Finanzen

Euro-Clearing: Deutsche Börse baut Konkurrenz zu London auf

Lesezeit: 1 min
09.10.2017 17:06
Die Deutsche Börse will Banken, die die Euro-Zahlungsabwicklung in Frankfurt ansiedeln, Konzessionen machen.
Euro-Clearing: Deutsche Börse baut Konkurrenz zu London auf

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

+++Werbung+++

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..

Die Deutsche Börse buhlt im Ringen um die Abwicklung von Euro-Zahlungsabwicklungen, sogenanntes Euro-Clearing, um die Gunst der Banken. Die zehn aktivsten Kunden sollen am wirtschaftlichen Erfolg des Dax-Konzerns bei der Abwicklung der Zinsswaps beteiligt werden, wie der Frankfurter Börsenbetreiber am Montag mitteilte. Bisher wird der Großteil der Geschäfte, mit denen sich Unternehmen gegen Zinsänderungsrisiken absichern, in London abgewickelt. Die Deutsche Börse hofft, im Zuge des Brexit einen bedeutenden Teil des billionenschweren Derivate-Marktes abzuwerben.

Neben einer Erfolgsbeteiligung sollen die zehn aktivsten Teilnehmer des Partnerschaftsprogramms in die Gremien der zuständigen Deutsche-Börse-Tochter Eurex Clearing eingebunden werden. Bank of America Merrill Lynch, Citigroup, Commerzbank, Deutsche Bank, J.P. Morgan und Morgan Stanley hätten Interesse an einer Teilnahme an dem Programm gezeigt, erklärte die Börse. Die Registrierung für das Programm starte am Dienstag.

Die EU-Kommission hatte im Juni einen Gesetzentwurf vorgestellt, wonach Derivate-Geschäfte in Euro künftig in der EU abgewickelt werden müssen, wenn das Clearing-Haus systemrelevant ist, also eine Schlüsselrolle für das Finanzsystem spielt. Clearing-Häuser stehen im Handel zwischen Käufer und Verkäufer und springen ein, wenn einer der Handelspartner ausfällt. Damit sorgen sie für Transparenz und Sicherheit des Finanzsystems.

Den Großteil aller in Euro gehandelten Zinsswaps wickelt derzeit die LCH ab, eine Tochter der Londoner Börse LSE. Sie ist mit einer Tochter auch in Paris vertreten.

Inhalt wird nicht angezeigt, da Sie keine externen Cookies akzeptiert haben. Ändern..


Mehr zum Thema:  

DWN
Ratgeber
Ratgeber Bestens geplant: Einkommensvorsorge für Beamte

Die neue Allianz Einkommensvorsorge schützt Beamte und alle, die es werden wollen, vor den finanziellen Risiken einer Berufs- oder...

DWN
Deutschland
Deutschland Banken und Sparkassen vereinheitlichen ihre Online-Bezahlverfahren

Kunden deutscher Banken sollen es beim Shoppen im Internet künftig einfacher haben. Die heimische Kreditwirtschaft verzahnt ihre...

DWN
Politik
Politik Der „Great Reset“ ist keine Verschwörungstheorie, sondern eine Realität

Der „Great Reset“ wird in der Öffentlichkeit als Verschwörungstheorie abgetan. Doch das stimmt nicht. Es handelt sich dabei um eine...

DWN
Deutschland
Deutschland Nationale Maritime Konferenz: Der deutsche Schiffbau steckt in einer Jahrhundert-Krise

Der Schiffbau steckt in der Krise. Die Corona-Pandemie hat die Werften schwer getroffen. Aber es gibt noch ein anderes Problem, für das...

DWN
Finanzen
Finanzen Alzheimer: So bewahren Sie Freiheit, Finanzen und Lebensqualität trotz Diagnose

Betroffene und Angehörige reagieren zuerst geschockt auf die Diagnose von Alzheimer oder anderen Demenzerkrankungen. Doch gerade in diesen...

DWN
Deutschland
Deutschland BGH schließt Gesetzeslücke für klagende Wohnungseigentümer

Zahlreiche Wohnungsbesitzer in Rechtsstreitigkeiten können aufatmen. Trotz einer Gesetzesreform können sie erstmal im Alleingang Prozesse...

DWN
Deutschland
Deutschland Einmalige Vermögensabgabe durch Super-Reiche könnte dem Bund 310 Milliarden Euro bescheren

Durch eine einmalige Vermögensabgabe durch Multimillionäre in Deutschland könnte der Bund 310 Milliarden Euro einnehmen, um die...

DWN
Politik
Politik Der Kalte Krieg hat niemals aufgehört: Die USA setzen ihre Interventionspolitik unbeirrt fort

Trotz des Zusammenbruchs der Sowjetunion erließen die USA vor über 20 Jahren die Doktrin der "Überlegenheit auf allen Ebenen". Sie gilt...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Nanotechnologie: US-Unternehmen Techniplas soll Kerngeschäft von Nanogate übernehmen

Nachdem die Saarbrücker Nanotechnologiefirma Nanogate Insolvenz angemeldet hat, will das Unternehmen nun wesentliche Teile seines...