Industrieller Etikettendruck wird mobil
Der industrielle Etikettendruck galt lange als stationäre Aufgabe. Brady bringt nun einen Hybrid-Drucker auf den Markt, der die Leistung klassischer Tischgeräte mit der Mobilität eines kabellosen Systems verbinden soll. Mit dem neuen BradyPrinter i4311 präsentiert das Unternehmen einen tragbaren Etikettendrucker, der speziell für industrielle Anwendungen entwickelt wurde. Ziel ist es, große und widerstandsfähige Etiketten direkt dort zu drucken, wo sie benötigt werden, ohne Kabel, ohne feste Arbeitsstation und ohne zusätzliche Infrastruktur.
Im Mittelpunkt steht die Kombination aus Mobilität und industrieller Druckleistung. Der i4311 wurde laut Brady entwickelt, um die Lücke zwischen stationären Tischdruckern und mobilen Geräten zu schließen. Während viele tragbare Drucker nur kleinere Etikettenformate unterstützen, erreicht das neue Gerät eine maximale Druckbreite von 101,60 Millimetern. Damit sollen sich deutlich mehr industrielle Anwendungen mobil umsetzen lassen.
Mehr Formatbreite für die Fabrik
Zu den möglichen Einsatzbereichen zählen perforierte Anhänger für Halbfabrikate, Typenschilder, größere Kabelanhänger, Wickeletiketten, Schrumpfschläuche sowie Etiketten für Vermögenswerte, Komponenten und Chemikalienkennzeichnungen nach GHS-Standard.
Ein zentrales Merkmal des Geräts ist der Akkubetrieb. Der Drucker benötigt laut Brady keine dauerhafte Stromversorgung und kann mit einer Akkuladung bis zu 5.000 große Etiketten drucken. Die Akkus lassen sich austauschen und innerhalb von 3,5 Stunden wieder vollständig laden.
Kabellos drucken direkt am Einsatzort
Auch bei der Integration setzt Brady auf flexible Nutzungsmöglichkeiten. Der Drucker unterstützt ZPL und kann mithilfe des Brady Software Development Kits Etiketten von Smartphones, Tablets, Laptops oder zentralen Unternehmenssystemen aus drucken. Neben WLAN und Bluetooth stehen zusätzlich Ethernet- und USB-C-Anschlüsse zur Verfügung.
Direkt am Gerät befindet sich ein integrierter 7-Zoll-Touchscreen. Darüber lassen sich Etikettenvorlagen verwalten und Druckaufträge unmittelbar ausführen. Nach Unternehmensangaben können durchschnittlich bis zu 85.000 verschiedene Vorlagen auf dem Drucker gespeichert werden.
Nach Angaben von Brady entstand ein Teil der Gerätefunktionen in Zusammenarbeit mit bestehenden Industriekunden. Dabei seien insbesondere Gewicht, Platzbedarf und Handhabung optimiert worden. Der Drucker misst 23 x 23 x 33 Zentimeter und wiegt 5,9 Kilogramm. Zusätzlich wurde ein Energiesparmodus integriert.
Der neue i4311 ist mit mehr als 1.300 Brady-Etikettentypen kompatibel. Zudem nutzt das Gerät die sogenannte LabelSense-Technologie. Diese erkennt eingelegte Etikettenmaterialien automatisch und passt Druckeinstellungen wie Brenntemperatur, Etikettengröße und Vorlagen entsprechend an.
Darüber hinaus unterstützt der Drucker verschiedene mobile Anwendungen aus Bradys „Express Labels“-Umgebung. Anwender können etwa Text aus Bildern importieren, Barcodes per Smartphone erfassen oder Etiketten über Sprachbefehle drucken. Dafür kombiniert Brady die Funktion „BradyVoice“ mit einem Smartphone-Mikrofon und dem i4311-Drucker.
Mit dem BradyPrinter i4311 erweitert das Unternehmen sein Portfolio um ein Gerät, das industrielle Kennzeichnung flexibler machen soll. Der Ansatz zielt darauf ab, leistungsfähigen Etikettendruck direkt in mobile Arbeitsprozesse zu integrieren, ohne auf typische Funktionen stationärer Systeme verzichten zu müssen.
Sehen Sie den mobilen i4311 Drucker in Aktion >>
BRADY GmbH
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