Finanzen

Nvidia-Aktie: US-Chipgigant überrascht Wall Street mit Rekordzahlen

Mit Spannung warteten Anleger weltweit auf die neuen Nvidia-Zahlen – und der KI-Gigant enttäuschte nicht. Die Nvidia-Aktie profitiert weiter massiv vom KI-Boom. Doch nach der Rekordrally stellt sich nun eine entscheidende Frage: Wie lange kann der Nvidia-Aktienkurs dieses Tempo halten?
20.05.2026 23:29
Aktualisiert: 20.05.2026 23:29
Lesezeit: 2 min

Nvidia-Aktie: KI-Boom treibt Umsatz und Gewinn auf Rekordniveau

Die Nvidia-Aktie steht nach den jüngsten Quartalszahlen erneut im Fokus der Anleger. Der US-Chipkonzern Nvidia hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 die Erwartungen der Wall Street auf allen Ebenen übertroffen und damit die KI-Rally an der Börse weiter angeheizt. Vor allem die starken Nvidia-Zahlen aus dem Data-Center-Geschäft sowie der optimistische Ausblick sorgten für Aufmerksamkeit bei Investoren.

Der Chipkonzern erzielte im Berichtszeitraum einen Umsatz von 81,6 Milliarden US-Dollar und damit rund 85 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Analysten hatten zuvor lediglich mit Erlösen von 78,85 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 79,2 Milliarden Dollar gerechnet. Der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn kletterte um fast 150 Prozent auf 53,5 Milliarden US-Dollar. Auch hier lag Nvidia deutlich über den Prognosen der Experten.

Besonders stark entwickelte sich erneut die Data-Center-Sparte. Das Segment erzielte Erlöse von 75,8 Milliarden Dollar und bleibt damit die zentrale Wachstumsmaschine des Konzerns. Nvidia profitiert weiterhin massiv vom weltweiten KI-Boom und der hohen Nachfrage nach Hochleistungsprozessoren für Rechenzentren.

Nvidia-Zahlen übertreffen erneut die Erwartungen

Auch beim Gewinn je Aktie lieferte der Konzern bessere Werte als erwartet. Nvidia meldete einen Gewinn je Aktie von 1,87 US-Dollar. Analysten hatten im Vorfeld lediglich mit 1,75 beziehungsweise 1,76 US-Dollar gerechnet. Der Nettogewinn lag bei 45,6 Milliarden Dollar nach erwarteten 43,3 Milliarden Dollar.

Die stark beachtete Bruttomarge erreichte im Quartal 75,3 Prozent. Im Vorfeld war der Markt lediglich von stabilen 75 Prozent ausgegangen. Damit zeigen die Nvidia-Zahlen, dass der Konzern trotz steigender Kosten für Speicherchips und Chip-Packaging seine Profitabilität weiter hochhalten kann. Für zusätzlichen Rückenwind bei der Nvidia-Aktie sorgt der starke Ausblick. Nvidia erwartet im zweiten Quartal einen Umsatz von rund 91 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 89,5 Milliarden Dollar. Analysten hatten zuvor lediglich mit 87,3 Milliarden Dollar beziehungsweise 87,36 Milliarden Dollar gerechnet.

Aktienrückkäufe und Dividende sorgen für Fantasie

Darüber hinaus kündigte der Konzern ein neues Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 80 Milliarden US-Dollar an. Gleichzeitig hebt Nvidia die Quartalsdividende massiv von 0,01 auf 0,25 US-Dollar je Aktie an. Die Dividende steigt damit um 2.400 Prozent.

Die Nvidia-Aktie reagierte nachbörslich zunächst volatil auf die Veröffentlichung der Nvidia-Zahlen. Zeitweise verlor der NASDAQ-Wert rund drei Prozent, drehte anschließend jedoch wieder ins Plus. Zuletzt schwankte der Nvidia-Aktienkurs um den Nullpunkt. Im frühen nachbörslichen Handel lagen die Papiere des US-Chipgiganten zeitweise 0,4 Prozent im Plus. Mit einem Börsenwert von rund 5,6 Billionen US-Dollar bleibt Nvidia aktuell das wertvollste Unternehmen der Welt vor der Google-Mutter Alphabet mit rund 4,7 Billionen US-Dollar. Der Nvidia-Aktienkurs hat sich in den vergangenen fünf Jahren mehr als verfünfzehnfacht. Für viele Anleger bleibt die Nvidia-Aktie damit weiterhin einer der wichtigsten Profiteure des globalen KI-Booms.

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Markus Gentner

Markus Gentner ist seit 1. Januar 2024 Chefredakteur bei den Deutschen Wirtschaftsnachrichten. Zuvor war er zwölf Jahre lang für Deutschlands größtes Börsenportal finanzen.net tätig, unter anderem als Redaktionsleiter des Ratgeber-Bereichs sowie als Online-Redakteur in der News-Redaktion. Er arbeitete außerdem für das Deutsche Anlegerfernsehen (DAF), für die Tageszeitung Rheinpfalz und für die Burda-Tochter Stegenwaller, bei der er auch volontierte. Markus Gentner ist studierter Journalist und besitzt einen Master-Abschluss in Germanistik.

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