Finanzen

US-Börsenbericht: Rekordschlussstände für S&P 500 und Nasdaq, während der Waffenstillstand hält

Erfahren Sie, welche Faktoren die Märkte aktuell antreiben und warum die Anleger trotz globaler Spannungen optimistisch bleiben.
05.05.2026 22:29
Aktualisiert: 05.05.2026 22:29
Lesezeit: 4 min
US-Börsenbericht: Rekordschlussstände für S&P 500 und Nasdaq, während der Waffenstillstand hält
Die US-Börsen spielen eine Schlüsselrolle für die weltweite Kapitalallokation. (Foto: Alexey_Fedoren/iStock) Foto: Alexey_Fedoren/iStock

Neue Höchststände an der Wall Street

Die Wall Street legte am Dienstag kräftig zu, beflügelt von besser als erwartet ausgefallenen Unternehmensgewinnen und einem leichten Rückgang der Ölpreise.

Der S&P 500 stieg um 0,81 Prozent auf einen Rekordschlussstand von 7.259,22 Punkten, während der technologielastige Nasdaq mit einem Plus von 1,03 Prozent seinen eigenen Rekord von 25.326,13 Punkten erreichte. Der Dow Jones Industrial Average legte um 0,73 Prozent auf 49.298,25 Punkte zu.

Geopolitische Signale beruhigen den Ölmarkt

Der Preis für Brent-Rohöl fiel im späten Handel am Dienstag leicht auf 110 US-Dollar pro Barrel, nachdem US-Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte, dass der fragile Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran „nicht vorbei“ sei.

Die Ölpreise waren am Montag um 6 Prozent in die Höhe geschnellt, nachdem die Andeutung von US-Präsident Donald Trump, die USA würden helfen, festsitzende Schiffe durch die Straße von Hormus zu „lotsen“, erneute Spannungen ausgelöst hatte.

Licht und Schatten in der Berichtssaison

KI-Chip-Aktien stützten die Kursgewinne an der Wall Street, wobei Intel um fast 13 Prozent in die Höhe schoss, nachdem Berichten zufolge Apple die Möglichkeit prüft, den Chiphersteller mit der Produktion von Prozessoren für seine US-Geräte zu beauftragen.

Die Halbleiter- und Datenspeicherunternehmen Micron Technology und SanDisk legten ebenfalls um 11 Prozent beziehungsweise 12 Prozent zu.

Die Berichtssaison setzte sich mit einer weiteren Reihe besser als erwartet ausgefallener Quartalsergebnisse fort. Am Dienstag legten die Aktienkurse des Chemiekonzerns Du Pont und der Budweiser-Muttergesellschaft Anheuser-Busch um jeweils 8 Prozent zu, nachdem beide für das erste Quartal stärkere Gewinne und Umsätze als prognostiziert gemeldet hatten.

Rund 85 Prozent der S&P-Unternehmen, die bislang ihre Zahlen vorgelegt haben, haben die Erwartungen übertroffen.

Der Zahlungsdienstleister PayPal führte die Verliererliste an und verzeichnete einen Kursrückgang von 7,76 Prozent nach Berichten, wonach das Unternehmen 20 Prozent seiner Stellen streichen wird. Die Aktien von Palantir Technologies fielen um fast 7 Prozent, obwohl das Unternehmen für das erste Quartal 2026 Ergebnisse meldete, die die Erwartungen übertrafen.

Die Krypto-Handelsplattform Coinbase gab ebenfalls um 2,58 Prozent nach, nachdem sie signalisiert hatte, ihre Belegschaft um 14 Prozent reduzieren zu wollen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Kritische Rohstoffe: Europas unterschätzter Machtfaktor
26.05.2026

Lange Zeit galt die Globalisierung als Garant für Wohlstand und Stabilität. In einer vernetzten Welt, so die Theorie, würde der freie...

DWN
Politik
Politik Trump-Strategie zerlegt Amerikas Macht in Echtzeit
26.05.2026

Donald Trump sendet an China ein Signal, das kaum gefährlicher sein könnte. In der Taiwan-Frage rückt er von jener Abschreckung ab, auf...

DWN
Panorama
Panorama Pflegeversichung: Kinderlose sollen höheren Pflegebeitrag zahlen
26.05.2026

Die Finanzlage der Pflegeversicherung spitzt sich dramatisch zu. Jetzt prüft die Bundesregierung höhere Beiträge für Kinderlose – und...

DWN
Finanzen
Finanzen Wenn der EURIBOR steigt, wird die Mathematik weniger freundlich
26.05.2026

Der EURIBOR steigt wieder und signalisiert, dass die Zeit des billigen Geldes nicht zurückkehrt. Für Immobilienkäufer, Unternehmen und...

DWN
Politik
Politik Baltische Luftraumüberwachung wird zum Testfall für Europas Ostflanke
26.05.2026

Eine Drohne dringt in estnischen Luftraum ein, kurz darauf kündigt Polen Kampfjets für Ämari an. Was wie ein regionales Signal wirkt,...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutsche Industrie steigert Umsatz und streicht Stellen
26.05.2026

Die deutsche Industrie meldet erstmals seit fast drei Jahren wieder steigende Umsätze – doch gleichzeitig beschleunigt sich der...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft SpaceX-Börsengang könnte die gefährlichste Wette des Jahres werden
26.05.2026

SpaceX soll an die Börse, und die Zahlen wirken gigantisch. Doch hinter der möglichen Rekordbewertung stehen Milliardenverluste, enorme...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft EU Inc.: Europas Tech-Traum droht an Amerika zu zerbrechen
26.05.2026

Europa gründet, forscht und erfindet. Doch wenn aus Ideen Konzerne werden sollen, wandern viele der besten Firmen in Richtung USA. Mit EU...