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Corona-Ticker: Merkel will Kontaktbeschränkungen bis Ende Juni verlängern

Lesezeit: 6 min
26.05.2020 09:27  Aktualisiert: 26.05.2020 09:27
Lesen Sie die aktuellen Entwicklungen zur Corona-Pandemie im Liveticker.
Corona-Ticker: Merkel will Kontaktbeschränkungen bis Ende Juni verlängern
Ravensburg: Schüler und Schülerinnen sitzen während der Deutsch-Abitursprüfung mit dem vorgeschriebenen Abstand zueinander in der Sporthalle des Albert-Einstein-Gymnasiums vor ihren Prüfungsaufgaben. (Foto: dpa)

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16.34 Uhr - Die wegen der Corona-Krise verschobene Militärparade auf dem Roten Platz in Moskau wird nach den Worten von Präsident Wladimir Putin nun am 24. Juni stattfinden. Der Aufmarsch sollte eigentlich bereits am 9. Mai an den Sieg der Sowjetunion über Nazi-Deutschland und das Ende des Zweiten Weltkrieges vor 75 Jahren erinnern. Verteidigungsminister Sergej Schoigu sei angewiesen, bei den Vorbereitungen auf die Einhaltung höchster Sicherheitsstandards zu achten, sagt Putin in einer Fernsehansprache. Das Risiko für die Teilnehmer müsse minimal gehalten werden.

16.15 Uhr - Saudi-Arabien öffnet die Moscheen wieder für die Freitagsgebete. Die Gläubigen dürften die Gotteshäuser 20 Minuten vor den Gebeten betreten und müssten sie spätestens 20 Minuten danach verlassen, berichtet das staatliche Fernsehen unter Berufung auf das Ministerium für Islamische Angelegenheiten. Saudi-Arabien hatte zuletzt eine Lockerung der Corona-Beschränkungen angekündigt. Die Pilgerreise Hadsch, die Millionen Menschen aus aller Welt jedes Jahr absolvieren, darf vorerst aber weiter nicht stattfinden.

15.07 Uhr - Ungarn wird den Ausnahmezustand voraussichtlich am 20. Juni beenden, wie Justizministerin Judit Varga via Facebook mitteilt.

13.58 Uhr - Portugal und Großbritannien verhandeln Insidern zufolge über eine Luftbrücke für Touristen. Damit sollen britische Urlauber um eine Quarantäne nach ihrer Rückkehr aus den Ferien herumkommen, heißt es aus portugiesischen Kreisen. In Großbritannien gilt ab dem 8. Juni für alle Einreisenden - auch Briten - eine zweiwöchige Quarantäne. Britische Touristen gehören zu den Haupteinnahmequellen der portugiesischen Reisewirtschaft. 2019 kamen insgesamt mehr als 16 Millionen Urlauber nach Portugal, allein davon ein Fünftel aus Großbritannien. Das südeuropäische Land ist mit lediglich 1330 bestätigten Corona-Fällen deutlich weniger stark von der Pandemie betroffen als viele andere europäische Staaten.

13.36 Uhr - Chinas Präsident Xi Jinping kündigt wegen der Pandemie eine erhöhte Kampfbereitschaft des Militärs an. Die Coronavirus-Pandemie habe einen merklichen Einfluss auf die Sicherheit des Landes, sagt er dem staatlichen Fernsehen zufolge am Rand des jährlichen Volkskongresses. Die Erfolge Chinas im Kampf gegen den Krankheitserreger zeigten die Erfolge der Militärreform. Die Streitkräfte müssten zudem neue Wege für Übungen finden, solange das Virus sich ausbreite.

