SpaceX-Aktie: 42 Prozent über Ausgabepreis
Die SpaceX-Aktie notiert zwei Handelstage nach dem Börsengang bereits rund 42 Prozent über dem Ausgabepreis. Gleichzeitig haben die Konsortialbanken die Mehrzuteilungsoption vollständig ausgeübt und das Volumen des Börsengangs auf 85,7 Milliarden Dollar erhöht. Das Kapital ist damit eingesammelt – nun rückt die Umsetzung der Wachstumsstrategie in den Mittelpunkt.
SpaceX-Aktie: Enger Streubesitz sorgt für hohe Dynamik
Am zweiten Handelstag, dem 16. Juni 2026, notierte die SpaceX-Aktie bei 192,50 Dollar. Die Handelsspanne reichte von 167,16 Dollar bis 202 Dollar, das Handelsvolumen lag bei mehr als 256 Millionen Aktien. Laut Bloomberg stieg die Marktkapitalisierung allein am Montag um 412 Milliarden Dollar.
Für zusätzliche Dynamik sorgt der vergleichsweise geringe Streubesitz. Nach Angaben von JPMorgan Asset Management sind lediglich rund fünf Prozent der Aktien frei handelbar. Bei einem typischen Börsengang liegt dieser Anteil häufig zwischen zehn und 20 Prozent. Ein knappes Angebot kann Kursbewegungen nach oben wie nach unten deutlich verstärken.
Trade Republic: Das müssen Kunden beim Kauf der SpaceX-Aktie beachten
Wer die SpaceX-Aktie kaufen möchte, kann bei Trade Republic eine Order aufgeben. Einige wichtige Punkte sollten Anlegerinnen und Anleger jedoch kennen.
Der SpaceX-Börsengang am vergangenen Freitag ist gelungen. Elon Musk ist damit der erste Billionär der Welt. Der Andrang privater Anlegerinnen und Anleger war enorm. Aktien im Wert von rund 100 Milliarden US-Dollar wurden laut einem Bericht von Bloomberg während der Zeichnungsphase nachgefragt. Auch Kundinnen und Kunden von Trade Republic konnten vor dem Börsenstart Anteilsscheine zeichnen. Jetzt lässt sich die SpaceX-Aktie regulär über die App kaufen. Wer einen anderen Broker bevorzugt, findet ebenfalls zahlreiche Alternativen, bei denen der Handel inzwischen möglich ist.
Doch worauf müssen Nutzerinnen und Nutzer von Trade Republic jetzt achten, wenn sie die SpaceX-Aktie kaufen? Wann ist der Handel möglich? Welche Kosten fallen an? Und welche Besonderheiten sollten Anleger kennen?
Trade Republic: Wann lässt sich die SpaceX-Aktie kaufen?
Wer die Zeichnungsfrist verpasst hat, kann die SpaceX-Aktie nun regulär über Trade Republic kaufen. Die Anteilsscheine wurden am vergangenen Freitag an der US-Technologiebörse Nasdaq emittiert, sind aber auch an deutschen Handelsplätzen verfügbar. Trade Republic wickelt seine Transaktionen über die Börse LSX ab. Dort ist der Handel zwischen 7.30 Uhr und 23 Uhr möglich.
Wer den Kauf nicht sofort ausführen möchte, kann in der App zudem per Limit-Order einen maximalen Kaufpreis festlegen. Die Order wird dann nur ausgeführt, wenn die Aktie den gewünschten Kurs erreicht.
Trade Republic: Zu welcher Uhrzeit lohnt sich der Kauf der SpaceX-Aktie?
Bei Trade Republic endet der Handel um 23 Uhr. Dennoch kann es sinnvoll sein, Aktien nur bis 22 Uhr zu kaufen oder zu verkaufen. Die US-Börsen und die deutsche Leitbörse Xetra schließen um 22 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Danach läuft der außerbörsliche Handel bei geringerer Liquidität weiter. Das kann durch einen höheren sogenannten Spread zu versteckten Kosten führen. Der Spread bezeichnet die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs eines Wertpapiers.
Besonders bei US-Aktien fällt der Spread meist dann am niedrigsten aus, wenn auch die amerikanischen Börsen geöffnet sind. Das ist zwischen 15.30 Uhr und 22 Uhr mitteleuropäischer Zeit der Fall. Aus Kostensicht kann dies die günstigste Handelszeit sein.
Wer außerhalb der regulären Börsenzeiten einen möglicherweise höheren Spread akzeptiert, kann die SpaceX-Aktie werktags dennoch nahezu rund um die Uhr handeln. Denn SpaceX zählt bei Trade Republic zu den sogenannten 24/5-Aktien und ist montags bis freitags 24 Stunden täglich verfügbar.
SpaceX-Aktie: Kosten, WKN und ISIN bei Trade Republic
Wer die SpaceX-Aktie in der App von Trade Republic sucht, findet sie über die WKN A42D4F oder die ISIN US84615Q1031. Diese eindeutigen Kennnummern schließen Verwechslungen aus. Für den Kauf fällt die übliche Fremdkostenpauschale von einem Euro je Order an.
