Politik

Australien: Zwei neue Tote nach AstraZeneca-Impfung, Behörden stellen Verbindung zwischen Tod und Impfstoff her

In Australien sind zwei Personen nach AstraZeneca-Impfungen verstorben. Die Regulierungsbehörde für therapeutische Mittel bestätigt eine Verbindung zwischen dem Tod der Menschen und den Impfungen mit AstraZeneca.
28.07.2021 19:21
Aktualisiert: 28.07.2021 19:21
Lesezeit: 2 min
Australien: Zwei neue Tote nach AstraZeneca-Impfung, Behörden stellen Verbindung zwischen Tod und Impfstoff her
Ein Mitarbeiter des Gesundheitswesens bereitet eine Dosis des Corona-Impfstoffs von AstraZeneca in einem Einkaufszentrum vor. (Foto: dpa) Foto: Sakchai Lalit

Die Regulierungsbehörde für therapeutische Mittel in Australien (Therapeutic Goods Administration) teilt mit, dass ein 44-jähriger Mann aus Tasmanien und eine 48-jährige Frau aus Viktoria an den Folgen der AstraZeneca-Impfung verstorben sind.

Die Gesundheitsministerin von Tasmanien, Katherine Morgan-Wicks, sagte „ABC News“ zufolge, dass Thrombozytopenie-Syndrome (TTS) als Immunantwort auf den AstraZeneca-Impfstoff auftreten. Sie sagte, dass Menschen sofort einen Arzt aufsuchen sollten, wenn sie Symptome wie „starke oder anhaltende Kopfschmerzen, verschwommenes Sehen, Verwirrtheit oder Krampfanfälle, Kurzatmigkeit, Brustschmerzen, Beinschwellungen oder anhaltende Bauchschmerzen“ entwickeln.

Ein norwegischer Arzt teilte im März 2021 mit, dass sein Team und er einen Zusammenhang zwischen der AstraZeneca-Impfung und den auftretenden Blutgerinnseln gefunden haben. „Er sagte, er sei sich sicher, den Zusammenhang zwischen der AstraZeneca-Impfung und den Thrombose-Vorfällen sowie inneren Blutungen gefunden zu haben“, so das Tagblatt (HIER).

EU ändert Handelsnamen von AstraZeneca wegen des schlechten Images

Aus der Webseite der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) geht hervor, dass der AstraZeneca-Impfstoff in Vaxzevria umbenannt wird. Der Handelsname des Vakzins wurde am 25. März 2021 geändert.

„Vaxzevria ist ein Impfstoff zur Vorbeugung der Coronavirus-Krankheit 2019 (COVID-19) bei Menschen ab 18 Jahren. COVID-19 wird durch das SARS-CoV-2-Virus verursacht. Vaxzevria besteht aus einem anderen Virus (aus der Adenovirus-Familie), das so modifiziert wurde, dass es das Gen zur Herstellung eines Proteins aus SARS-CoV-2 enthält. Vaxzevria enthält das Virus selbst nicht und kann kein COVID-19 verursachen.“

Zu den Nebenwirkungen führt die EMA aus: „Die häufigsten Nebenwirkungen von Vaxzevria in den Studien waren normalerweise leicht oder mäßig und besserten sich innerhalb weniger Tage nach der Impfung. Die häufigsten Nebenwirkungen sind Schmerzen und Druckempfindlichkeit an der Injektionsstelle, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Muskelschmerzen, allgemeines Unwohlsein, Schüttelfrost, Fieber, Gelenkschmerzen und Übelkeit. Sie betrafen mehr als 1 von 10 Personen. Erbrechen und Durchfall traten bei weniger als 1 von 10 Personen auf. Verminderter Appetit, Schwindel, Schwitzen, Bauchschmerzen und Hautausschlag traten bei weniger als 1 von 100 Personen auf. Bei Personen, die den Impfstoff erhalten, sind allergische Reaktionen aufgetreten. Wie bei allen Impfstoffen sollte Vaxzevria unter strenger Aufsicht und mit angemessener medizinischer Behandlung verabreicht werden.“

Zum Schutz berichtet die EMA: „Es ist derzeit nicht bekannt, wie lange der von Vaxzevria gewährte Schutz anhält. Die in den klinischen Studien geimpften Personen werden weiterhin 1 Jahr lang beobachtet, um weitere Informationen über die Schutzdauer zu erhalten.“

Der Namensänderung des AstraZeneca-Impfstoffs liegt offenbar der Gedanke zugrunde, dass der aktuelle AstraZeneca-Impfstoff mit seinem aktuellen Handelsnamen „COVID-19-Impfstoff AstraZeneca“ aufgrund eines massiven Vertrauensverlustes nicht mehr unter die Bürger gebracht werden kann. Der neue Handelsname soll offenbar dazu beitragen, dass der AstraZeneca-Impfstoff den Menschen über einen Umweg eingeimpft wird.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Gold als strategischer Anker: Warum physische Substanz zählt

Wo sich die wirtschaftlichen Gewichte grundlegend verschieben, suchen Unternehmen sowie Privatanlegerinnen und Privatanleger nach...

DWN
Politik
Politik Die Amerikaner haben uns bislang erfolgreich gespalten
04.11.2026

Russland gilt seit Jahren als Meister der Einflussnahme auf Europa. Doch inzwischen richtet sich der Blick zunehmend auf Washington. Auch...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Maschinenbau: 14 Prozent mehr Aufträge im September
04.11.2026

14 Prozent mehr Aufträge im September, vor allem aus dem Inland: Für den Maschinenbau ist das ein Hoffnungsschimmer. Doch der starke...

DWN
Politik
Politik Pleitewelle erwartet: Krankenhäuser fürchten neue Milliardenlöcher und Insolvenzen
04.11.2026

Die Finanzlöcher deutscher Krankenhäuser werden immer tiefer: Eine Welle von Klinik-Insolvenzen wird erwartet. Um gegenzusteuern, wollen...

DWN
Finanzen
Finanzen Wie reagiert die EZB? Inflationsrate in Eurozone steigt im Oktober auf 4,0 Prozent
04.11.2026

Die Inflation in der Eurozone ist im Oktober auf den höchsten Stand seit über drei Jahren gestiegen. Damit entfernt sich die Teuerung...

DWN
Politik
Politik Midterms 2026: Doppelniederlage für Trumps Republikaner
04.11.2026

Zwanzig Jahre hat es gedauert, jetzt ist es wieder passiert: Trumps Republikaner verlieren Repräsentantenhaus und Senat zugleich. Selbst...

DWN
Finanzen
Finanzen Krypto und Finanzamt: Wo Anleger in Steuerfallen geraten – und wann Steuerhinterziehung droht
04.11.2026

Ab 2027 melden Krypto-Anbieter erstmals automatisch Transaktionsdaten an das Bundeszentralamt für Steuern – und zwar für das gesamte...

DWN
Unternehmen
Unternehmen BMW-Aktie: Gewinn von BMW schrumpft - Jobabbau wird ausgeweitet
04.11.2026

Am Dienstagabend erschreckt der Autobauer die Märkte mit der zweiten Gewinnwarnung im laufenden Jahr. Das liegt auch daran, dass die...

DWN
Politik
Politik Machtkampf in Polen: Warum Investoren nervös werden könnten
04.11.2026

Polizisten vor dem Verfassungsgericht, eine aufgebrochene Absperrung und ein Präsident, der sich mitten in einer nächtlichen...