Wirtschaft

Trendwende an der Zapfsäule: Kraftstoffpreise fallen auf tiefsten Stand seit März

Aufatmen für Autofahrer: Die Spritpreise sinken deutlich und erreichen das niedrigste Niveau seit zwei Monaten. Sinkende Ölpreise und der verzögert greifende Tankrabatt drücken den Preis für E10 im bundesweiten Schnitt erstmals wieder nachhaltig unter die Marke von zwei Euro.
08.05.2026 10:19
Lesezeit: 1 min
Trendwende an der Zapfsäule: Kraftstoffpreise fallen auf tiefsten Stand seit März
Kraftstoffpreise erreichen den tiefsten Stand seit März. Warum E10 und Diesel sinken und ob der Tankrabatt endlich ankommt, erfahren Sie hier (Foto: dpa). Foto: Thomas Warnack

Entspannung im Kraftstoffmarkt

Die aktuelle Auswertung des ADAC zeigt eine spürbare Entlastung an den deutschen Tankstellen. Mit einem Tagesdurchschnitt von 1,984 Euro für den Liter Super E10 wurde der günstigste Wert seit dem 8. März erreicht. Noch deutlicher war der Abwärtstrend beim Diesel, der um 3,1 Cent auf 2,025 Euro nachgab – ein Tiefstand seit Anfang März. Marktbeobachter sehen darin eine Kombination aus nachgebenden Rohölnotierungen und einer nun effektiveren Weitergabe der steuerlichen Entlastungen durch die Mineralölkonzerne. Nachdem die Preise unmittelbar nach Einführung des Tankrabatts am 1. Mai zunächst wieder angestiegen waren, sorgt die aktuelle Korrektur für eine vorübergehende Beruhigung in der hitzigen Debatte um die Profitmarge der Raffinerien.

Sinkender Ölpreis hilft

Zum aktuellen Rückgang dürfte vor allem der sinkende Ölpreis beigetragen haben, der seit einem Hoch am Montag deutlich nachgegeben hat. Dennoch war E10 am Donnerstag nur 14,2 Cent billiger als am 30. April, dem letzten Tag vor Einführung der Steuererleichterung, die pro Liter 16,7 Cent ausmacht. Diesel war 19 Cent billiger.

Der ADAC und das Münchner Ifo-Institut waren zuletzt zum Schluss gekommen, dass der Tankrabatt nicht vollständig weitergegeben wird. Das Ifo hatte zuletzt eine steigende, aber nicht vollständige Weitergabe diagnostiziert, eine Bewertung des Donnerstagspreises gibt es von den Münchner Wirtschaftsforschern noch nicht. Momentan ist Sprit trotz Tankrabatt noch immer deutlich teurer als am letzten Tag vor Ausbruch des Iran-Krieges. Bei Super E10 sind es gut 20,6 Cent, bei Diesel 27,9 Cent.

Teilweise E10 unter 1,90 Euro

Da die Spritpreise zwischen einzelnen Regionen und einzelnen Tankstellen stark schwanken, kann es hier aber starke Abweichungen geben. So waren am Morgen beispielsweise in München und Köln zahlreiche Tankstellen mit E10-Preisen unter 1,90 Euro pro Liter zu finden, in Berlin einige, in Hamburg kaum. In der Regel sind die Preise am späten Vormittag am günstigsten. Mittags springen sie dagegen meist stark, um danach wieder zu fallen. Seit dem 1. April gilt die 12-Uhr-Regel, nach der nur noch eine Preiserhöhung am Tag erlaubt ist.

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