Politik

AfD bei 28 Prozent - vor der Union: 76 Prozent mit Bundesregierung unzufrieden

Bald ein Jahr ist Schwarz-Rot im Amt, doch innerhalb der Bevölkerung herrscht wenig Optimismus für die Zukunft der Koalition. Und was sagt der Blick auf die Sonntagsfrage?
04.05.2026 09:11
Lesezeit: 2 min
AfD bei 28 Prozent - vor der Union: 76 Prozent mit Bundesregierung unzufrieden
Schwarz-Rot zum Jahrestag unter Druck - Merz mahnt SPD. (Foto: dpa) Foto: Kay Nietfeld

Umfrage: 76 Prozent mit Bundesregierung unzufrieden

Knapp ein Jahr ist die schwarz-rote Bundesregierung im Amt, eine Mehrheit der Bundesbürger (58 Prozent) rechnet einer Umfrage zufolge nicht damit, dass die Koalition aus Union und SPD bis zum Ende der Wahlperiode 2029 halten wird. 24 Prozent der Befragten glauben, dass die Koalition bis dahin überdauern wird, wie eine Umfrage des Instituts Insa für die «Bild am Sonntag» zeigt. Weitere 18 Prozent antworteten mit «weiß nicht» oder «keine Angabe».

Rund drei Viertel der mehr als 1.000 Befragten gaben an, mit der Arbeit der Regierung unzufrieden zu sein, 16 Prozent zeigten sich dagegen zufrieden. Die Umfrage erfolgte zwischen dem 29. April und dem 30. April 2026.

AfD bei 28 Prozent - vor der Union

Nach rund einem Jahr des gemeinsamen Regierens hat die SPD an Wählergunst verloren, die Union konnte laut dem «Sonntagstrend» von Insa jüngst zwar etwas gewinnen, liegt aber noch immer vier Punkte hinter der AfD. Die Union hatte bei der Bundestagswahl im Februar vergangenen Jahres 28,5 Prozent geholt und kommt aktuell auf 24 Prozent. Die SPD liegt bei 14 Prozent (2025: 16,4). Die AfD hat seitdem kräftig zulegt und rangiert wie schon bei vergangenen Insa-Umfragen bei 28 Prozent (+7,2).

Die Grünen würden aktuell 13 Prozent der Befragten wählen, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, bei der vergangenen Bundestagswahl erreichten sie 11,6 Prozent. Auch die Linke konnte seit der Wahl gewinnen, damals holte sie 8,8 Prozent, in der aktuellen Umfrage liegt sie bei 11 Prozent. BSW und FDP konnten damals nicht in den Bundestag einziehen und würden auch aktuell mit jeweils 3 Prozent den Einzug klar verpassen.

Die Bundesregierung aus CDU, CSU und SPD hatte vor knapp einem Jahr ihre Arbeit aufgenommen. Friedrich Merz (CDU) hatte am 6. Mai 2025 seinen Amtseid als Kanzler geleistet.

Für den Sonntagstrend befragte Insa vom 27. bis zum 30. April 1.207 Menschen, die Umfrage ist den Angaben zufolge repräsentativ. Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Das Institut gibt eine statistische Fehlertoleranz von 2,9 Prozentpunkten an. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf einen Wahlausgang.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Technologie
Technologie Brady TwinLead: Wenn das Etikett plötzlich mitdenkt

Ein Etikett bleibt am Produkt, doch die Informationen dahinter können sich verändern. Mit TwinLead verbindet Brady physische...

DWN
Finanzen
Finanzen Goldpreis aktuell unter Druck: Nach US-Inflationsschub blicken Anleger auf die Fed
14.10.2026

Der Goldpreis tendiert am Mittwochnachmittag in der Verlustzone, weil höhere US-Verbraucherpreise die Hoffnung auf eine Zinssenkung...

DWN
Politik
Politik Trumps Vereinbarung mit Putin dreht sich um weit mehr als Diesel
14.10.2026

Donald Trumps Diesel-Abkommen mit Wladimir Putin wirkt auf den ersten Blick widersprüchlich: US-Gesetze begrenzen russische...

DWN
Technologie
Technologie Starlink in der Ukraine: Streit um neue Geschwindigkeitsgrenze
14.10.2026

In der Ukraine wächst der Ärger über eine offenbar neue Einschränkung beim Satelliteninternet Starlink. Nach Angaben aus dem Umfeld von...

DWN
Politik
Politik Zuckersteuer beschlossen: Kabinett bringt Extra-Steuer auf den Weg
14.10.2026

Zwischendurch hatte das Kanzleramt sie gestoppt, das Finanzministerium musste nacharbeiten - jetzt ist die Zuckersteuer in der...

DWN
Politik
Politik Grüngasquote für private Haushalte ab 2028 sorgt für Kritik
14.10.2026

Die schwarz-rote Koalition hatte sich bei der Einigung auf das neue Gebäudemodernisierungsgesetz - als Nachfolger des...

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin-Prognose: Warum die nächsten Tage alles verändern könnten
14.10.2026

Bitcoin steht vor einer entscheidenden Bewährungsprobe. Nach massiven Kapitalabflüssen aus Bitcoin-ETFs und einem Kursrutsch auf nahezu...

DWN
Finanzen
Finanzen Sollte ich US-Banken kaufen? Warum ich Citigroup und Wells Fargo genauer prüfe
14.10.2026

Nach der starken Rally ist bei US-Bankaktien Ernüchterung eingekehrt. Gleichzeitig steigen die Gewinne vieler Institute weiter. Für mich...

DWN
Technologie
Technologie Kühlschränke im Auftaumodus: Cyberangriff stört Kühlanlagen französischer Handelsketten
14.10.2026

Eine Cyberattacke störte die Funktion von Kühlschränken mehrerer französischer Handelsketten. Lebensmittel müssen weggeworfen werden -...