Panorama

Corona-Ticker vom Donnerstag: Schwere Ausschreitungen in Belgrad

Im Folgenden präsentieren wir Ihnen unseren Corona-Ticker vom Donnerstag, den 9. Juni.
09.07.2020 12:28
Aktualisiert: 09.07.2020 12:28
Lesezeit: 3 min

19.28 Uhr - Die britische Regierung kündigt weitere Lockerungen an. Ab dem Wochenende sei wieder Freiluft-Theater erlaubt, gibt Kulturminister Oliver Dowden bekannt. Ab kommende Woche dann können Schönheitssalons öffnen und ab dem 25. Juli Fitness-Studios und Hallenbäder. Seit dem Wochenende dürfen Pubs und Restaurants wieder Gäste empfangen.

19.17 Uhr - Die Balearen und Katalonien führen eine allgemeine Maskenpflicht in der Öffentlichkeit ein. Bei Verstößen wird in den beiden beliebten Urlaubsgebieten eine Strafe von 100 Euro fällig. Ausnahmen gelten für Sport, Schwimmen und Sonnenbaden am Strand. Auf den Balearen gilt die Regelung ab Montag, in Katalonien ab heute. Spanien war von einem der schwersten Coronavirus-Ausbrüche in Europa betroffen und verzeichnete mehr als 28.000 Tote. Zuletzt waren einige kleinere Cluster aufgetreten.

17.40 Uhr - Der brasilianische Presseverband reicht beim Obersten Gerichtshof eine Strafanzeige gegen Präsident Jair Bolsonaro ein. Der Verband wirft Bolsonaro vor, das Leben oder die Gesundheit anderer gefährdet zu haben sowie nichts gegen die Verbreitung einer ansteckenden Krankheit getan zu haben. Während eines Fernsehinterviews am Dienstag, in dem Bolsonaro sein positives Testergebnis auf das Coronavirus bekanntgab, nahm er seine Maske in Anwesenheit von Journalisten ab. Die TV-Sender schickten die Reporter in Quarantäne. Bolsonaro selbst befindet sich ebenfalls in Quarantäne. Ihm geht es eigenen Angaben zufolge gut. Brasilien ist nach den USA am stärksten von dem Coronavirus betroffen. Mehr als 1,7 Millionen Menschen wurden positiv auf das neuartige Virus getestet, fast 68.000 sind daran gestorben.

11.40 Uhr - Ungarn wird die Regeln für Reisen in Nachbarländer mit steigenden Coronavirus-Infektionen überprüfen. Dazu gehören Serbien, Kroatien, Slowenien, die Slowakei und Österreich, wo die Zahl der Fälle in den vergangenen zwei Wochen angestiegen ist, sagt der Kabinettschef Gergely Gulyas.

11.35 Uhr – Die Slowakei meldet 53 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Dies sei der höchste Anstieg innerhalb von 24 Stunden seit dem 22. April. Dem Gesundheitsministerium zufolge sei die Lage jedoch unter Kontrolle. Insgesamt verzeichnete das Land 1851 Infektionen mit dem Virus und 28 Todesfälle.

11.20 Uhr - In Nordrhein-Westfalen ist die Kriminalität seit Beginn der Coronakrise deutlich zurückgegangen. Zwischen Anfang März und Ende Juni dieses Jahres habe es 365.676 Strafanzeigen gegeben, sagt NRW-Innenminister Herbert Reul in Düsseldorf. Das sei gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Rückgang um knapp 23 Prozent. "Wenn das öffentliche Leben zurückgefahren wird, passiert auch weniger", betont Reul. Der Rückgang betreffe fast alle Formen von Delikten.

05.25 Uhr - Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt binnen 24 Stunden um 442 auf 197.783, wie aus Daten des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Die Zahl der Todesfälle steigt um zwölf auf 9048.

03.27 Uhr - Die Vereinigten Staaten melden nach offiziellen Angaben mehr als 59.000 Neuinfektionen. Wie aus einer Zählung der Nachrichtenagentur Reuters hervorgeht, entspricht dies dem größten Anstieg an Coronavirus-Fällen, der bislang innerhalb eines Tages von einem Land verzeichnet wurde. Es ist der zweite Tag in Folge, an dem die Zahl der Todesopfer binnen 24 Stunden um mehr als 900 steigt. Die Vereinigten Staaten verzeichnen insgesamt über drei Millionen Infizierte und 132.000 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus. Die Coronavirus-Fälle in den USA steigen laut den Reuters-Daten in 42 der 50 Bundesstaaten.

02.22 Uhr - Nach einer Zählung der Nachrichtenagentur Reuters sind weltweit mehr als zwölf Millionen Menschen mit dem Virus infiziert. Die Zahl der Fälle ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation dreimal so hoch wie die jährlichen Grippeinfektionen. Seit dem Ausbruch vor sieben Monaten sind mehr als eine halbe Millionen Menschen an den Folgen der durch das neuartige Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Dies ist vergleichbar mit der jährlichen Zahl der Grippe-Toten. Der erste Coronavirus-Fall wurde Anfang Januar in Wuhan gemeldet und innerhalb von 149 Tagen stieg die Zahl auf offiziell 6 Millionen bestätigte Fälle. In weniger als einem Drittel dieser Zeit – in 39 Tagen – verdoppelte sich die Zahl der infizierten Personen auf 12 Millionen. Die Reuters-Zählung, die auf Regierungsdaten basiert, zeigt, dass sich die Krankheit derzeit am schnellsten in Lateinamerika ausbreitet. Auf Amerika entfallen mehr als die Hälfte der weltweiten Infektionen und fast die Hälfte der Todesfälle. Brasilien und die Vereinigten Staaten zeichnen sich seit Anfang Juli für rund 45 Prozent aller neuauftretenden Fälle verantwortlich.

00.38 Uhr - In der serbischen Hauptstadt Belgrad kommt es infolge der Ankündigung verschärfter Coronavirus-Beschränkungen erneut zu Protesten und Ausschreitungen. Einige regierungsfeindliche Demonstranten werfen vor dem Parlamentsgebäude Steine und brennende Gegenstände auf Polizisten. Die Polizei reagiert mit dem Einsatz von Tränengas und Fernsehaufnahmen zeigen, wie Polizisten auf Demonstranten einprügeln. Innenminister Nebojsa Stefanovic sagt, zehn Polizisten seien verletzt worden. Er macht keine Angaben zu verletzten Demonstranten.

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