Panorama

DWN-Podcast Folge 42: Die Woche im Rückblick – KW 37

Unser neuer Podcast ist da: Die ganze Woche in wenigen Minuten. Der DWN-Wochenrückblick bringt die Themen, die zählen – eingeordnet, nicht nur aufgezählt.
11.09.2026 12:15
Lesezeit: 6 min
DWN-Podcast Folge 42: Die Woche im Rückblick – KW 37
DWN-Wochenrückblick Podcast KW 37 Folge 42 2026. (Bild: DWN)

Europas Wohlstand steht stärker unter Druck, als es lange den Anschein hatte. Kaufkraftverluste, wachsende Bürokratie, ein schwächelnder Wirtschaftsstandort und geopolitische Machtverschiebungen greifen inzwischen direkt ineinander. Was davon ist vorübergehende Unruhe und wo zeichnen sich strukturelle Risiken ab?

In dieser Podcast-Folge ordnen wir die wichtigsten Entwicklungen ein, erklären ihre wirtschaftlichen Folgen und zeigen, welche Entscheidungen hinter den Schlagzeilen für Deutschland und Europa wirklich relevant werden.

Die Themen im Überblick

1. Auswandern nach Norwegen: Ohne Rückfahrkarte

Der 61-jährige Peter Grunewald berichtet von seiner Auswanderung nach Norwegen und warnt vor einer unvorbereiteten Ausreise ohne ausreichende finanzielle Reserven und Anpassungsbereitschaft. Autorin Nicole Oppelt ergänzt den Erfahrungsbericht durch Daten zu Lebenshaltungskosten und den Besonderheiten des dortigen Arbeitsmarktes.

2. Brüssel hat ein neues Rezept

Die Europäische Kommission plant eine Reform des Vergaberechts, bei der der reine Angebotspreis zugunsten von grünen, sozialen und geopolitischen Kriterien an Bedeutung verlieren soll. Autorin Simona Toplak legt dar, wie zusätzliche bürokratische Vorgaben die öffentliche Beschaffung verteuern und den Wettbewerb weiter schwächen könnten.

3. Dexit: Was von Europa ohne Deutschland bliebe

Eine Analyse von Simona Toplak untersucht die massiven wirtschaftlichen und geopolitischen Schocks eines potenziellen Austritts Deutschlands aus EU, Euro und Schengen. Neben einem BIP-Verlust von rund 700 Milliarden Euro in den ersten fünf Jahren stünden auch offenstehende Target-2-Forderungen der Bundesbank in Höhe von einer Billion Euro auf dem Spiel.

4. 37 Jahre alt und rund 15 Milliarden Euro schwer

Der ehemalige EZB-Präsident Mario Draghi und der Tech-Milliardär Patrick Collison haben die „Rhine Group“ ins Leben gerufen, um dem Verblassen des europäischen Wachstumsmodells entgegenzuwirken. Autorin Louise With beleuchtet sowohl die Dringlichkeit der Initiative als auch die Skepsis in Brüssel gegenüber privaten Alleingängen und potenziellen Interessenskonflikten.

5. Neueste Gespräche zwischen USA und Russland irritieren Europa

Ein vertraulicher Moskau-Besuch von CIA-Direktor John Ratcliffe sowie die US-Einladung des russischen Finanzministers Anton Siluanow zum G20-Treffen haben bei den europäischen Verbündeten Besorgnis ausgelöst. Autorin Irtautė Gutauskaitė-Stanislovaitė berichtet über die Hintergründe dieser Kontakte vor dem Hintergrund zunehmender hybrider Kriegshandlungen.

6. Aufregung in Russland: Putin lässt wählen

Korrespondent Flemming Splidsboel analysiert die Bevorstehenden Duma-Wahlen in Russland, bei denen die Machthaber trotz strikter Kontrolle der Opposition unter wachsendem gesellschaftlichen Druck stehen. Umfragen belegen eine gestiegene Anspannung in der Bevölkerung aufgrund der praktischen Alltagsfolgen des Ukraine-Krieges.

7. Neura: Roboter-Attacke aus Schwaben

Das Metzinger Start-up Neura Robotics hat eine Finanzierungsrunde von bis zu 1,4 Milliarden US-Dollar angekündigt, um kognitive und humanoide Roboter auf Basis von „Physical AI“ zu entwickeln. Autor Maximilian Modler zeigt auf, wie das Unternehmen in Partnerschaft mit Tech-Konzernen wie Amazon und Nvidia dem drängenden Fachkräftemangel begegnen möchte.

Warum diese Woche so entscheidend war

Was kostet Europa seine politische und wirtschaftliche Unabhängigkeit – und wer bestimmt künftig die Richtung? Diese Woche reichen die Antworten von neuen EU-Vergaberegeln über die milliardenschweren Folgen eines möglichen Dexit bis zu geheimen Gesprächen zwischen Washington und Moskau. Gleichzeitig zeigt der Blick nach Norwegen, warum Auswandern für viele Deutsche längst mehr ist als ein Gedankenspiel. Und während Russland vor wichtigen Duma-Wahlen steht, entscheidet sich auch in Europa, ob genügend Kapital für die Technologien von morgen mobilisiert wird.

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Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

 

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Nicole Oppelt

Nicole Oppelt ist seit dem 1. April 2007 im Unternehmen. Zunächst als Lektorin und Journalistin im Haus tätig, wechselte sie im Frühjahr 2017 auf die Position der Leitung des Leserservices. In dieser Funktion kümmert sie sich seither um alle Belange rund um die DWN – vom Abo-Management bis hin zu inhaltlichen Fragen der Leser. Sie ist außerdem weiterhin als Journalistin tätig. Ihr Fokus liegt seit mehr als 20 Jahren auf dem Resort Kultur. Seit mehr als zehn Jahren widmet sie sich außerdem dem Schwerpunkt Medizinjournalismus. Nicole Oppelt hat Germanistik und BWL studiert und besitzt einen Magisterabschluss.
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