13.41 Uhr - Bayerns Ministerpräsident Markus Söder lehnt einen deutlichen Kurswechsel wie in Thüringen ab. "Wir halten das für ein fatales Signal", sagt der CSU-Chef. Bayern werde das nicht unterstützen. Im Freistaat seien die Zahlen zuletzt stabil gewesen. "Wir wollen diese Stabilität nicht gefährden." Für eine Entwarnung sei es zu früh. 13.33 Uhr - Die Coronakrise drückt auf den Außenhandel. "Im April ist der Containerumschlag auf den niedrigsten Wert seit drei Jahren gefallen", sagt Konjunkturchef Torsten Schmidt vom Essener RWI-Institut. Der vom RWI und dem Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) berechnete Nordrange-Index fällt um 2,8 auf 104,3 Punkte. Das Barometer gibt Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung im nördlichen Euro-Raum und in Deutschland. "Ein weiterer Rückgang ist wahrscheinlich, da immer noch viele Waren verladen werden, die vor der Corona-Pandemie geordert worden waren." Der gesamte RWI/ISL-Containerumschlag-Index sei saisonbereinigt im April von 110,4 auf 108,9 Zähler gesunken und liege damit um 6,5 Prozent unter dem Vorjahreswert.

13.16 Uhr - An der New Yorker Börse kehren nach der Corona-Zwangspause die ersten Händler auf das Parkett zurück. Zwar dürften nur ein Viertel der Börsianer in dem Gebäude mit der Adresse 11 Wall Street erscheinen, zudem müssten sie Gesichtsmasken tragen und Abstand halten, sagt Börsen-Vizechef John Tuttle. Dennoch sei es ein bedeutender Tag. "Der Handelsraum repräsentiert so viel mehr als nur die mehr als Tausend Quadratmeter Fläche. Er ist ein Symbol für Amerika, und er ist ein Symbol für die Kapitalmärkte. Er ist ein Symbol für die Wirtschaft, und nach zwei Monaten, in denen das Land und im Grundsatz die ganze Welt abgeschnitten war, wollen wir wieder vorangehen." Der Börsensaal war am 20. März geschlossen worden. Ungefähr 100 Händler und andere Mitarbeiter arbeiten nun wieder vor Ort, der Großteil der Börsianer erledigt seine Geschäfte dagegen weiterhin von Zuhause aus.

12.41 Uhr - Die weltweite Spendenkampagne zur Finanzierung der Entwicklung von Impfstoffen und Therapien gegen Covid-19 hat bisher 9,5 Milliarden Euro erbracht, wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen per Twitter mitteilt.

12.18 Uhr - Regierung und Wirtschaftsverbände wollen die Auswirkungen der Pandemie auf die duale Ausbildung in Deutschland gering halten. "Mit einer Prämie für Betriebe, die Auszubildende aus insolventen Betrieben übernehmen, setzen wir einen wichtigen Impuls, damit Jugendliche eine bereits begonnene Ausbildung auch in der Coronakrise erfolgreich zum Abschluss bringen können", sagt Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier.

12.00 Uhr - Mit Blick auf die Debatte über weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen sagt SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil dem Sender RTL laut Vorabbericht: "Manche Länderchefs erwecken den Eindruck, wir seien über den Berg und hätten das Coronavirus besiegt und alles sei gut. Das halte ich für eine sehr gefährliche Kommunikation." Es sei nicht sinnvoll, wenn die Länder sich gegenseitig überbieten. "Am Ende tragen wir alle eine Verantwortung – auch dafür, dass die Menschen in diesem Land gesund bleiben. Man darf dem Druck nicht nachgeben." Eine zweite Erkrankungswelle müsse verhindert werden, sagt Klingbeil. Daher gehe es darum, eine richtige Balance zu finden.

11.29 Uhr - Schweden sieht für eine Erholung der Wirtschaft mehr Chancen in einem funktionierenden EU-Binnenmarkt als in einem Wiederaufbaufonds. "Jeder Schritt, den wir unternehmen, muss mit einem vollständig funktionierenden Binnenmarkt für alle Waren kombiniert werden", sagt Finanzministerin Magdalena Andersson vor Journalisten. Schweden unterstütze eine Rolle der EU bei Hilfen zur Erholung der Wirtschaft. Doch die von Deutschland und Frankreich vorgeschlagene Summe von 500 Milliarden Euro sei "sehr hoch" und müsse diskutiert werden. Deutschland und Frankreich plädieren zusätzlich zum EU-Haushalt für einen Fonds über 500 Milliarden Euro, der Zuschüsse auszahlen soll.

