Evonik baut bis Ende 2029 weitere 3.200 Stellen ab: Aus für Polyester-Geschäft
Der Spezialchemiekonzern Evonik treibt seinen Konzernumbau mit einem weiteren Stellenabbau voran. "Die weltpolitische Lage ist unsicher und das wirtschaftliche Wachstum ist anhaltend schwach", sagte Vorstandschef Christian Kullmann am Donnerstag laut Mitteilung. Zugleich verschärfe sich der internationale Wettbewerb zunehmend.
Stellenabbau: 3.200 Jobs fallen bis Ende 2029 weg
Vorstand und Sozialpartner hätten sich auf Maßnahmen verständigt, die sämtliche Geschäfts- und Verwaltungseinheiten weltweit einbeziehen, teilte der MDax -Konzern aus Essen mit. Dazu gehört auch ein weiterer Stellenabbau. Von 2027 bis Ende 2029 sollen insgesamt 3.200 Stellen wegfallen, davon 2.150 in Deutschland. Evonik sieht dafür erhebliches Potenzial durch mehr Effizienz, Digitalisierung und Outsourcing. Bis Ende 2026 sollen bereits im Rahmen laufender Spar- und Effizienzprogramme rund 2.800 Stellen entfallen.
"Der Stellenabbau wird auch künftig sozialverträglich gestaltet", sagte Personalvorstand Thomas Wessel. Die Details dazu sollen in den kommenden Wochen ausgearbeitet werden.
Polyester-Geschäft: Standort Witten wird geschlossen
Zudem kündigte der Chemiekonzern an, das Polyester-Geschäft mit einem Jahresumsatz von rund 150 Millionen Euro einzustellen. Das Geschäftsfeld sei seit Jahren nicht mehr profitabel, hieß es. Der Standort Witten mit 266 Beschäftigten werde 2027 geschlossen. Am Standort Marl sollen 45 Stellen wegfallen, in der Produktionsanlage im chinesischen Shanghai 35 Stellen.
Konzernumbau: Evonik setzt auf Zukunftsgeschäfte
Evonik-Chef Kullmann baut den Konzern bereits seit Jahren um, um ihn robuster aufzustellen und in zukunftsträchtigere Geschäftsfelder zu expandieren. Damit gehen auch Stellenstreichungen einher. Per Ende 2025 beschäftigte Evonik mit 31.053 Mitarbeitern fast 900 weniger als ein Jahr zuvor.

