Bayerische Entwicklung für ganz Deutschland: 11,5 Millionen profitieren
Bayern hat die neue Funktion im Auftrag von Bund und Ländern entwickelt und programmiert. Sie wird – genau wie die bekannte Elster-Anwendung für herkömmliche Steuererklärungen – ab Anfang Juli in allen Bundesländern zur Verfügung stehen. Das Potenzial der neuen Elster-App-Erweiterung ist enorm: Schon zum Start könnten rund 11,5 Millionen Steuerpflichtige in Deutschland ihre Erklärung spürbar schneller und unkomplizierter einreichen.
Weitere Nutzergruppen sollen schnell umgesetzt werden
"Wir bringen die Steuererklärung dorthin, wo die Menschen sie erledigen wollen: Unkompliziert, schnell, sicher und vollständig digital über die "MeinELSTER+"-App. Unser "'ELSTER"'-Angebot wollen wir auch weiterhin optimieren und ausbauen", sagte Bayerns Finanzminister Albert Füracker (CSU). "Neue Services und weitere Nutzergruppen sind schon in Planung und werden so schnell wie möglich umgesetzt."
Lob aus NRW, Baden-Württemberg und Niedersachsen
Für Baden-Württembergs Finanzminister Danyal Bayaz (Grüne) spart die neue Möglichkeit "Zeit, Nerven und unnötige Bürokratie. So wird im Alltag ganz konkret spürbar, was ein moderner Staat leisten kann: Er denkt mit und macht es den Menschen einfach". NRW-Finanzminister Marcus Optendrenk (CDU) sieht die Steuererklärung für viele Menschen damit "so einfach wie nie zuvor".
"Mit diesem Angebot bringen wir die Steuererklärung dorthin, wo die Menschen heute ohnehin schon vieles erledigen: auf das eigene Smartphone", sagt Niedersachsens Finanzminister Gerald Heere (Grüne). Wer mit den bereits automatisch bereitgestellten Daten einverstanden sei, könne seine Steuererklärung künftig innerhalb weniger Minuten per App absenden.
Kritik von Lohnsteuervereinen
Doch es gibt auch Kritik am neuen Verfahren - etwa von Lohnsteuerhilfevereinen. Sie warnen, dass Nutzern finanzielle Nachteile entstehen könnten, da die App sie möglicherweise nicht ausreichend auf mögliche Steuereinsparmöglichkeiten hinweist.

