Deutschland

Deutsche Auto-Exporte im dritten Quartal stark eingebrochen

Die deutschen Autobauer haben im dritten Quartal 17,2 Prozent weniger exportiert als im Vorjahreszeitraum. Auch die Importe sind eingebrochen. Die Gründe in beiden Fällen die gleichen.
29.11.2021 09:44
Aktualisiert: 29.11.2021 09:44
Lesezeit: 1 min
Deutsche Auto-Exporte im dritten Quartal stark eingebrochen
Die deutschen Auto-Exporte und Importe sind im dritten Quartal eingebrochen. (Foto: dpa) Foto: Peter Kneffel

Lieferengpässe haben den deutschen Export von Autos im dritten Quartal einbrechen lassen. Von Juli bis September wurden Pkw im Wert von 23,1 Milliarden Euro aus Deutschland exportiert und damit 17,2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Die Importe fielen sogar um 29,8 Prozent auf 11,2 Milliarden Euro. "Gründe für diese Entwicklung dürften der Chipmangel in der Automobilindustrie und weitere Lieferengpässe sein", hieß es dazu.

Der Rückgang ist auf Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren zurückzuführen. Bei den reinen Elektrofahrzeugen waren dagegen erneut starke Zuwächse zu verzeichnen: Von Juli bis September wurden 69.800 reine Elektrofahrzeuge im Wert von 2,9 Milliarden Euro exportiert. Das war ein wertmäßiger Anstieg um mehr als ein Viertel (plus 26,9 Prozent) zum Vorjahreszeitraum. Bei den Importen war der Anstieg noch deutlicher: Mit 59.700 Elektrofahrzeugen für 1,7 Milliarden Euro stieg der Wert um mehr als die Hälfte (plus 58,4 Prozent).

Autos mit Verbrennungsmotor machen immer noch den Großteil der Pkw-Exporte und -Importe aus, die Tendenz war jedoch stark rückläufig: In den drei wichtigsten Hubraumklassen mit Verbrennungsmotoren wurden im dritten Quartal zusammen 254.000 Autos im Wert von 8,5 Milliarden Euro exportiert, was einem Rückgang von 44,8 Prozent entspricht. Importiert wurden 213.900 Pkw im Wert von 4,3 Milliarden Euro, ein Minus von 49,8 Prozent.

Die meisten Autos wurden in den Sommermonaten in die USA geliefert. Dorthin gingen Pkw im Wert von 3,2 Milliarden Euro. Weitere wichtige Abnehmer waren China (2,9 Milliarden Euro) und Großbritannien (2,0 Milliarden Euro). Auch importseitig waren die Vereinigten Staaten auf dem Automobilmarkt der wichtigste Handelspartner Deutschlands. Von dort wurden Pkw im Wert von 1,6 Milliarden Euro eingeführt. In der Rangliste der wichtigsten Importstaaten folgen Spanien (1,2 Milliarden Euro) und Tschechien (0,9 Milliarden Euro) auf den Plätzen.

Die meisten aus Deutschland exportierten reinen Elektroautos gingen nach Großbritannien. Zweitwichtigster Abnehmer war Norwegen, gefolgt von den USA. Nach Deutschland importiert wurden Elektrofahrzeuge hauptsächlich aus den Vereinigten Staaten. Hier kamen Südkorea und Tschechien auf die Plätze.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Technologie
Technologie Wie Twitch, Kick & Co. die Unterhaltungsbranche prägen

Das Bild der Unterhaltungsbranche hat sich dramatisch gewandelt. Dabei wurde aus einer Einbahnstraße eine Autobahn mit unzähligen Spuren...

X
DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen US-Märkte im Überblick: Aktien erholen sich auf Allzeithochs nach positiven Iran-Äußerungen von Trump und Tech-Boom
01.06.2026

Erfahren Sie, welche überraschenden Wendungen in der globalen Diplomatie und neue Trends in der Technologiebranche die Anleger derzeit in...

DWN
Politik
Politik Statistisches Bundesamt: Auswanderung von Deutschen auf Allzeithoch
01.06.2026

Deutschlands Nettozuwanderung ist 2025 stark gesunken: Statt 430.000 kamen noch 235.000 Menschen hinzu. Es gibt eine rückläufige...

DWN
Politik
Politik Ausreisegenehmigungen für wehrfähige Männer rechtswidrig? Verteidigungsministerium räumt Fehler ein
01.06.2026

Erst wird sie übersehen, dann eilig wieder ausgesetzt: Eine Regel zu Ausreisegenehmigungen für Männer im wehrfähigen Alter. Minister...

DWN
Politik
Politik EU-Schulden werden zur Kostenfalle für Deutschland
01.06.2026

Europa will mehr Rüstung, sichere Energie, starke Industrie und stabile Renten. Doch der IWF warnt, dass diese Rechnung kaum aufgeht,...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Flugkraftstoff gerettet, Urlaub nicht. Europas Airlines sparen weiter
01.06.2026

Erst drohten Flugausfälle, leere Tanks und ein chaotischer Sommer über Europas Flughäfen. Nun scheint der akute Mangel an Flugkraftstoff...

DWN
Finanzen
Finanzen Trade Republic attackiert Europas Banken mit sechs Prozent Zinsen
01.06.2026

Sechs Prozent Zinsen, Brad Pitt im Werbespot und ein deutscher Anbieter, der in Polen plötzlich klassische Banken herausfordert. Trade...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Automobilchef: Mehrere europäische Automarken werden aussterben
01.06.2026

Jahrzehntelang lernten chinesische Hersteller von deutschen Autobauern. Nun reisen Volkswagen, Mercedes-Benz und BMW nach China, um...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Hyundai Kona im Test: Futuristisch, mutig und anders
01.06.2026

Der Hyundai Kona sieht aus, als wolle er nicht jedem gefallen. Genau das macht ihn spannend, denn hinter der mutigen Form steckt ein...