Finanzen

Ölpreis aktuell: Nahost-Konflikt treibt Rohölpreis nach oben – Goldman Sachs erhöht Brent-Kursziel

Der Ölpreis aktuell steigt erneut deutlich – angetrieben durch geopolitische Spannungen und neue Drohungen im Nahen Osten. Anleger reagieren nervös, Analysten korrigieren Prognosen nach oben. Doch wie nachhaltig ist dieser Anstieg wirklich – und droht eine weitere Eskalation?
23.03.2026 08:55
Lesezeit: 2 min
Ölpreis aktuell: Nahost-Konflikt treibt Rohölpreis nach oben – Goldman Sachs erhöht Brent-Kursziel
Steigende Ölpreise und neue Prognosen: Der Ölpreis reagiert auf geopolitische Risiken. (Foto: iStockphoto.com/distelAPPArath)

Ölpreis aktuell: Geopolitische Spannungen treiben Preise nach oben

Der Ölpreis aktuell zeigt sich zu Wochenbeginn deutlich fester. Hintergrund sind neue geopolitische Spannungen im Nahen Osten sowie angehobene Preisprognosen durch Analysten. Besonders das Ultimatum von US-Präsident Donald Trump an den Iran sorgt für erhebliche Verunsicherung an den Märkten. Damit rückt die Ölpreis-Entwicklung erneut in den Fokus von Anlegern.

Ölpreise steigen - Trump setzt Ultimatum und Goldman Sachs erhöht Preisprognose

Die Ölpreise haben am Montag mit einem weiteren Preisanstieg auf das Ultimatum von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran reagiert. Rohöl der Sorte Brent mit Lieferung im Mai wurde am Morgen bei 113,45 US-Dollar gehandelt und damit mehr als ein Prozent höher als am Freitag. Der Ölpreis aktuell spiegelt damit die angespannte Lage wider. Seit Beginn der Angriffe der USA und Israels gegen den Iran hat sich Rohöl aus der Nordsee etwa 57 Prozent verteuert.

Trump hatte in der Nacht zum Sonntag (MEZ) mit der Zerstörung von Energieanlagen im Iran gedroht, sollte das Land nicht innerhalb von 48 Stunden die Straße von Hormus vollständig und "ohne Drohungen" öffnen. Der Iran reagierte unmittelbar und drohte mit der vollständigen Schließung der Straße von Hormus, falls die USA iranische Kraftwerke angreifen sollten. Für den Ölpreis aktuell ist diese Meerenge von zentraler Bedeutung, da sie eine Schlüsselroute für den globalen Ölhandel darstellt.

Marktbeobachter sprechen von wachsender Unsicherheit von Anlegern am Ölmarkt durch die uneinheitliche Kommunikation des US-Präsidenten im Iran-Krieg. Diese Unsicherheit beeinflusst den Ölpreis heute maßgeblich. Kurz vor seinem Ultimatum an den Iran hatte Trump noch erklärt, er erwäge, die US-Militäreinsätze zu reduzieren.

Unterdessen geht die US-Investmentbank Goldman Sachs davon aus, dass die Ölpreise für einen längeren Zeitraum auf einem hohen Niveau bleiben dürften. In einer aktuellen Studie wird für die Monate März und April mit einem durchschnittlichen Preis für Brent-Rohöl von 110 Dollar je Barrel gerechnet. Ende des Jahres erwartet Goldman Sachs einen Preis für Brent-Öl von 80 Dollar je Barrel. Zuvor hatten die Rohstoffexperten für das vierte Quartal nur mit einem Preis von 71 Dollar gerechnet. Der Ölpreis aktuell dürfte somit durch anhaltende Lieferunterbrechungen gestützt bleiben.

Rohölpreis: Goldman Sachs erhöht Brent-Kursziel

Auch aus Analystensicht bleibt die Lage angespannt. Anleger wiegen derzeit die drohende Eskalation im Iran-Krieg gegen die teilweise Lockerung von Sanktionen gegen iranisches Öl ab. Die geopolitische Lage im Nahen Osten dürfte weiter angespannt bleiben, was die Ölpreis-Entwicklung zusätzlich antreibt.

Die Analysten von Goldman Sachs haben für die Monate März und April den Durchschnittspreis für Brent-Rohöl von 98 auf 110 Dollar und für das Gesamtjahr von 77 auf 85 Dollar angehoben. Damit bestätigen sie den Aufwärtstrend beim Ölpreis aktuell. Am Montagmorgen präsentierte sich der Ölpreis aktuell mit steigenden Notierungen. Bis gegen 7.30 Uhr (MEZ) verteuerte sich der nächstfällige WTI-Future um 1,74 auf 99,97 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,13 auf 113,32 Dollar anzog. Diese Dynamik zeigt: Der Ölpreis heute bleibt stark von geopolitischen Risiken geprägt – und dürfte auch kurzfristig volatil bleiben.

Ölpreis aktuell: Spielball geopolitischer Risiken

Der Ölpreis aktuell zeigt eindrucksvoll, wie stark geopolitische Spannungen die Märkte beeinflussen. Drohungen, militärische Entwicklungen und unsichere Lieferketten sorgen für eine volatile Ölpreis-Entwicklung. Gleichzeitig deuten die angehobenen Prognosen von Goldman Sachs darauf hin, dass das hohe Preisniveau vorerst bestehen bleiben könnte. Dennoch bleibt die Lage fragil: Jede neue Eskalation oder Entspannung im Nahen Osten kann den Ölpreis heute schnell in die eine oder andere Richtung bewegen. Für Anleger bedeutet das anhaltende Unsicherheit. Entscheidend wird sein, ob die Ölflüsse stabil bleiben oder weitere Störungen auftreten.

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