Finanzen

US-Börsenbericht: Konjunkturdaten versetzen Anleger wegen Zinserhöhung bis Jahresende in Alarmbereitschaft

Zinsängste belasten die Märkte – doch spannende Entwicklungen bei Tech-Giganten und Einzelwerten sorgen für Überraschungen.
26.08.2026 22:02
Aktualisiert: 26.08.2026 22:02
Lesezeit: 2 min
US-Börsenbericht: Konjunkturdaten versetzen Anleger wegen Zinserhöhung bis Jahresende in Alarmbereitschaft
An den US-Börsen spiegeln sich wirtschaftliche Erwartungen und geopolitische Trends. (Foto: stockinasia/iStock) Foto: stockinasia/iStock

Zinsängste belasten die Wall Street

Die wichtigsten US-Indizes schlossen am Mittwoch im Minus, da die jüngsten Konjunkturdaten die Wetten auf eine Zinserhöhung durch die Federal Reserve kaum dämpften.

Die Märkte preisten eine Zinserhöhung bis Ende Dezember vollständig ein, nachdem Zahlen zeigten, dass sich das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal leicht verlangsamt hatte.

Dies geschah, während sich die Anleger auf die mit Spannung erwarteten Quartalszahlen von Nvidia vorbereiteten und Meta einen wegweisenden Social-Media-Rechtsstreit mit 29 US-Bundesstaaten durch einen Vergleich beilegte.

Konjunkturdaten schüren Inflationssorgen

Aktien gaben nach und Anleihen notierten tiefer, nachdem Konjunkturdaten zeigten, dass sich die Inflation nicht verlangsamt hatte, während ein weiterer Datensatz zwar ein schwächeres Wirtschaftswachstum, aber eine Aufwärtskorrektur der Konsumausgaben auswies.

Das von der US-Notenbank Fed bevorzugte Inflationsmaß stieg im Vorjahresvergleich um 3,7 Prozent und lag damit knapp über den Erwartungen.

Gleichzeitig lag das Wirtschaftswachstum (BIP) im zweiten Quartal bei 1,5 Prozent, nach 2,1 Prozent im ersten Quartal.

In Bezug auf die Inflation erklärte Dan Coatsworth von AJ Bell: „Die Daten legen nach wie vor nahe, dass sich der Inflationsdruck verfestigt, da sich die Auswirkungen des Iran-Krieges auf die größte Volkswirtschaft der Welt niederschlagen.“

Der Dow Jones Industrial Average fiel um 0,21 Prozent und schloss bei 53.464,59 Punkten, während der technologielastige Nasdaq Composite den Handel mit einem Minus von 0,08 Prozent bei 26.130,20 Punkten beendete.

Der S&P 500 gab unterdessen um 0,02 Prozent nach, erreichte jedoch ein Rekordhoch von 7.675,82 Punkten.

Einzelwerte im Fokus: Von Kursstürzen bis zu Rekordsprüngen

Die Aktien von Boston Scientific brachen um mehr als 3,3 Prozent ein, nachdem das Unternehmen von einer Cyberattacke getroffen worden war. Nach Angaben des Konzerns wurde der Vorfall am Dienstag entdeckt.

Bath & Body Works verzeichnete einen erfolgreichen Handelstag, nachdem das Unternehmen mitgeteilt hatte, dass der Jahresumsatz voraussichtlich etwas weniger stark sinken werde als zuvor prognostiziert. Die Aktie beendete den Tag mit einem Plus von 7,4 Prozent.

Der Einzelhändler Abercrombie & Fitch verzeichnete einen Kurssprung von 35,6 Prozent. Das Unternehmen hob seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr an, da die Nachfrage nach seinen Bekleidungsmarken trotz der Schwäche auf den internationalen Märkten robust blieb.

Meta schloss 1 Prozent im Plus, nachdem bekannt geworden war, dass der Konzern im Rahmen eines Vergleichs in einem wegweisenden Social-Media-Verfahren mit mehreren US-Bundesstaaten über 16 Milliarden US-Dollar zahlen wird. Nach Bekanntgabe des Vergleichs war das Papier zunächst ins Minus gerutscht, erholte sich im Verlauf jedoch wieder.

Nvidia beendete den Handel im Vorfeld der nach US-Börsenschluss erwarteten Quartalszahlen mit einem Minus von fast 1,6 Prozent.

Apple legte um mehr als 1,1 Prozent zu, nachdem der Konzern angekündigt hatte, am 9. September eine neue Produktpräsentation abzuhalten. Gerüchten zufolge soll dort unter anderem ein faltbares iPhone vorgestellt werden.

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