Zinssorgen belasten die Wall Street
Die Händler an der Wall Street haben die kurzfristigen Renditen kräftig nach oben getrieben, nachdem der Vorsitzende der US-Notenbank Federal Reserve, Kevin Warsh, versprochen hatte, die Inflation wieder auf den Zielwert zu bringen, was die Wetten auf eine Zinserhöhung anheizte.
In seiner ersten großen Rede seit der Übernahme des Notenbankvorsitzes beruhigte Warsh die Anleger, die nach den jüngsten Turbulenzen am Markt für US-Staatsanleihen ein entschlossenes Vorgehen gegen den Preisdruck gefordert hatten. Die Rendite zweijähriger Staatsanleihen kletterte um 12 Basispunkte auf 4,35 Prozent.
Der S&P 500 gab anfängliche Gewinne wieder ab, da Chipwerte nachgaben.
Turbulenzen bei PayPal und Eli Lilly
Die Aktien von PayPal brachen ein, nachdem bekannt wurde, dass Stripe keine Übernahme des konkurrierenden Zahlungsdienstleisters anstrebt. Das Papier beendete den Tag mit einem Minus von 12,71 Prozent.
Mounjaro, das erfolgreiche Diabetes-Medikament von Eli Lilly, erhielt die US-Zulassung zur Verringerung des Risikos schwerwiegender Herz-Kreislauf-Probleme. Dies erweitert das Einsatzgebiet des Medikaments über die reine Regulierung des Blutzuckerspiegels hinaus und stärkt seine Position im zunehmend umkämpften Markt für GLP-1-Präparate. Die Aktie des Pharmakonzerns gab geringfügig um 0,13 Prozent nach.
Wochenbilanz bleibt trotz Freitagsverlusten positiv
Der S&P 500 gab am Freitag nach, verbuchte jedoch auf Wochensicht ein Plus, nachdem Warsh eine gewisse Besorgnis über die aktuelle Entwicklung der Inflation geäußert hatte.
Der Leitindex verlor 0,25 Prozent, während der Nasdaq Composite um 0,52 Prozent nachgab – belastet von Verlusten bei Halbleiterwerten wie Nvidia und Intel.
Auf Wochensicht legte der S&P 500 um 0,5 Prozent zu, während der Nasdaq um 0,9 Prozent gewann.