Trade Republic: Diese Kritikpunkte sollten Anleger kennen
Trade Republic überzeugt viele Nutzer mit einer einfachen Bedienung und vergleichsweise niedrigen Gebühren. Dennoch sollten Anlegerinnen und Anleger einige Besonderheiten beachten. Zwar kostet eine Order in der Regel nur einen Euro, die tatsächlichen Handelskosten hängen jedoch auch vom Spread ab. Vor allem außerhalb der Haupthandelszeiten oder bei besonders gefragten Aktien kann die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs steigen und die günstige Ordergebühr teilweise relativieren.
Hinzu kommt, dass Trade Republic Wertpapierorders über einen festen Handelspartner abwickelt und keine Auswahl zwischen mehreren Börsenplätzen bietet. Für langfristig orientierte Anleger spielt dies häufig nur eine untergeordnete Rolle. Wer jedoch größere Summen investiert oder kurzfristig handelt, sollte die Ausführungskurse genau vergleichen und möglichst während der Hauptbörsenzeiten handeln.
SpaceX-Aktie: Geringer Streubesitz kann Kurse stark bewegen
Anlegerinnen und Anleger sollten zudem bedenken, dass sich nach dem Börsengang zunächst nur ein vergleichsweise kleiner Teil der SpaceX-Aktien im freien Handel befindet. Ein geringer Streubesitz kann dazu führen, dass bereits größere Kauf- oder Verkaufsaufträge den Kurs deutlich bewegen. Entsprechend hoch dürfte die Volatilität in den ersten Handelswochen bleiben, selbst wenn sich an den fundamentalen Aussichten des Unternehmens nichts ändert.
SpaceX-Aktie: ETFs könnten zusätzliche Nachfrage auslösen
Hinzu kommt: Die SpaceX-Aktie dürfte dank geänderter Aufnahmeregeln nach dem IPO vergleichsweise schnell in den Nasdaq 100 aufgenommen werden. Dadurch müssten zahlreiche ETFs und indexnahe Fonds die Aktie automatisch kaufen, was zusätzliche Nachfrage erzeugen könnte.
Für den S&P 500 gilt dagegen weiterhin eine Wartefrist von mehreren Monaten. Auch eine spätere Aufnahme in globale Indizes wie den MSCI World könnte die Nachfrage langfristig weiter erhöhen. Viele Anleger dürften deshalb über ETFs oder indexnahe Fonds ohnehin früher oder später indirekt an SpaceX beteiligt sein.
Trade Republic: So eröffnen Anleger ein Depot
Wer bislang kein Depot bei Trade Republic hat, kann dennoch jetzt die SpaceX-Aktie erwerben. Die Kontoeröffnung ist für volljährige Personen mit Wohnsitz in Deutschland schnell über die App möglich. Auch die Verifizierung erfolgt online per VideoIdent-Verfahren.
Folgende Daten und Unterlagen werden benötigt:
- Identitätsnachweis: ein gültiger Personalausweis oder Reisepass.
- Bankverbindung: ein Referenzkonto bei einer europäischen Bank.
- Steuerdaten: die Steueridentifikationsnummer (Steuer-ID).
- Handynummer: ein Smartphone mit einer deutschen oder europäischen Mobilfunknummer.
Wer möglichst schnell SpaceX-Aktien kaufen möchte, sollte Geld per Kreditkarte, Apple Pay oder Google Pay einzahlen. Laut Anbieter steht das Guthaben dann innerhalb weniger Minuten zur Verfügung. Eine klassische Überweisung benötigt in der Regel mehr Zeit.
Größeres Angebot: Mehr Kapital für das Unternehmen
SpaceX schloss den Börsengang am 15. Juni 2026 mit 638,9 Millionen ausgegebenen Class-A-Aktien zu einem Preis von jeweils 135 Dollar ab. Die Underwriter nutzten den sogenannten Greenshoe vollständig und übernahmen zusätzlich 83,3 Millionen Aktien. Dadurch stieg das gesamte Emissionsvolumen auf 85,7 Milliarden Dollar.
Das Angebot richtete sich an internationale Investoren. Neben den USA umfasste die Platzierung auch Australien, Kanada, ausgewählte EWR-Staaten, Japan, die Schweiz und das Vereinigte Königreich.
KI, Raketen und Satelliten: Dafür verwendet SpaceX das Geld
Die Erlöse aus dem Börsengang sollen nach Unternehmensangaben in vier zentrale Bereiche fließen: den Ausbau der KI-Recheninfrastruktur, zusätzliche Startinfrastruktur, die Weiterentwicklung der Trägerraketen sowie den Ausbau der Satellitenkonstellation. Diese Mittelverwendung ist in den bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Unterlagen festgelegt.
Parallel zur Kapitalmaßnahme ordnet SpaceX seine Konzernstruktur neu. Rund 103 Millionen ausstehende Vorzugsaktien wurden in Class-A- oder Class-B-Stammaktien umgewandelt. Zudem verabschiedete der Vorstand einen aktualisierten Aktienoptionsplan mit knapp 301 Millionen verfügbaren Class-A-Aktien sowie einen Mitarbeiteraktienkaufplan mit rund 24 Millionen Aktien.

