Wirtschaft

Inflation zieht 2027 wieder an

Die Hoffnung auf eine dauerhafte Entspannung bei den Preisen schwindet. Das Ifo-Institut erwartet, dass die Inflation 2027 wieder auf 3 Prozent steigt – vor allem wegen der Energiepreise.
01.09.2026 10:33
Lesezeit: 1 min
Inflation zieht 2027 wieder an
Es wird immer teurer: Das Ifo-Institut erwartet 2027 eine Inflationsrate von 3,0 Prozent. (Bild: dpa)

Ifo erwartet vorübergehend weniger Preisdruck

Das Ifo-Institut erwartet vorübergehend weniger Preisdruck in Deutschland, sieht aber keine nachhaltige Entspannung bei der Inflation. Im August planten nach Angaben des Münchner Wirtschaftsforschungsinstituts zwar etwas weniger Firmen, ihre Preise zu erhöhen – etwa in der Industrie und im Handel. Die Ifo-Preiserwartungen sanken auf 21,2 Punkte, von 21,6 im Juli. "Dies deutet auf einen leicht nachlassenden Preisdruck über die nächsten drei Monate hin", schrieb das Ifo.

Insgesamt dürfte die Teuerung in den kommenden Monaten aber hoch bleiben. Dieses Jahr werde die Inflationsrate voraussichtlich bei 2,8 Prozent liegen und 2027 auf 3,0 Prozent steigen, prognostiziert das Ifo.

Energiepreise treiben Inflation

So seien die Rohölpreise und vor allem die Marktpreise für Erdgas und Strom seit Anfang August wieder deutlich gestiegen. "Je länger der Krieg im Nahen Osten anhält und die Energiepreise hoch bleiben, desto stärker dürften mittelfristig auch die Verbraucherpreise für Nahrungsmittel, Dienstleistungen und Waren steigen, da die Unternehmen die gestiegenen Kosten mit Verzögerung weitergeben", sagt Ifo-Forscherin Tiphaine Wibault.

Im August hatten steigende Preise für Heizen und Tanken die Inflationsrate in Deutschland auf 2,9 Prozent getrieben, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitgeteilt hatte. Noch kräftiger zogen die Verbraucherpreise zuletzt Ende 2023 an.

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