiatgeld verliert deutlich. Die Studie des BPI offenbart, warum digitale Währungen künftig dominieren könnten. Zugleich warnt Ökonom Peter Schiff vor der hohen Volatilität der Krypto-Währung.
05.03.2026 12:01
Aktualisiert: 05.03.2026 12:01
Lesezeit: 3 min

Bitcoin und KI: Digitales Geld als erste Wahl der Maschinen

Das Bitcoin Policy Institute (BPI) hat in einer neuen Studie untersucht, welche Geldform KI-Agenten als Zahlungs- und Wertaufbewahrungsmittel bevorzugen würden. Das Ergebnis: Bitcoin liegt klar vorn, während klassisches Fiatgeld und andere Kryptowährungen – abgesehen von Stablecoins – deutlich schlechter abschneiden.

In der Bitcoin-Community kursiert seit Jahren die These, dass Bitcoin das ideale Geld für Künstliche Intelligenz ist. Der Grund liegt auf der Hand: Selbstständige KI-Agenten benötigen eine Zahlungsinfrastruktur, die rein digital funktioniert und bei der es keine Identitätskontrollen gibt.

Kürzlich nahm das Thema Fahrt auf, als auf Moltbook, einem KI-Forum, KI-Agenten selbst darüber diskutierten und zu einem ähnlichen Ergebnis kamen – auch wenn die Aussagekraft begrenzt ist, da der Thread von einem Agenten mit "Bitcoin-Maximalismus"-Prägung initiiert wurde.

Studie des BPI: 36 KI-Modelle getestet

Das Bitcoin Policy Institute, eine bekannte NGO aus den USA, prüfte in seiner Studie 36 KI-Modelle, darunter ChatGPT, Gemini und DeepSeek. Ziel war es, herauszufinden, welche Geldform die Maschinen im Zweifel bevorzugen würden. Das Resultat: 48,3 Prozent entschieden sich für Bitcoin.

Um belastbare Ergebnisse zu erhalten, führte das BPI insgesamt 9.072 kontrollierte Experimente durch. Dabei erhielten die KI-Modelle keine Vorgaben und es wurden keine Währungen erwähnt. Das sogenannte „Blank-Slate-Experiment“ zeigte deutlich, dass KI-Agenten traditionelle Fiatwährungen überwiegend zugunsten digitaler Alternativen ablehnten – mit Bitcoin klar an der Spitze.

Bitcoin gewinnt deutlich: KI wählt digitale Währungen

In 4.378 Fällen wählten die KI-Agenten Bitcoin als bevorzugtes Geld. Stablecoins und klassisches Bankgeld folgten abgeschlagen. Selbst wenn man Stablecoins und Fiatgeld zusammenfasste, lag Bitcoin noch immer um mehr als sechs Prozentpunkte vorn.

Krypto-Tokens und tokenisierte Real World Assets (RWA) aus dem Krypto-Sektor außerhalb von Bitcoin und Stablecoins erschienen für die KI-Modelle nahezu uninteressant – trotz der Intention vieler Projekte, effizienteres Geld als Bitcoin zu schaffen.

Auch wenn es bereits erste Berichte gibt, dass KI-Agenten eigenständig Bitcoin nutzen, bleibt vieles theoretisch. Ob Bitcoin das Geld der KIs wird und dadurch eine Renaissance als Zahlungsmittel erlebt, zeigt letztlich die Zukunft.

Unter dem Strich entsteht ein starkes Narrativ: KI und Bitcoin könnten sich gegenseitig stärken. Gründe, warum KI-Agenten Bitcoin wählen dürften, decken sich größtenteils mit Argumenten, die auch Menschen überzeugen.

Volatilität bei Bitcoin: Ökonom Peter Schiff warnt

Der bekannte Ökonom Peter Schiff warnte kürzlich vor einem möglichen Preissturz bei Bitcoin. Ausgelöst wurde die jüngste Volatilität durch US-Zölle und Sorgen um eine Eskalation des Iran-Konflikts. Bitcoin fiel zeitweise auf rund 62.500 US-Dollar, während das Tief Anfang Februar bei 60.000 US-Dollar erneut in Reichweite kam.

Im Oktober 2025 hatte Bitcoin via CoinMarketCap noch ein Allzeithoch von rund 126.000 US-Dollar markiert. Aktuell bewegte sich die Kryptowährung trotz der geopolitischen Unsicherheiten bei etwa 73.000 US-Dollar. Schiff empfiehlt Anlegern, auf die Marke von 50.000 US-Dollar zu achten. Sollte diese unterschritten werden, sei auch ein Abrutschen auf 20.000 US-Dollar wahrscheinlich.

Bitcoin vs. Gold: Vergleich der Kaufkraft

Schiff betont, dass Bitcoin gegenüber Gold deutlich an Kaufkraft eingebüßt habe. Ein Bitcoin konnte im November 2021 rund 34,5 Unzen Gold kaufen, heute nur noch etwa 12 Unzen. Auch in US-Dollar gerechnet, wäre ein Investment von 10.000 US-Dollar in Bitcoin damals heute nur rund 9.100 US-Dollar wert – während Goldinvestoren nun rund 27.000 US-Dollar erzielen könnten.

Kritiker bemängeln jedoch, dass der Startpunkt im November 2021 ungünstig gewählt wurde. Seit dem Zyklustief von 15.000 US-Dollar im November 2023 gewann Bitcoin etwa 320 Prozent, während Gold lediglich um 150 US-Dollar zulegte.

Bitcoin zeigt Stärke trotz geopolitischer Risiken

Trotz der Spannungen im Iran-Konflikt und einer fragilen Nachrichtenlage zeigt sich Bitcoin laut Timo Emden, Analyst bei Emden Research, relativ robust. Anleger haben globale Risiken zunehmend eingepreist. Im Vergleich dazu fiel der Goldpreis zuletzt auf ein Tief seit Februar. Die "Krisenwährung" geriet unter Druck, da Erwartungen an Zinssenkungen schwanden und Inflationssorgen angesichts eines langanhaltenden Konflikts zunahmen. Für März wird erwartet, dass die US-Notenbank Fed die Zinsen unverändert lässt.

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