Finanzen

US-Marktbericht: Ölpreis steigt nach erneuten Feindseligkeiten zwischen USA und Iran

Geopolitische Spannungen und Zinsängste rütteln die Märkte auf – welche Aktien jetzt dennoch zulegen können.
31.08.2026 22:40
Lesezeit: 2 min
US-Marktbericht: Ölpreis steigt nach erneuten Feindseligkeiten zwischen USA und Iran
Bewegung an den US-Börsen prägt die Stimmung an den internationalen Finanzmärkten. (Foto: Domingo Saez Romero/iStock) Foto: Domingo Saez Romero/iStock

Ölpreisrally und Zinsängste belasten die Wall Street

Alle drei großen US-Indizes schlossen am Montag im Minus, da erneute Feindseligkeiten in der Straße von Hormus die Ölpreise in die Höhe trieben und die Anleger die Aussicht auf eine Zinserhöhung abwägten. Der technologielastige Nasdaq verlor 0,12 Prozent und schloss bei 26.370,89 Punkten, während der breit gefasste S&P 500 um 0,33 Prozent auf 7.686,14 Zähler fiel. Der Dow Jones Industrial Average gab um 0,7 Prozent auf 53.185,90 Punkte nach.

Der Preis für Rohöl der Sorte Brent stieg am Montag um fast 3 Prozent und notierte im späten Handel bei rund 90,49 US-Dollar pro Barrel, nachdem die USA und der Iran am Sonntag erstmals seit rund einem Monat wieder Schläge ausgetauscht hatten.

Die gestiegenen Ölpreise haben die Inflationssorgen weiter geschürt, wobei die Geldmärkte eine Zinserhöhung im September nun mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 60 Prozent einpreisen. In der vergangenen Woche schlug Kevin Warsh, der Vorsitzende der Federal Reserve, einen falkenhaften Ton an, als er in seiner Grundsatzrede auf dem Jackson-Hole-Symposium die Inflationsziele bekräftigte.

Die Renditen von US-Staatsanleihen stiegen am Montag parallel zu den Ölpreisen. Die Rendite 10-jähriger Anleihen stieg um 0,047 Basispunkte und schloss bei 4,764 Prozent, während die 30-jährige Staatsanleihe um 0,048 Basispunkte auf 5,254 Prozent kletterte.

Tech-Werte im Minus, Energiesektor profitiert

Software- und IT-Dienstleistungen trugen am Montag die Hauptlast der Verluste, wobei Alphabet und Microsoft um 1,22 Prozent bzw. 2,18 Prozent nachgaben. Apple verlor 0,89 Prozent nach einem Bericht von Bloomberg, wonach der Leiter des App-Stores und der Produktpräsentationen des Unternehmens eine neue Rolle übernehmen wird. Der Bericht erscheint einen Tag bevor John Ternus die Nachfolge von Tim Cook als CEO von Apple antritt.

Meta verlor ebenfalls 0,98 Prozent, während die Aktien von Amazon um 2,5 Prozent nachgaben, nachdem das Wall Street Journal berichtet hatte, dass die Federal Trade Commission eine Klage plant, in der dem E-Commerce-Riesen vorgeworfen wird, Werbekunden getäuscht zu haben.

Andernorts verzeichneten Halbleiterhersteller leichte Gewinne, wobei Intel um 0,05 Prozent zulegte, während Nvidia um 1,36 Prozent kletterte. Der Anstieg der Ölpreise ließ auch Energieunternehmen zulegen. Chevron sprang um 2,14 Prozent nach oben, während Exxon Mobil und Occidental Petroleum rund 2,71 Prozent bzw. 1,84 Prozent hinzugewannen.

Positive Monatsbilanz trotz Verlusten zum Wochenstart

Während die US-Aktien am Montag nachgaben, verbuchte jeder der wichtigsten Indizes im August ein Monatsplus.

Der Nasdaq und der S&P 500 legten im Monatsverlauf um rund 2 Prozent beziehungsweise 3 Prozent zu. Der Dow gewann im gleichen Zeitraum 1 Prozent hinzu und verzeichnete damit den fünften Monatsgewinn in Folge. Angeführt wurden die Zuwächse in diesem Zeitraum vom Technologiesektor, wobei Aktien aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz wie Nvidia und Micron Technology um rund 9 Prozent beziehungsweise 15 Prozent zulegten.

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