Finanzen

US-Marktbericht: Wall Street schließt höher, da Bessent auf baldiges US-Iran-Abkommen zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus hindeutet

Ein überraschender Wendepunkt an den globalen Finanzmärkten sorgt für Aufsehen – erfahren Sie, was die Börsen jetzt antreibt.
04.08.2026 22:29
Aktualisiert: 04.08.2026 22:29
Lesezeit: 3 min
US-Marktbericht: Wall Street schließt höher, da Bessent auf baldiges US-Iran-Abkommen zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus hindeutet
Die US-Börsen spielen eine Schlüsselrolle für die weltweite Kapitalallokation. (Foto: Alexey_Fedoren/iStock) Foto: Alexey_Fedoren/iStock

Rekordrallye an der Wall Street

Die Wall Street verzeichnete am Dienstag kräftige Gewinne: Alle drei großen Indizes schlossen deutlich im Plus, angeführt vom S&P 500, der sein erstes Allzeithoch seit zwei Monaten markierte.

Neuer Optimismus über eine potenzielle geopolitische Entspannung und fulminante Tech-Quartalszahlen verwandelten die Gewinne des frühen Handels bis zum Glockenschlag in eine ausgewachsene Marktrallye.

Der S&P 500 stieg zur Eröffnung um 0,5 Prozent auf 7.638 Punkte, während der Dow Jones Industrial Average um 780 Punkte oder 1,5 Prozent auf 53.955 Zähler zulegte und der Nasdaq Composite um 0,9 Prozent auf 26.144 Punkte kletterte.

Bis zum Ende des Handelstages legte der S&P um 1,79 Prozent auf 7.736,52 Punkte zu, der Dow stieg um 1,71 Prozent auf 54.085,88 Punkte – ein neues Allzeithoch auf Schlusskursbasis –, während der Nasdaq ein Plus von 2,59 Prozent auf 26.584,99 Zähler verbuchen konnte.

Hoffnung auf geopolitische Entspannung drückt Ölpreis

Die Preise für Rohöl der Sorte Brent fielen im Tagesverlauf, bewegten sich zwischen 79 und 80 US-Dollar pro Barrel und erreichten den niedrigsten Stand seit fast vier Wochen.

Der Preisverfall wurde von US-Finanzminister Scott Bessent ausgelöst, der im Tagesverlauf erklärt hatte, dass die USA und der Iran eine Einigung erzielen könnten.

Da eine Einigung zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus – und damit zur Wiederherstellung der freien Schifffahrt für Handelsschiffe – bereits für Dienstag oder Mittwoch im Bereich des Möglichen lag, rutschte der Ölpreis ab.

Wie bereits von The Business Post berichtet, gaben jedoch sowohl Katar als auch Bessent zu bedenken, dass noch keine feste Vereinbarung vorliege und der Iran bisher keine Signale für Fortschritte bezüglich der Straße von Hormus gesendet habe.

„Wir befinden uns in Gesprächen mit den Iranern, und ich denke, es besteht die Möglichkeit, dass wir heute oder morgen eine Einigung zur Öffnung der Meerenge erzielen“, sagte Bessent am Dienstag gegenüber CNBC.

Auf die Frage, ob eine Gebühr für den Schiffsverkehr erhoben werde, antwortete er: „Ich denke, es wird freie Durchfahrt geben.“

Tech-Giganten treiben die Marktgewinne an

Der US-Technologieriese Cisco Systems trieb die Gewinne im Dow Jones maßgeblich an und legte bis zum Handelsschluss um 5,08 Prozent zu.

Der Tech-Riese verzeichnet ein starkes Wachstum, das durch die steigende Nachfrage nach KI-Netzwerk-Hardware angetrieben wird. Der Analystenkonsens lautet weiterhin „Moderate Buy“ (Moderat Kaufen), während jüngste Kurszielanhebungen das wachsende Vertrauen in die künftige Performance des Unternehmens widerspiegeln.

Im S&P 500 war unterdessen Palantir Technologies der größte Gewinntreiber und schoss bis zum Handelsschluss um 29,45 Prozent nach oben. Das Softwareunternehmen hatte bereits am Montag seinen Ausblick für das Gesamtjahr aufgrund der starken Nachfrage in den USA angehoben. Das Unternehmen erwartet nun einen Jahresumsatz von mindestens 8,15 Milliarden US-Dollar (7,08 Milliarden Euro), wobei auf das kommerzielle US-Geschäft 3,4 Milliarden US-Dollar (2,95 Milliarden Euro) entfallen sollen.

Das Unternehmen wies für das zweite Quartal einen Nettogewinn von 1,06 Milliarden US-Dollar (921 Millionen Euro) aus, während der US-Umsatz im gleichen Zeitraum um 23 Prozent auf 1,57 Milliarden US-Dollar (1,36 Milliarden Euro) stieg.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen KI-Aktien: Investoren suchen jetzt Gewinner in China und kaufen diese Werte
25.08.2026

Mit dem chinesischen Aktienmarkt sind mehrere Risiken verbunden. Doch zwei Schwergewichte unter den Investoren sehen in Chinas...

DWN
Finanzen
Finanzen Eli Lilly, Novo Nordisk & Co.: Superpillen werden die Wirtschaft verändern - doch wer verdient daran?
25.08.2026

Medikamente zur Gewichtsregulierung gelten als einer der größten Wachstumsmärkte der kommenden Jahrzehnte. GLP-1-Präparate könnten...

DWN
Immobilien
Immobilien Steuerfalle Immobilienerbe: Entscheidend ist der Todestag
25.08.2026

Der Umzug war vorgesehen, die Wohnung sollte bald zum gemeinsamen Zuhause werden. Doch dann starb der Eigentümer unerwartet. Seine Witwe...

DWN
Technologie
Technologie Elon Musk und die KI: Wer regiert bald die Welt?
25.08.2026

Elon Musk warnt vor KI, Bürgerkrieg und dem Aufstieg neuer Supermächte – doch zugleich verkörpert er selbst die beispiellose Macht der...

DWN
Finanzen
Finanzen Deutz-Aktie: Analysten sehen noch viel Luft nach oben
25.08.2026

Die Deutz-Aktie springt auf ein Dreimonatshoch – und zwei Analysten sehen noch deutlich mehr Potenzial. Die geplante FFG-Übernahme...

DWN
Politik
Politik Schuldenberg: Verliert Deutschland seine Kreditwürdigkeit?
25.08.2026

Die deutsche Wirtschaft bleibt trotz aller Krisen robust und wächst im dritten Quartal in Folge. Doch auch die Schulden wachsen - und...

DWN
Politik
Politik Übergewinnsteuer spaltet die Bundesregierung
25.08.2026

Hohe Spritpreise und steigende Gewinne der Ölkonzerne bringen die Übergewinnsteuer zurück auf die politische Bühne. Finanzminister Lars...

DWN
Politik
Politik Seltene Erden: Chinas perfekte Waffe, die diese drei Unternehmen brechen wollen
25.08.2026

China kann mit seltenen Erden ganze Industrien weltweit antreiben oder ausbremsen. Vielleicht beschleunigt Peking mit diesem geopolitischen...