Landtagswahl: AfD nur noch zwei Punkte vor SPD
Nur wenige Tage vor der Landtagswahl deutet sich ein echter Wahlkrimi in Mecklenburg-Vorpommern an. In der aktuellsten Insa-Umfrage für „Bild“ kann sich die AfD zwar als stärkste Kraft behaupten, büßt jedoch ihren Vorsprung vor der SPD weiter ein.
In der Erhebung kann die AfD einen Punkt hinzugewinnen und kommt nun auf 37 Prozent. Die SPD unter Ministerpräsidentin Manuela Schwesig kann zwei Punkte zulegen und erreicht damit 35 Prozent.
In einer Insa-Umfrage für den „Nordkurier“ aus dem März lag die AfD noch acht Prozentpunkte vorn (AfD: 34 Prozent, SPD: 26 Prozent). Binnen weniger Monate konnte Schwesigs Partei also fast zehn Prozentpunkte zulegen. Wahlumfragen bilden allerdings lediglich die Stimmung zum Zeitpunkt der Befragung ab.
CDU bleibt bei sieben Prozent
Die mit der SPD regierende Linke verliert einen Punkt und kommt auf zehn Prozent. Die oppositionelle CDU bleibt unverändert und erreicht weiterhin sieben Prozent. Auch die Grünen liegen weiterhin bei fünf Prozent und könnten damit den Wiedereinzug in den Schweriner Landtag knapp schaffen. Mit drei Prozent würde das BSW den Einzug hingegen klar verpassen.
Die Umfragewerte im Überblick
- AfD: 37 Prozent (+1 Punkt)
- SPD: 35 Prozent (+2 Punkte)
- Linke: 10 Prozent (-1 Punkt)
- CDU: 7 Prozent (+/-0)
- Grüne: 5 Prozent (+/-0)
- BSW: 3 Prozent (-1 Punkt)
Für eine AfD-Alleinregierung würde es der Umfrage zufolge nicht reichen. Auch das aktuelle Bündnis aus SPD und Linke hätte keine Mehrheit mehr. Sollten die Grünen den Einzug in den Schweriner Landtag schaffen, wäre eine rot-rot-grüne Koalition möglich. Abseits der AfD würde es für andere Koalitionen nicht reichen , weil die CDU auch Bündnisse mit der Linkspartei ausschließt.
Mecklenburg-Vorpommern wird seit 2021 von einem Bündnis aus SPD und Linken regiert.
Für die aktuelle Umfrage befragte Insa insgesamt 1000 Personen zwischen dem 8. und 15. September.
