Immobilien

Ifo: Stimmung im Wohnungsbau bricht massiv ein

Der deutsche Wohnungsbau gerät zunehmend unter Druck. Das Geschäftsklima hat sich laut Ifo-Institut so stark verschlechtert wie seit Jahren nicht mehr. Neben geopolitischen Risiken belasten auch Materialengpässe die Branche. Kann sich der Wohnungsbau unter diesen Bedingungen überhaupt noch stabilisieren?
15.05.2026 08:42
Lesezeit: 1 min
Ifo: Stimmung im Wohnungsbau bricht massiv ein
Schlechtere Erwartungen, Lieferprobleme und Unsicherheit belasten den Wohnungsbau. (Foto: dpa) Foto: Christian Charisius

Ifo-Analyse: Stimmung im Wohnungsbau deutlich verschlechtert

Die Stimmung in der deutschen Wohnungsbauwirtschaft ist laut einer aktuellen Konjunkturumfrage im April so stark eingebrochen wie seit etwa vier Jahren nicht mehr. Das Geschäftsklima sank nach Angaben des Münchner Ifo-Instituts von minus 19,3 auf minus 28,4 Punkte - der stärkste Rückgang seit April 2022. In den Jahren 2023 und 2024 lag das Geschäftsklima mit Werten zwischen minus 40 bis rund minus 60 Punkten insgesamt allerdings noch niedriger.

Vor allem die Erwartungen der Unternehmen für die kommenden Monate haben sich derzeit deutlich verschlechtert, aber auch die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage trübte sich ein, teilte das Institut mit. "Die geopolitische Unsicherheit belastet inzwischen auch den Wohnungsbau in Deutschland", sagte Klaus Wohlrabe, Leiter der Ifo-Umfragen.

Lieferengpässe im Wohnungsbau nehmen wieder deutlich zu

Die Sorgen über Lieferengpässe nehmen den Angaben zufolge merklich zu. Im April berichteten 9,2 Prozent der befragten Unternehmen von Problemen bei der Materialversorgung - insbesondere bei Grundstoffen. Zuvor hatte dieser Wert über mehr als zwei Jahre hinweg lediglich bei rund einem Prozent gelegen.

Im laufenden Geschäft blieb die Situation dagegen weitgehend stabil. Der Anteil der Betriebe, die über fehlende Aufträge klagen, veränderte sich kaum und lag bei 43,8 Prozent. Auch die Stornierungsquote blieb mit 10,8 Prozent nahezu unverändert.

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