11.18 Uhr - Nach einer hessischen Corona-Studie ist die Infektionsrate im Rhein-Main-Gebiet bisher gering. Bei 1000 Mitarbeitern des Chemiepark-Betreibers Infraserv Höchst wurde im April nur bei sechs Mitarbeitern eine Corona-Infektion nachgewiesen. Bei einem Mitarbeiter wurde mittels Nasen-Rachen-Abstrich eine akute und bei fünf Mitarbeitern per Antikörper-Test eine durchgemachte Infektion mit SARS-CoV-2 festgestellt. Vier der sechs positiv getesteten Teilnehmer wussten nichts von ihrer Infektion. "Unsere Ergebnisse sprechen für eine geringere Infektionsrate in der Bevölkerung im Rhein-Main-Gebiet", sagt Professor Sandra Ciesek vom Universitätsklinikum Frankfurt mit Blick auf Studien aus anderen Regionen wie zum Beispiel im Kreis Heinsberg.

11.09 Uhr - In Großbritannien sind mittlerweile mehr als 47.000 Menschen gestorben, die an Covid-19 erkrankt waren. Das nationale Statistikamt ONS teilt mit, dass bis zum 15. Mai in England und Wales 42.173 Menschen starben, bei denen der Verdacht auf die vom Coronavirus ausgelöste Atemwegserkrankung bestand. Zusammen mit früheren Daten aus Schottland und Nordirland sowie den jüngsten Angaben aus englischen Krankenhäusern ergeben sich insgesamt 47.343 Todesfälle.

10.47 Uhr - Spanien dringt auf einheitliche EU-Regeln für die Wiederöffnung der Grenzen. Die Reisefreiheit im Schengen-Raum müsse wieder eingeführt werden, sagt die spanische Außenministerin Arancha Gonzalez dem Hörfunksender Cadena Ser. "Wir müssen mit unseren europäischen Partnern gemeinsame Regeln festlegen, die es uns erlauben, die Freizügigkeit auf europäischem Gebiet wiederzuerlangen." Obwohl einzelne Staaten unterschiedliche Termine für die Öffnung ihrer Grenzen genannt hätten, müsse es gemeinsame Vorgaben im Schengen-Raum geben, um die Binnengrenzen zu öffnen und Bestimmungen für die Außengrenzen zu festzusetzen.

10.12 Uhr - In Russland sind 174 weitere Menschen gestorben, bei denen das Coronavirus nachgewiesen wurde. Das sind so viele innerhalb von 24 Stunden wie nie zuvor. Die Gesamtzahl der Todesopfer steigt damit nach Behördenangaben auf 3807. Zudem seien 8915 Neuinfektionen registriert worden. Damit haben sich bislang 362.342 Menschen in Russland nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt.

07.43 Uhr - Die Bundesregierung plant laut "Bild"-Zeitung eine Verlängerung der Kontaktbeschränkungen bis zum 29. Juni. Das Blatt beruft sich auf einen Entwurf, der von den Ländern noch abgesegnet werden muss. Danach sollen sich im öffentlichen Raum maximal zehn Menschen oder Angehörige zweier Hausstände treffen können. Die Zahl der Besucher in der eigenen Wohnung solle nicht mehr beschränkt werden, allerdings müssten genügend Platz zur Einhaltung der Abstandsregeln und ausreichend Frischluft zur Verfügung stehen. Ein Regierungssprecher sagt dazu: "Die Gespräche laufen noch. Wir wollen den Gesprächen nicht vorgreifen."

