Finanzen

Palantir-Aktie im Höhenflug: KI-Boom beschleunigt Umsatz

Mit Überwachungstechnologie zum Erfolg: Die Palantir-Aktie profitiert von einem massiven Wachstumsschub in den USA. Doch die Nachfrage ist so stark, dass der Konzern kaum hinterherkommt.
05.05.2026 08:45
Aktualisiert: 05.05.2026 08:45
Lesezeit: 1 min
Palantir-Aktie im Höhenflug: KI-Boom beschleunigt Umsatz
Läuft gut für das allsehende Auge: Die Firma Palantir sorgt für Überwachung. (Foto: ChatGPT)

Palantir-Aktie: Starkes Wachstum im KI-Geschäft

Das Geschäft der für ihre Zusammenarbeit mit US-Sicherheitsbehörden bekannten Datenanalysefirma Palantir wächst weiter rasant. Das KI-Unternehmen steigerte den Umsatz im Jahresvergleich um 85 Prozent auf 1,6 Milliarden US-Dollar (rund 1,37 Mrd Euro) und hob zugleich seine Prognose für das Gesamtjahr an.

Palantir Technologies ist ein US-amerikanisches Softwareunternehmen, das auf Big-Data-Analyse spezialisiert ist. Seine Hauptplattformen, wie Gotham und Foundry, verknüpfen riesige, unstrukturierte Datenmengen aus unterschiedlichen Quellen, um Muster zu erkennen. Die Software wird intensiv von Geheimdiensten, dem Militär (z.B. CIA) und Polizeibehörden zur Terrorismusbekämpfung und Verbrechensermittlung eingesetzt.

Der Name stammt von den "sehenden Steinen" (Palantíri) aus Tolkiens "Herr der Ringe". Es sind gläserne Kugeln, mit denen man an entfernte Orte sehen, in die Vergangenheit blicken oder mit anderen Palantír-Nutzern telepathisch kommunizieren kann. Sauron, der dunkle Herrscher und Gegenspieler in den Romanen und Filmen, überwacht Mittelerde damit. Viele Beobachter sehen in der Namenswahl eine zynische Anspielung darauf, dass Palantir Technologies im echten Leben Regierungen mächtige Überwachungswerkzeuge an die Hand gibt.

US-Geschäft treibt Wachstum der Palantir-Aktie

Das aktuelle Wachstum kommt vor allem aus dem US-Geschäft. Die Erlöse im Heimatmarkt lagen im vergangenen Vierteljahr mit 1,28 Milliarden Dollar gut doppelt so hoch wie ein Jahr zuvor. Das Geschäft mit Regierungsbehörden wuchs um 84 Prozent auf 687 Millionen Dollar. Software von Palantir setzen unter anderem das Heimatschutzministerium und das Pentagon ein – Medienberichten zufolge auch im Iran-Krieg. Das Geschäft mit Unternehmen in den USA legte um 133 Prozent auf 595 Millionen Dollar zu.

Palantir-Chef Alex Karp sagte in einer Telefonkonferenz mit Analysten, die Nachfrage in den USA sei aktuell so hoch, dass die Firma kaum hinterherkomme.

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