Finanzen

VW-Aktie unter Druck: VW-Gewinn 2025 massiv eingebrochen – wie geht es für Anleger weiter

Für Volkswagen war 2025 ein schwieriges Jahr. Die neuen VW-Zahlen zeigen einen massiven Gewinneinbruch und werfen Fragen zur weiteren Entwicklung der VW-Aktie auf. Gleichzeitig gibt es erste positive Signale aus dem Schlussquartal. Beginnt jetzt die Trendwende?
10.03.2026 08:07
Aktualisiert: 10.03.2026 08:07
Lesezeit: 2 min
VW-Aktie unter Druck: VW-Gewinn 2025 massiv eingebrochen – wie geht es für Anleger weiter
VW-Logo auf dem Verwaltungshochhaus vom Volkswagen-Werk: Nach enttäuschenden Zahlen reagiert der VW-Aktienkurs. (Foto: dpa) Foto: Sina Schuldt

VW-Aktie aktuell schwächer: VW-Gewinn 2025 drastisch gesunken

Schwierige Phase für Europas größten Autobauer. Der VW-Gewinn ist 2025 massiv zurückgegangen. Für Anleger bleibt vor allem die VW-Aktie im Blick, nachdem sich die Lage im Schlussquartal wieder leicht verbessert hat.

Die aktuellen VW-Zahlen zeigen einen deutlichen Rückgang: Der Gewinn des Volkswagen-Konzerns ist im vergangenen Jahr stark gefallen. Laut VW-Bilanz sank das Konzernergebnis nach Steuern 2025 im Vergleich zum Vorjahr um rund 44 Prozent von 12,4 Milliarden Euro auf 6,9 Milliarden Euro, wie Europas größter Autobauer in Wolfsburg mitteilte. Auch der Umsatz ging leicht zurück und fiel um 0,8 Prozent auf knapp 322 Milliarden Euro. Für Anleger bleibt damit vor allem die Entwicklung der VW-Aktie und des VW-Aktienkurses im Fokus.

Im vorbörslichen Handel zeigte sich die VW-Aktie am Dienstag schwächer. Zunächst büßte der VW-Aktienkurs auf Tradegate rund eine Stunde vor Handelsauftakt an der Frankfurter Börse annähernd 1,6 Prozent ein und rutschte auf 88,52 Euro ab, zog anschließend jedoch wieder an und auf 91,28 Euro um 2,26 Prozent im Laufe des Vormittags.

Schwächere Verkäufe und hohe Kosten setzen VW-Aktienkurs weiter unter Druck

Im Schlussquartal präsentierten sich die VW-Zahlen jedoch etwas stabiler als in den ersten neun Monaten. Zuvor war der Konzern im dritten Quartal tief in die roten Zahlen gerutscht und hatte mehr als eine Milliarde Euro Verlust verbucht. Belastet wurde der VW-Gewinn vor allem durch Probleme bei der Tochter Porsche im Zuge des Strategie-Schwenks zur Verlängerung der Verbrenner. Diese Effekte trafen auch die Konzernmutter und belasteten damit indirekt die VW-Aktie. Zusätzlich wirkten sich Milliardenkosten durch US-Zölle negativ aus, was ebenfalls Druck auf den VW-Aktienkurs und die VW-Aktie ausübte.

Bei den Verkäufen blieb der Konzern 2025 knapp unter der Marke von neun Millionen Fahrzeugen. Weltweit lieferte Volkswagen 8,98 Millionen Autos aller Marken aus, 0,5 Prozent weniger als im Jahr zuvor. In Europa konnte der Konzern zwar zulegen, doch Rückgänge in China und Nordamerika machten diesen Effekt wieder zunichte – ein weiterer Faktor, der für die VW-Aktie und ihre Perspektiven entscheidend bleibt.

VW-Aktie: Schwieriges Jahr für Volkswagen

Die aktuellen VW-Zahlen zeigen, wie schwierig das Jahr 2025 für den Konzern war. Ein Gewinneinbruch um 44 Prozent und Belastungen durch Strategieänderungen, Zölle sowie schwächere Verkäufe haben die VW-Bilanz deutlich geschwächt. Für Anleger bleibt vor allem die Entwicklung der VW-Aktie entscheidend. Zwar sorgte das Schlussquartal für eine leichte Stabilisierung, doch strukturelle Herausforderungen bleiben bestehen. Besonders die schwächere Nachfrage in wichtigen Märkten wie China und Nordamerika könnte den VW-Aktienkurs weiter beeinflussen. Entscheidend wird nun sein, ob Volkswagen seine Profitabilität wieder steigern und das Vertrauen der Investoren zurückgewinnen kann. Die kommenden Quartale dürften daher für die VW-Aktie richtungsweisend werden.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Panorama
Panorama Handarbeit am Limit: Das Rätsel um die roten Roben an den obersten Gerichtshöfen
04.04.2026

Jeder kennt sie aus den Nachrichten, doch kaum jemand weiß, wie schwer sie zu bekommen sind. Die roten Roben unserer Bundesrichter sind...

DWN
Finanzen
Finanzen Wird die EZB die Zinsen anheben? Investoren und Banken sind sich uneins
04.04.2026

Die meisten Anleger sind davon überzeugt, dass die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinsen in diesem Jahr anheben wird. Banken sind da...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Die digitale Zwangsjacke kommt: Warum Mittelständler ihre IT umbauen müssen
04.04.2026

Von E-Rechnung über KI-Haftung bis zu strengeren Nachhaltigkeitsregeln: Auf deutsche Unternehmen kommen zahlreiche neue Vorschriften zu....

DWN
Unternehmen
Unternehmen BMW i3 im Test: Angriff auf Tesla und China mit neuer Elektrostrategie
04.04.2026

Elektroautos galten lange als Kompromiss aus Reichweite und Ladezeit. Der neue BMW i3 stellt diese Logik infrage und zeigt, wie schnell...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Künstliche Intelligenz in der Führung: Warum Empathie zur Mangelware wird
04.04.2026

Künstliche Intelligenz schreibt E-Mails, analysiert Daten und simuliert sogar Mitgefühl. Doch ausgerechnet in der Führungsetage droht...

DWN
Panorama
Panorama WhatsApp Link-Vorschau: Verstecktes Datenschutzrisiko – was Nutzer wissen sollten
04.04.2026

Die praktische Link-Vorschau bei WhatsApp spart Zeit und Klicks im Alltag. Doch im Hintergrund könnten sensible Informationen übertragen...

DWN
Politik
Politik Referendum mit Signalwirkung: Schweiz debattiert über Bevölkerungsgrenze
04.04.2026

Die Schweiz stimmt im Juni über eine Begrenzung der Bevölkerung auf zehn Millionen Menschen ab. Ist das ein radikaler Sonderweg oder...

DWN
Politik
Politik Wie denken Jugendliche über die Zukunft Deutschlands? Jugendstudien geben ernüchternde Antworten
03.04.2026

Persönliche Freiheitsrechte, Wirtschafts- und Energiekrise, Wohnraummangel, Rente und Pandemien. Die psychischen Belastungen bei jungen...