06.25 Uhr - Die Bundesregierung plant Medienberichten zufolge eine Aufhebung der Reisewarnung für 31 europäische Staaten ab dem 15. Juni, wenn die Entwicklung der Corona-Pandemie das zulasse. Neben den 26 Partnerländern Deutschlands in der Europäischen Union gehörten dazu Großbritannien, Island, Norwegen, die Schweiz und Liechtenstein. Dies berichten mehrere Medien unter Berufung auf eine Meldung der Nachrichtenagentur dpa, die auf einen Entwurf für ein Eckpunktepapier verweist, der möglicherweise am Mittwoch im Kabinett beschlossen werden solle.

06.00 Uhr - Der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Prof. Klaus Cichutek, sieht zwei weitere deutsche Impfstoff-Forschungsprojekte "nahe an der klinischen Prüfung". Vielversprechend sei ein Präparat der Firma CureVac aus Tübingen und ein Impfstoff des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung. In der RTL/ntv-Sendung "Frühstart" sagte Cichutek, er rechne damit, dass "in wenigen Wochen die nächste klinische Prüfung vom Paul-Ehrlich-Institut genehmigt werden kann". Bislang hat nur die Firma BioNTech aus Mainz eine Genehmigung erhalten. Das Paul-Ehrlich-Institut ist für die Zulassung von Impfstoffen in Deutschland zuständig.

04.51 Uhr - Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts für Infektionskrankheiten (RKI) um 432 auf 179.002. Binnen 24 Stunden sind 45 weitere Menschen an den Folgen der Virusinfektion gestorben. Die Gesamtzahl der Todesfälle in Deutschland beläuft sich damit laut RKI auf 8.302.

03.58 Uhr - China bestätigt sieben neue Coronavirus-Fälle binnen 24 Srunden. Alle Neuinfektionen seien auf Reisende aus Übersee zurückzuführen, es handele sich um sogenannte "importierte Fälle", teilt die chinesische Gesundheitskommission mit. Die Gesamtzahl der Fälle auf dem chinesischen Festland beläuft sich nach offiziellen Angaben auf 82.992. Die Zahl der Todesopfer bleibt unverändert bei 4634.

03.01 Uhr - Mexiko meldet 2485 Neuinfektionen und 239 weitere Todesfälle. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums erhöht sich damit die Gesamtzahl der Coronavirus-Fälle auf 71.105, die Zahl der an den Folgen der Lungenerkrankung verstorbenen Menschen steigt auf 7633. Eine am Montag veröffentlichte Analyse unabhängiger Forscher zeigt im Vergleich zum Vorjahr neben den offiziell bestätigten Coronavirus-Todesfällen einen Anstieg der Todesrate in Mexikos Hauptstadt. Gemäß der Studie könnte die festgestellte Übersterblichkeit in Höhe von 8072 Verstorbenen auf unentdeckte Coronavirus-Tode hinweisen. Das Gesundheitsministerium hatte zuvor eingeräumt, dass die tatsächliche Zahl der Todesopfer höher liege, aber aufgrund einer niedrigen Testrate schwer abzuschätzen sei.

01.04 Uhr - Brasilien verzeichnet nach Angaben des Gesundheitsministeriums erstmalig binnen 24 Stunden mehr Covid-19-Todesfälle als die USA. An den Folgen der Lungenkrankheit sind in Brasilien am Montag 807 Menschen gestorben, in den Vereinigten Staaten 620. Das lateinamerikanische Land verzeichnet nach offiziellen Angaben mit 374.898 Fällen weltweit den zweitgrößten Ausbruch des neuartigen Coronavirus, hinter den USA mit 1,637 Millionen Erkrankten. Die Gesamtzahl der Todesfälle in den USA liegt gemäß einer Zählung der Nachrichtenagentur Reuters bei 97.971, im Vergleich zu Brasilien mit 23.473.

00.51 Uhr - Die US-Regierung legt den Beginn der Einreisebeschränkungen für Nicht-US-Bürger aus Brasilien auf einen früheren Termin. Die Regelung trete nun ab dem 26. Mai 23.59 Uhr amerikanische Ostküstenzeit in Kraft und nicht erst ab dem 28. Mai, teilt das Weiße Haus mit. Brasilien zählt nach den USA weltweit die meisten Coronavirus-Fälle.


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