Immobilien

Historischer Durchbruch am Bau: Lohnmauer 35 Jahre nach der Einheit gefallen

Mehr als drei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung erreicht die Baubranche einen entscheidenden Meilenstein der innerdeutschen Angleichung. Mit der Umsetzung der letzten Tarifstufe im April endet die jahrzehntelange Lohnkluft zwischen Ost und West. Die IG BAU feiert diesen Schritt als längst überfälliges Signal für Gerechtigkeit und das endgültige Ende einer wirtschaftlichen Zweiklassengesellschaft auf deutschen Baustellen.
30.03.2026 11:35
Lesezeit: 1 min

Ende der Lohnkluft im Baugewerbe

Gut 35 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung gilt ab dem 1. April auf Baustellen in Ost- und Westdeutschland erstmals ein einheitlicher Lohn. Nach Angaben der Gewerkschaft IG Bauen Agrar Umwelt (IG BAU) steigen dann die Gehälter im Osten mit 5,3 Prozent noch einmal stärker als im Westen (plus 3,9 Prozent), um die über lange Jahre bestehende Lücke zu schließen.

Der Gewerkschafts-Vize Carsten Burckhardt bezeichnete den Vollzug der dritten Stufe des 2024 geschlossenen Tarifvertrags als historischen Schritt. "Mehr als 35 Jahre nach der Wiedervereinigung gilt endlich: Ein Land – ein Lohn, ein Gehalt. Mit der vollständigen Angleichung der Einkommen in Ost und West wird eine jahrzehntelange Ungleichbehandlung beendet", erklärt er laut einer Mitteilung. Darauf habe man mit großer Hartnäckigkeit hingearbeitet, unter anderem mit einem knapp dreiwöchigen Streik.

Im Bauhauptgewerbe arbeiten deutschlandweit rund 920.000 Frauen und Männer, allein im Westen sind es deutlich mehr als 600.000. Der derzeitige Tarifvertrag läuft laut IG BAU am 31. März 2027 aus.

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