Finanzen

US-Marktbericht: Frieden sorgt für Kauflaune – US-Märkte feiern wie in den 90ern

Eine unerwartete Wende auf der Weltbühne lässt die Börsen aufatmen. Erfahren Sie, warum Anleger jetzt in historische Jubelstürme ausbrechen.
17.04.2026 22:17
Lesezeit: 1 min
US-Marktbericht: Frieden sorgt für Kauflaune – US-Märkte feiern wie in den 90ern
Bewegung an den US-Börsen prägt die Stimmung an den internationalen Finanzmärkten. (Foto: Domingo Saez Romero/iStock) Foto: Domingo Saez Romero/iStock

Ende der geopolitischen Anspannung

Die Nachricht, dass sich der Krieg im Iran dem Ende zuneigte, bescherte den US-Märkten am Freitag einen rasanten Höhenflug.

Bereits früh am Tag hatte der Iran mitgeteilt, die strategisch wichtige Straße von Hormus wieder zu öffnen, was einen Einbruch der Ölpreise auslöste.

US-Aktien schossen am Freitag in die Höhe, nachdem der Iran die Straße von Hormus im Anschluss an die Ankündigung eines Waffenstillstands zwischen Israel und dem Libanon für „vollständig geöffnet“ erklärt hatte.

Rohöl der Sorte Brent fiel kurz nach der Ankündigung um rund 11 Prozent auf 86 US-Dollar pro Barrel, den niedrigsten Stand seit dem 11. März.

Dieser Abwärtsdruck hielt bis in den späten Handel hinein an. Auch das Angstbarometer des Aktienmarktes gab am Freitag weiter nach.

Der VIX, auch bekannt als CBOE Volatility Index, war um zwei Zehntelpunkte auf 17,73 gefallen.

Historische Rekorde an der Börse

Alle großen US-Indizes verzeichneten Gewinne, wobei der technologielastige Nasdaq seinen dreizehnten Tagesgewinn in Folge einfuhr. Dies war seine längste Gewinnserie seit Januar 1992.

Sowohl er als auch der S&P500 erreichten neue Intraday-Rekorde.

Als an der Wall Street die Schlussglocke für das Wochenende läutete, stand der S&P 500 mit 1,2 Prozent im Plus und hatte erstmals die Marke von 7.100 Punkten überschritten, um bei 7.126 aus dem Handel zu gehen, während der Nasdaq um 1,5 Prozent auf 24.468 Zähler zugelegt hatte.

Der Dow Jones kletterte derweil um 869 Punkte oder 1,8 Prozent nach oben.

Licht und Schatten bei den Einzelwerten

Aktien aus Schlüsselbranchen, die für eine faktische Schließung der Meerenge besonders anfällig sind, wie etwa Kreuzfahrt- und Fluggesellschaften, erholten sich. Die Papiere von Boeing und Royal Caribbean stiegen beispielsweise um 2 bzw. 7 Prozent. Andere Titel wie Amazon und Airbnb legten ebenfalls zu.

Netflix Inc. brach nach einer enttäuschenden Prognose ein, wobei die Aktien im weiteren Handelsverlauf nach der Nachricht um etwa 9 Prozent fielen. Die Aktien der Alstom SA verzeichneten in Paris den stärksten Kursrückgang seit über zwei Jahren, nachdem der Hersteller seine Finanzprognose für das laufende Geschäftsjahr zurückgezogen hatte.

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