Finanzen

Einkommensausfall: Viele Deutsche haben kaum finanzielle Reserven

Eine kaputte Waschmaschine, eine Autoreparatur: Für 37 Prozent wären unerwartete 3.000 Euro ein echtes Problem. Besonders junge Erwachsene sind in Deutschland finanziell schlecht aufgestellt.
28.10.2026 14:03
Lesezeit: 1 min
Einkommensausfall: Viele Deutsche haben kaum finanzielle Reserven
Umfrage im Auftrag der Debeka-Versicherung: Menschen in Deutschland sparen zuerst am eigenen Konsum. (Foto: dpa) Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Einkommensausfall: Viele Deutsche haben kaum finanzielle Reserven

Wenn das regelmäßige Haushaltseinkommen wegfällt, reichen die finanziellen Reserven vieler Menschen in Deutschland nur wenige Wochen.

Laut einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Debeka-Versicherung können nur 51 Prozent der erwachsenen Bürger mindestens drei Monate lang ihre laufenden Ausgaben decken. 22 Prozent halten nur einen Monat lang durch, während ein knappes Viertel (23 Prozent) auch ein halbes Jahr überbrücken könnte. Rentner wurden bei dieser Fragestellung nicht berücksichtigt.

Problem: Unerwartete Ausgabe von 3.000 Euro

Auch einzelne Rechnungen überforderten viele Haushalte, heißt es in den Ergebnissen. Eine unerwartete Ausgabe von 3.000 Euro könnten 37 Prozent der Befragten nach eigener Einschätzung nicht kurzfristig bezahlen, ohne in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten. Vor allem jüngere Menschen im Alter zwischen 18 und 29 Jahren sehen sich dazu nicht in der Lage.

Unter finanziellem Druck reagieren die meisten Menschen zuerst mit Sparen am eigenen Konsum: 54 Prozent nennen das Reduzieren von Ausgaben als Maßnahme. Die langfristige Absicherung bleibe hingegen weitgehend unangetastet. Nur 14 Prozent würden bei einer größeren finanziellen Belastung ihre Sparbeiträge oder ihre Vorsorge reduzieren.

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