Wirtschaft

Deutsche Flughäfen rechnen mit starkem Passagierplus im neuen Jahr

Die deutschen Flughäfen blicken optimistisch auf das neue Jahr: Nach Berechnungen des Branchenverbands ADV könnte die Zahl der Fluggäste um rund 4,2 Prozent auf 225 Millionen steigen – fast so stark wie das weltweit erwartete Wachstum von 4,4 Prozent. Ein klarer Hinweis, dass die Reiselust der Menschen ungebrochen ist.
05.01.2026 13:37
Lesezeit: 1 min
Deutsche Flughäfen rechnen mit starkem Passagierplus im neuen Jahr
Reisende stehen am Flughafen Hamburg in einer Schlange an. Der Weihnachtsreiseverkehr im Flugverkehr hat begonnen (Foto: dpa). Foto: Bodo Marks

Laut ADV sind vor allem Flüge zu europäischen Zielen gefragt, bei denen es einen Zuwachs von 5,2 Prozent geben werde. Darauf deuteten jüngste Ankündigungen von Reiseveranstaltern und Anbietern hin. Auf der Langstrecke erwartet man 3,1 Prozent Zuwachs, während auf den schwachen innerdeutschen Strecken nur 2,9 Prozent mehr Gäste an Bord gehen sollten.

Flugsicherung: Flüge pünktlicher

Für das gerade beendete Jahr 2025 berichtet die Deutsche Flugsicherung (DFS) von einem Anstieg der zivilen Flugbewegungen um 3,5 Prozent auf 3,071 Millionen. Der stärkste Einzeltag war demnach der 18. Juli 2025 mit 10.220 kontrollierten Flugbewegungen im deutschen Luftraum.

Die Zahl der Verspätungen sei stark gesenkt worden. Pro Flug sei die Flugsicherung nur noch für 30 Sekunden Verspätung verantwortlich, nach 50 Sekunden im Jahr zuvor. Zunehmende Gefährdungen gingen von Drohnen aus, die 2025 in der Rekordzahl von 225 Fällen den Flugbetrieb meist in der Nähe von Flughäfen gefährdet haben.

ADV will weitere Entlastungen

Auch mit dem für 2026 erwarteten Zuwachs bleibt die deutsche Passagierzahl unter dem Niveau vor der Corona-Krise. Die Erholungsquote beziffert der Verband auf 91 Prozent.

ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel fordert zusätzlich zur geplanten Absenkung der Ticketsteuer ab dem Sommer weitere Unterstützung der Politik: "Der Luftverkehrsstandort Deutschland wächst, bleibt aber strukturell im Nachteil. Es bedarf weiterer Entlastungen bei Steuern und Gebühren, damit Airlines an den deutschen Flughäfen wieder neue Strecken aufnehmen."

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