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Verkaufsspekulationen um Leica: Kamerahersteller Leica bekommt neuen Chef

2005 schrammte der Kamerahersteller Leica knapp an der Insolvenz vorbei. Mit einer Finanzspritze und geordneter Restrukturierung überlebte das Unternehmen, seit Jahren steigert es seine Umsätze. Nun wechselt der CEO.
16.03.2026 09:36
Lesezeit: 1 min

Kamerahersteller Leica bekommt neuen Chef

Der 44-jährige Andreas Voll wird neuer Vorstandsvorsitzender des Kameraherstellers Leica. Mit Wirkung zum 1. April folgt der Manager auf Matthias Harsch, der das Unternehmen seit 2017 geführt hat und dessen Vertrag Ende März ausläuft. Der Leica-Mehrheitseigentümer und Aufsichtsratsvorsitzende Andreas Kaufmann würdigte die Verdienste von Harsch. Unter seiner Leitung habe Leica die Position als Premiummarke im Bereich Fotografie und Optik weiter ausgebaut und neue Geschäftsfelder erschlossen.

Der künftige Vorstandschef Voll sei eine Führungspersönlichkeit mit umfassender internationaler Managementerfahrung sowie ausgewiesener Expertise in den Bereichen Premium-Technologie, Markenführung und strategische Unternehmensentwicklung, sagte Kaufmann der Deutschen Presse-Agentur.

Harsch lieferte Rekordumsätze

Unter Harschs Führung hatte Leica mehrere Umsatzrekorde in Folge erzielt. Zuletzt legten die Erlöse der Leica Camera AG im vergangenen Geschäftsjahr (31. März) 2024/25 um 7,6 Prozent auf den Höchstwert von 596 Millionen Euro zu. Das Unternehmen mit Sitz im mittelhessischen Wetzlar hat rund 2.300 Beschäftigte weltweit.

Das Unternehmen hatte zuletzt etwa vom Revival der Kompaktkameras mit einem Trend hin zu hochwertigen Geräten profitiert. Ende Februar hatte der 60-jährige Harsch am Rande der Mobilfunkmesse MWC in Barcelona die Neuauflage des Leitzphone präsentiert, die weltweit vermarktet wird.

Zuletzt Verkaufsspekulationen um Leica

Kaufmann ist mit 55 Prozent Mehrheitseigentümer des Kameraherstellers. Die restlichen 45 Prozent hält der Finanzinvestor Blackstone. Zuletzt hatte es Spekulationen gegeben, wonach Kaufmann und Blackstone den Verkauf einer Mehrheitsbeteiligung prüfen sollen.

«Zurzeit sind Gerüchte am Markt, die wir nicht kommentieren», sagte Kaufmann dazu. Er verwies zugleich darauf, dass alle Familienmitglieder bei Leica oder Tochterfirmen arbeiteten. «Das heißt, wir sind kräftig engagiert und planen das auch so für die weitere Zukunft.»

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