Finanzen

Ölpreis aktuell: Nach Trump-Äußerungen notiert der Brent-Ölpreis bei 110 US-Dollar

Nach jüngsten Aussagen von US-Präsident Donald Trump geben die Ölpreise leicht nach. Der WTI-Ölpreis notiert am Dienstagmorgen im Minus, die Nordseesorte Brent tendiert um 110 US-Dollar. Entscheidend dürfte nun werden, ob die Gespräche zwischen Washington und Teheran tatsächlich Fortschritte bringen oder neue Risiken entstehen.
19.05.2026 09:16
Lesezeit: 1 min
Ölpreis aktuell: Nach Trump-Äußerungen notiert der Brent-Ölpreis bei 110 US-Dollar
Die Ölpreise fallen nach Aussagen von Donald Trump zum Iran. (Foto: ChatGPT)

Ölpreise geben nach Trump-Äußerungen leicht nach – Brent bei 110 US-Dollar

Die Ölpreise sind am Dienstag nach Aussagen von US-Präsident Donald Trump zu einem gestoppten Angriff auf den Iran gesunken. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli fiel um rund anderthalb Prozent auf 110,30 US-Dollar. Bereits zum Wochenbeginn hatten Drohungen des amerikanischen Präsidenten über mögliche neue Militärschläge gegen den Iran den Ölpreis aktuell der Sorte Brent zeitweise über 112 US-Dollar steigen lassen und damit den höchsten Stand seit fast zwei Wochen erreicht.

Trump verzichtet nach eigenen Angaben zunächst auf einen angeblich für heute vorgesehenen Angriff auf den Iran. Mehrere Golfstaaten hätten ihn darum gebeten, zudem liefen "ernsthafte Verhandlungen" mit Teheran, schrieb Trump auf der Plattform Truth Social. Allerdings erklärten mehrere Vertreter der von Trump genannten Golfstaaten dem "Wall Street Journal" zufolge, dass ihnen der vom US-Präsidenten erwähnte angebliche Plan für einen Angriff auf den Iran nicht bekannt sei.

Ölpreisentwicklung hängt von Iran-Verhandlungen ab

Für die weitere Entwicklung der Ölpreise dürfte entscheidend bleiben, ob und wie die Gespräche zwischen den USA und dem Iran in die nächste Phase eintreten. Nach Einschätzung von Analysten der Dekabank dominiert am Markt derzeit weiterhin die Hoffnung, dass Trump zu ausreichenden Zugeständnissen bereit ist, um den Iran wieder an den Verhandlungstisch zurückzubringen.

Sollten jedoch Fortschritte bei den Gesprächen ausbleiben, "werden Schlagzeilen über fallende Ölbestände zunehmen", warnten die Experten der Dekabank. Zuletzt hatte die Internationale Energieagentur in ihrem jüngsten Monatsbericht auf einen deutlichen Rückgang der Ölreserven in großen Industrienationen wegen der Folgen des Iran-Kriegs und der Behinderung von Öltransporten durch die Straße von Hormus hingewiesen. Die Ölpreise bleiben damit stark von der geopolitischen Lage beeinflusst.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

 

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Unternehmensporträt
Unternehmensporträt Erfolgreich mit Bio-Erdnüssen: Zwei Bauern sparen mit KI 90 Prozent der Arbeitskosten
23.10.2026

Trockenheit wird für Europas Landwirtschaft zum immer größeren Problem. Zwei Brüder aus Österreich reagieren darauf mit einer...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Firma gründen in 24 Stunden: Was jetzt wirklich möglich ist – und was nicht
23.10.2026

Ein eigenes Unternehmen an nur einem Tag gründen: Das neue Bundesportal G24 soll dem behördlichen Zickzackkurs ein Ende setzen. Seit Ende...

DWN
Finanzen
Finanzen Größter Verkauf russischen Goldes seit der Finanzkrise 1998: Weitere Tonnen verschwinden aus den Tresoren
23.10.2026

Die neuesten Daten der russischen Zentralbank zeigen, dass die Verkäufe aus den Goldreserven seit Jahresbeginn bereits 62 Tonnen erreicht...

DWN
Finanzen
Finanzen Warum Frankreich weniger Schulden hat als die USA, dafür aber härter bestraft wird
23.10.2026

Die neuesten Eurostat-Daten für das zweite Quartal zeigen, dass die französische Staatsverschuldung im Verhältnis zur...

DWN
Politik
Politik Bundeswehr: Wehrdienst-Fragebogen ignoriert? Dann droht ein Bußgeld
23.10.2026

Seit Januar werden in Deutschland junge Menschen ab 18 von der Bundeswehr zu ihrer Bereitschaft eines möglichen Wehrdiensts angeschrieben....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft DWN-Podcast Folge 48: Die Woche im Rückblick – KW 43
23.10.2026

Unser neuer Podcast ist da: Die ganze Woche in wenigen Minuten. Der DWN-Wochenrückblick bringt die Themen, die zählen – eingeordnet,...

DWN
Politik
Politik Länderfinanzausgleich: Söder will AfD- und Linke-Ländern Geld streichen
23.10.2026

Mit einer sogenannten "Extremismusklausel" will Bayerns Ministerpräsident Markus Söder mögliche von der AfD oder der Linken geführten...

DWN
Technologie
Technologie Weltweiter Kohlekraft-Ausbau steigt trotz Klimazielen
23.10.2026

Wind- und Solarenergie haben Kohle in vielen Teilen Europas überholt – doch weltweit wächst die Zahl geplanter Kohleprojekte weiter,...