Finanzen

US-Börsenbericht: Tech-Aktien fallen weiter, da die Angst vor kriegsbedingter Inflation zunimmt

Düstere Wolken über den Märkten: Erfahren Sie, welche Entwicklungen die Börse heute in Atem halten und worauf Anleger jetzt achten müssen.
19.05.2026 22:03
Lesezeit: 7 min
US-Börsenbericht: Tech-Aktien fallen weiter, da die Angst vor kriegsbedingter Inflation zunimmt
Blick auf das Herz der US-Börsen in einem der bedeutendsten Finanzzentren der Welt. (Foto: Farid El Messaoudi/iStock) Foto: Farid El Messaoudi/iStock

Ausverkauf im Technologiesektor

Der Ausverkauf bei den Aktien der Chiphersteller setzte sich am Dienstag fort und drückte den Nasdaq angesichts der Sorge vor den Risiken einer kriegsbedingten Inflation weiter ins Minus.

Alle Mag-7-Aktien bis auf eine fielen, wobei eine Reihe von Tech-Aktien spürbare Rückschläge hinnehmen musste, während die Anleger abwägten, ob die jüngsten Kurshöchststände im KI-Sektor überzogen waren und einer Konsolidierung bedurften.

Tech-Aktien waren das bestimmende Thema des Tages an der Wall Street, da sechs der sieben Mag-7-Aktien nachgaben.

Tesla erlitt den deutlichsten Rückschlag und fiel bis zum Handelsschluss um 3,2 Prozent, während Amazon um 2,8 Prozent abrutschte und Alphabet um 2 Prozent nachgab.

Software-Aktien blieben im Durchschnitt weitgehend unbeschadet, wobei ein iShares-ETF für diesen Sektor zum Handelsschluss mit einem Plus von 0,6 Prozent notierte.

Druck auf Leitindizes und Reisewerte

Auch für Luftfahrtaktien war es ein schwacher Handelstag: United Airlines gab um 3,2 Prozent nach, obwohl das Unternehmen erklärte, es erwarte einen Anstieg der Passagierzahlen im Sommer. Gleichzeitig verlor JetBlue 3 Prozent und Delta fiel um 2 Prozent.

Der technologielastige Nasdaq Composite fiel um 0,84 Prozent und schloss bei 25.870,71 Punkten, während der Dow Jones Industrial Average um 0,65 Prozent auf 49.364,31 Punkte nachgab.

Der S&P 500 sank um 0,67 Prozent auf 7.353,68 Punkte.

Der Preis für Rohöl der Sorte Brent stieg um fast 2 Prozent auf 111 US-Dollar pro Barrel, da die Anleger auf weitere Neuigkeiten über den fragilen Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran warteten.

Entscheidende Bewegungen bei Einzelwerten

Home Depot machte wieder Boden gut, nachdem die Aktie zur Handelseröffnung zunächst um 3 Prozent eingebrochen war, da eine wichtige Umsatzkennzahl im jüngsten Quartal die Erwartungen der Analysten verfehlt hatte. Die Aktie beendete den Handel mit einem Plus von 0,87 Prozent.

Citigroup gab um 2 Prozent nach, nachdem die Aktie von dem CFRA-Analysten Kenneth Leon herabgestuft worden war.

Alphabet fiel um 2,3 Prozent, nachdem der Google-CEO auf der I/O-Tech-Keynote erklärt hatte, dass das leistungsstärkste KI-Modell des Unternehmens, Gemini Pro 3.5, noch nicht verfügbar sein werde, was für ein enttäuschtes Raunen im Publikum sorgte.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Technologie
Technologie Der wachsende Trend zu flexiblen Konsumausgaben bei deutschen Verbrauchern

Deutsche Haushalte verändern ihr Ausgabeverhalten grundlegend. Wo früher feste Sparpläne und monatliche Budgets den Alltag bestimmten,...

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

DWN
Finanzen
Finanzen KI-Aktien unter Druck: Milliardenverlust zeigt die verborgene Gefahr
13.08.2026

Ein gefeierter Tech-Investor setzte mit gewaltigem Hebel auf KI-Aktien und verlor innerhalb weniger Wochen rund 35 Milliarden US-Dollar....

DWN
Politik
Politik Rentensplitting statt Witwenrente: Steht die Hinterbliebenenrente vor dem Aus?
13.08.2026

Im Rahmen der Rentenreform steht plötzlich auch die Witwenrente zur Diskussion. Ein Expertenvorschlag: Ein verpflichtendes Rentensplitting...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Volvo ES90 im Test: Ein guter Grund, den Deutschen Lebewohl zu sagen?
13.08.2026

Der Volvo ES90 ist kein Elektroauto für Käufer, die möglichst günstig in die Premiumklasse einsteigen wollen. Doch wer Komfort,...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Experten warnen: Pleitewelle hält bis mindestens 2027 an
13.08.2026

Seit Monaten steigt die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland. Daran dürfte sich so schnell nichts ändern, obwohl jüngste...

DWN
Politik
Politik Neue "Eisseidenstraße" nach Europa: Warum Reedereien Chinas Abkürzung meiden
13.08.2026

China eröffnet eine regelmäßige Arktisroute, die Transporte zwischen Asien und Europa erheblich beschleunigen könnte. Doch europäische...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Cernavoda: Rumänien schaltet AKW wegen Wassermangel ab
13.08.2026

Die Donau führt so wenig Wasser, dass Rumänien sein wichtigstes Atomkraftwerk komplett abschalten muss. Eine spektakuläre Rettungsaktion...

DWN
Politik
Politik KI-Steuer, steuerfreie Einkommen, Grundeinkommen? Zeit für einen Systemwechsel
13.08.2026

Wenn Erwerbsarbeit nicht mehr die Existenz sichert: Künstliche Intelligenz frisst Arbeitsplätze, Inflation und Steuern fressen Löhne,...

DWN
Technologie
Technologie KI: Beim Geld hört das Vertrauen auf
13.08.2026

KI-Agenten dürfen künftig vieles erledigen – nur beim eigenen Geld ziehen viele Menschen eine klare Grenze. Während das Vertrauen ins...