Politik

Minister der Bundesregierung wollen Gehälter nicht für Corona-Kranke spenden

Die Minister der Bundesregierung wollen ihre Gehälter nicht einmalig an Organisationen spenden, die das Corona-Virus bekämpfen und sich für Corona-Kranke einsetzen. Damit folgen sie nicht dem Beispiel der Österreicher.
22.04.2020 01:14
Aktualisiert: 22.04.2020 01:14
Lesezeit: 1 min

In Österreich haben Bundeskanzler Sebastian Kurz und seine Minister ihre Gehälter aufgrund der Corona-Krise gespendet.

Die dpa hatte im Zusammenhang mit Österreich berichtet: “Die Mitglieder der österreichischen Bundesregierung werden als Reaktion auf die Corona-Krise jeweils ein Netto-Monatsgehalt an eine ausgewählte Organisation spenden. Das teilten Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) am Montag der österreichischen Nachrichtenagentur APA mit. Details sollen demnach in den kommenden Tagen geklärt werden. Die Spende solle ein ,Zeichen des Zusammenhalts’ sein. ,Jede Ministerin, jeder Minister, die Staatssekretärin und der Staatssekretär werden wohlüberlegt jeweils ein Nettogehalt an Organisationen spenden, die wiederum ihren so wichtigen Anteil daran haben, dass wir gemeinsam möglichst gut durch diese Krise kommen’, sagte Vizekanzler Kogler laut APA.”

Doch die Bundesregierung plant keine Spendenaktion ihrer Mitglieder zugunsten ausgewählter Organisationen in der Corona-Krise nach dem Beispiel der österreichischen Regierung. “Wir kommentieren die Ankündigung der österreichischen Regierung nicht”, teilte ein Regierungssprecher in Berlin am Dienstag auf Anfrage mit. “In der Bundesregierung gibt es derzeit kein solches Vorhaben”, ergänzte er.

Die Bild hatte dieses Thema ebenfalls unter dem Titel “GroKo-Minister wollen nicht auf Gehalt verzichten” aufgegriffen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Kennzeichnung im Produktionstempo: Wie Brady die Industrie neu taktet

Produktionslinien laufen schneller denn je, doch die Rückverfolgbarkeit hinkt oft hinterher. Brady setzt genau hier an und zeigt, wie sich...

DWN
Politik
Politik Alarmstufe Rot im Klassenzimmer: Gewalt gegen Lehrkräfte erreicht Höchststand
13.04.2026

Der Schulalltag in Deutschland wird zunehmend von Aggression überschattet: Neue Zahlen belegen eine drastische Zunahme von...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Europas Wirtschaft steuert auf Stagflation zu: Energiepreise belasten Wachstum
13.04.2026

Die EU steht angesichts steigender Energiepreise und wachsender geopolitischer Risiken vor einer wirtschaftlichen Belastungsprobe mit...

DWN
Finanzen
Finanzen Globale Staatsverschuldung auf Rekordniveau: Was Anleger jetzt wissen sollten
12.04.2026

Die globale Verschuldung nimmt weiter zu und übertrifft zunehmend das Wachstum der Weltwirtschaft, während steigende Zinsen die...

DWN
Panorama
Panorama A leader is a dealer in hope: Warum wir Führung heute neu denken müssen
12.04.2026

Leadership gilt als moralischer Kompass unserer Zeit: empathisch, inklusiv, kontrolliert. Doch passt dieses Ideal zur Realität...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Arbeitsverträge als Risiko: So vermeiden Unternehmen teure Fehler
12.04.2026

Arbeitsverträge gelten in vielen Unternehmen als Formalität, doch fehlerhafte oder veraltete Vereinbarungen können schnell rechtliche...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Geely Cityray im Test: Was stimmt eigentlich nicht mit dem günstigen Chinesen?
12.04.2026

Der Geely Cityray gehört zu den vernünftigsten Familien-SUV auf dem Markt. Für einen Preis von 27.000 Euro, der eher dem Segment...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Europas Rüstungsprojekte unter Druck: Milliardeninvestitionen geraten ins Stocken
12.04.2026

Europa investiert Milliarden in neue Verteidigungssysteme, doch zentrale Projekte geraten durch Konflikte, Verzögerungen und steigende...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Spritpreis-Prämie als Direktzahlung geplant? Bundesregierung prüft Entlastung für Autofahrer
12.04.2026

Die deutsche Regierung prüft neue Wege, um die hohen Kraftstoffpreise der Bürger auszugleichen und setzt möglicherweise mit einer...