Finanzen

Aurubis-Aktie klettert weiter dank Kupferpreisrallye

Die Aurubis-Aktie profitiert aktuell spürbar von der starken Kupferpreisrally und erreicht neue Rekorde. Doch während Analysten weiteres Potenzial sehen, stellt sich für Anleger die Frage: Wie lange kann dieser Höhenflug noch anhalten?
29.01.2026 12:13
Aktualisiert: 29.01.2026 12:13
Lesezeit: 2 min

Kupferpreisrally stützt die Aurubis-Aktie weiter

Die anhaltende Kupferpreisrally lockt Anleger weiterhin in die Aurubis-Aktie des Hamburger Kupferkonzerns Aurubis (ISIN: DE0006766504). Die Anteilsscheine des MDAX-Wertes setzten ihre Rekordserie am Donnerstag fort und kletterten bis auf 167,40 Euro. Zuletzt lagen sie bei 166,50 Euro und damit noch gut vier Prozent im Plus. Allein im noch nicht einmal einen Monat alten Jahr 2026 haben sich die Papiere damit bereits um mehr als ein Drittel verteuert – nach einem Kursanstieg von gut 60 Prozent im vergangenen Jahr. Angesichts dieser Entwicklung wären allerdings auch Gewinnmitnahmen bei der Aurubis-Aktie nicht überraschend.

Erst zur Wochenmitte hatte Aurubis dank hoher Kupfernachfrage und starker Metallpreise den Ausblick für das bis Ende September laufende Geschäftsjahr 2025/26 angehoben. Konkret rechnet Vorstandschef Toralf Haag nun mit einem operativen Vorsteuerergebnis von 375 bis 475 Millionen Euro, statt bisher avisierten 300 bis 400 Millionen Euro. Analysten hatten zuvor einen Anstieg von 355 im Vorjahr auf 393 Millionen Euro erwartet.

Edelmetall-Rally stärkt die Aurubis-Aktie zusätzlich

Der Kupferpreis kennt seit Monaten nur eine Richtung: nach oben. Allein seit Mitte September hat er um rund 30 Prozent zugelegt. Ohne das Metall geht kaum etwas beim Ausbau der Alternativen Energien, der Elektromobilität und der Energienetze für den Stromhunger riesiger KI-Rechenzentren rund um den Globus. Diese Kupferpreisrally wirkt sich damit direkt auch auf die Aurubis-Aktie aus.

Neben dem Hauptprodukt Kupfer produziert Aurubis auch Edelmetalle und profitiert somit ebenfalls von der Rally der Preise für Gold und Silber, die aktuell einen Rekord nach dem anderen erreichen. Silber ist ebenfalls ein begehrtes Industriemetall für zahlreiche Anwendungen im Rüstungs-, Energie- und E-Autobereich, während Gold wegen zahlreicher politischer Brandherde und rapide steigender Staatsverschuldungen, etwa in den USA, als sicherer Hafen stark gefragt ist. Auch das stärkt die Aurubis-Aktie.

Analyst Jens Münstermann von der Landesbank Baden-Württemberg sieht auch nach der jüngsten Aurubis-Kursrally noch Luft nach oben für die Aurubis-Aktie. Er bekräftigte am Donnerstag bei einem Kursziel von 178 Euro seine Kaufempfehlung. "Mit der Produktion von Primärkupfer und dem Recycling von Kupfer und Metallen profitiert Aurubis von vielen Trends, wie Digitalisierung, Energieinfrastruktur, E-Mobilität, Rüstung und Datenzentren (AI)."

Aurubis-Aktie zwischen Rückenwind und Risiko

Die Aurubis-Aktie steht derzeit klar im Zeichen der Kupferpreisrally und profitiert von steigender Nachfrage sowie hohen Metallpreisen. Als MDAX-Wert bleibt Aurubis besonders für Anleger interessant, die auf Zukunftstrends wie Energiewende, Elektromobilität und Digitalisierung setzen. Auch die Produktion von Edelmetallen sorgt für zusätzliche Stabilität. Dennoch sollten Investoren beachten, dass nach dem starken Kursanstieg Gewinnmitnahmen jederzeit möglich sind. Entscheidend wird sein, ob der Kupferboom nachhaltig bleibt und Aurubis die hohen Erwartungen im Geschäftsjahr 2025/26 erfüllen kann.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

 

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

DWN
Politik
Politik Analyse: Europa steht geschlossen gegen China, verschärft aber den Konflikt um den Milliardenhaushalt
16.10.2026

Die EU sieht erste Fortschritte im Handelskonflikt mit China. Doch das Defizit wächst weiter, und Brüssel bereitet bereits neue...

DWN
Politik
Politik Deal um Verbrenner-Aus: Deutschland und Frankreich haben sich geeinigt
16.10.2026

Deutschland setzt sich dafür ein, dass weiter Neuwagen mit Verbrennungstechnologie zugelassen werden können. Frankreichs Präsident...

DWN
Finanzen
Finanzen Unser neues Magazin ist da: Steigende Zinsen, nervöse Börsen – Chancen für Ihr Kapital
16.10.2026

Das eigene Vermögen soll Sicherheit geben. Doch steigende Zinsen und nervöse Märkte machen derzeit Anlageentscheidungen schwieriger. Wer...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft IWF-Warnung: Warum der KI-Boom eine neue Krise auslösen könnte
16.10.2026

Die Weltwirtschaft wächst, doch unter der Oberfläche braut sich eine gefährliche Mischung zusammen: Staaten häufen Rekordschulden an,...

DWN
Finanzen
Finanzen Goldpreis-Prognose: Einer der größten Käufer beginnt zu verkaufen
16.10.2026

Jahrelang kauften Zentralbanken Gold in außergewöhnlichem Umfang. Nun schlägt mit Kasachstan einer der größten Käufer einen anderen...

DWN
Politik
Politik Frühstartrente: Bundestag entscheidet über zehn Euro für Kinder
16.10.2026

Mit der Frühstartrente will der Staat Kindern monatlich zehn Euro für ein langfristiges Aktiendepot geben. Wer zuerst von der...

DWN
Politik
Politik Wer ist wer in den Kriegen im Nahen Osten
16.10.2026

Zehn Punkte zu Staaten, Rebellen und politischen Gruppen, die für Kriege, Lieferwege und Energiepreise entscheidend sind.

DWN
Politik
Politik Energiewende: CO2-Preis soll stabil bleiben im nächsten Jahr
16.10.2026

Der CO2-Preis, der Heizen und Tanken teuer macht, soll mit dem Jahreswechsel nicht steigen. Das soll Verbraucher vor Preissprüngen...