Finanzen

US-Marktbericht: Aktien legen dank Hoffnung auf Friedensabkommen zu

Ein überraschendes Signal sorgt für Aufwind an den Börsen – erfahren Sie, warum die Anleger plötzlich wieder optimistisch in die Zukunft blicken.
13.04.2026 22:25
Lesezeit: 2 min
US-Marktbericht: Aktien legen dank Hoffnung auf Friedensabkommen zu
An den US-Börsen spiegeln sich wirtschaftliche Erwartungen und geopolitische Trends. (Foto: stockinasia/iStock) Foto: stockinasia/iStock

Aufschwung durch neue diplomatische Signale

US-Aktien schlossen am Montagabend im Plus, während die Ölpreise sanken, nachdem US-Präsident Donald Trump erklärt hatte, dass iranische Unterhändler in Washington angerufen hätten und stark an einem Abkommen interessiert seien.

Die Kursgewinne an der Wall Street wurden vom Nasdaq-100-Index angeführt, der 1,06 Prozent höher bei 25.383,72 Punkten schloss.

Dicht darauf folgte der S&P 500, der um 1,03 Prozent auf 6.886,06 Punkte stieg. Der Dow Jones machte anfängliche Verluste wett und schloss am Montag 0,6 Prozent höher.

Die Nordsee-Referenzsorte Brent notierte derweil mit 98 € je Barrel zwar weiterhin auf einem hohen Niveau, gab jedoch im Vergleich zu den Höchstständen von 104 € zu Beginn der Handelssitzung nach.

Die Rallye am Montag folgte auf Trumps Aussage, iranische Unterhändler hätten sich gemeldet, um nach mehr als sechswöchigem Konflikt auf eine Einigung zu drängen.

Im Gespräch mit Reportern vor dem Weißen Haus sagte Trump: „Wir wurden heute Morgen von den richtigen Leuten angerufen, den zuständigen Leuten auf iranischer Seite.“

Er bestätigte zudem, dass die Seeblockade der USA in der Straße von Hormus um 10:00 Uhr US-Ostküstenzeit in Kraft getreten ist.

Zuvor waren am Wochenende die Verhandlungen über ein Abkommen gescheitert, woraufhin US-Vizepräsident JD Vance sowie die Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner das pakistanische Islamabad am Sonntag nach 21-stündigen Gesprächen mit hochrangigen iranischen Vertretern verlassen hatten.

Tech-Werte und Finanzsektor im Fokus der Anleger

Das Softwareunternehmen Oracle führte die Gewinnerliste an der Wall Street an; die Aktie stieg im Handelsverlauf um mehr als 12,5 Prozent, während Microsoft um 3,6 Prozent zulegte.

Die Aktien der Google-Muttergesellschaft Alphabet stiegen um 1,3 Prozent, während das Rüstungstechnologie-Unternehmen Palantir um 3,4 Prozent zulegte. Intel verbuchte ein Plus von 4,5 Prozent, und Broadcom schloss 2,2 Prozent höher.

Im Finanzsektor führte American Express die Gewinne mit einem Anstieg von 2,7 Prozent an, gefolgt von JPMorgan Chase, deren Papiere um 1,1 Prozent kletterten. Goldman Sachs schloss mit einem Minus von 1,7 Prozent.

Auch die Aktien von Walmart gaben um 1,9 Prozent nach, ebenso wie jene von Tim Cooks Apple, die 0,5 Prozent im Minus schlossen.

Weiterer Druck durch umfassende Blockade

Während die Anleger von den Anzeichen, dass ein Friedensabkommen nach wie vor möglich sei, ermutigt wurden, erklärte Trump zugleich, dass es „nicht angenehm [für den Iran] werden wird“, sollte bis zum Ende der zweiwöchigen Waffenruhe keine Einigung zwischen den beiden Ländern erzielt werden.

Gegenüber Reportern sagte er am Montag: „Im Moment gibt es keine Kämpfe. Wir haben eine Blockade.“

„Der Iran macht absolut keine Geschäfte, und wir werden problemlos dafür sorgen, dass das auch so bleibt“, sagte er.

Trump fügte außerdem hinzu, dass sich andere Länder an der US-Blockade beteiligen würden, ohne jedoch zu präzisieren, um welche es sich dabei handele.

„Wir brauchen andere Länder ehrlich gesagt nicht, aber sie haben ihre Dienste angeboten. Wir werden das voraussichtlich morgen bekannt geben“, erklärte er.

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