Technologie

Auf dem Saturn regnet es Diamanten

Auf dem sechsten Planten des Sonnensystems regnet es Diamanten. Sie entstehen, wenn Blitze auf ihrem Weg durch das Gas Methan Rußpartikel zurücklassen.
24.06.2021 09:49
Aktualisiert: 24.06.2021 09:49
Lesezeit: 1 min
Auf dem Saturn regnet es Diamanten
Die Illustration der Internationalen Astronomischen Union (IAU) zeigt neu definierte Planeten und Zwergplaneten des Sonnensystems. (Foto: dpa) Foto: IAU Martin Kommesser

Der Saturn besteht aus einer immensen Gasmasse, und seine Umweltbedingungen und chemische Zusammensetzung unterscheiden sich so stark von denen des Planeten Erde, dass der Regen nicht aus Wasser, sondern aus Diamanten besteht. Wissenschaftler gehen davon aus, dass in seiner Atmosphäre jedes Jahr etwa 10 Millionen Tonnen dieser Steine ​​​​produziert werden.

Dieses Phänomen tritt dank der Kombination von Methangas (CH4) mit Sturmaktivität auf. Die Strahlen des Saturns haben extrem hohe Temperaturen, sind 10.000-mal stärker als die der Erde, und wenn sie auftreten, brechen sie die Bindungen der Moleküle und trennen die Wasserstoffe auf der einen Seite und die Kohlenstoffe auf der anderen, berichtet „Yourweather.co.uk“.

Der „Deutschlandfunk“ wörtlich: „Das ergibt sich aus neuen Daten über die Gashüllen der beiden größten Planeten des Sonnensystems, die Forscher aus den USA auf dem Jahrestreffen der Amerikanischen Astronomen präsentierten. Die Diamanten entstehen, wenn Blitze auf ihrem Weg durch das Gas Methan Rußpartikel zurücklassen. Diese Partikel sinken tiefer in die Gashülle des Planeten und werden dabei zusammengepresst – zuerst zu Graphit, dann – mit zunehmendem Druck – zu Diamanten.“

Kohlenstoffatome verbinden sich miteinander und erzeugen größere Moleküle, die eine rußartige Verbindung bilden. Das neue Molekül ist relativ schwer und wird, wenn es von der Schwerkraft des Planeten angezogen wird, nach unten gezogen. Je weiter es fällt, desto höher sind die Temperatur und der Druck, denen es ausgesetzt ist. Diese Bedingungen wandeln Kohlenstoff um: Zuerst wird es zu Graphit – das gleiche Material wie in einem Bleistift – und dann zu Diamanten von 1,0 Zentimeter Durchmesser, die weiter in das Innere des Planeten fallen. Es ist unbekannt, ob es auch Riesen-Diamanten gibt.

Experten gehen davon aus, dass statt großer Brocken des Edelsteins eher größere kondensierte Diamantwolken zu finden sind. Wenn es derartige Diamanten gäbe, würden sie sich in den Tiefen des Planeten befinden, wo die Temperaturen über 3000°C liegen und der Druck bis zu einer Million Mal höher ist als der der Erdoberfläche.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Politik
Politik "Fröhlichkeit bei der Arbeit": Merz strebt zweite Amtszeit an
19.02.2026

"Alle mal zusammen ins Rad packen": Bundeskanzler Friedrich Merz will, dass die Deutschen mehr arbeiten - und eine zweite Amtszeit.

DWN
Politik
Politik Ukraine vor politischer Weichenstellung: Mögliche Wahlen und Friedensreferendum unter US-Druck
19.02.2026

Unter US-Druck treibt Präsident Wolodymyr Selenskyj Präsidentschaftswahlen und ein mögliches Friedensreferendum in der Ukraine voran....

DWN
Politik
Politik Trump-Friedensrat: Gaza, Entwaffnung und internationale Fronten
19.02.2026

Trump will die Weltpolitik neu ordnen – mit einem eigenen Friedensrat und milliardenschweren Versprechen für Gaza. Wird aus politischer...

DWN
Finanzen
Finanzen Goldpreis aktuell: Ringen um 5.000 Dollar – wie geht die Goldpreis-Entwicklung weiter?
19.02.2026

Der Goldpreis hat nach einer monatelangen Aufwärtsrally einen deutlichen Rücksetzer erlebt. Viele Beobachter verweisen dennoch auf...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Rückkehr zur Präsenzpflicht? Wann die Produktivität im Homeoffice sinkt – und wie Unternehmen dies vermeiden
19.02.2026

Homeoffice ist inzwischen in einigen Branchen selbstverständlich - wird aber oft von Arbeitgebern kritisch beobachtet. Dabei kann die...

DWN
Technologie
Technologie "Tod der E-Zigarette"? Branche warnt vor Verbotsplänen
19.02.2026

Sind E-Zigaretten ein Segen, weil sie Kettenraucher von der klassischen Zigarette wegführen, oder ein Risiko, weil ihr Konsum Schadstoffe...

DWN
Politik
Politik Iran: Wann greift Trump an?
19.02.2026

Die Atomgespräche zwischen Washington und Teheran scheitern erneut. Experten warnen vor einem möglichen militärischen Konflikt, der die...

DWN
Unternehmen
Unternehmen DB Cargo-Stellenabbau: 6.200 Jobs fallen bei Deutsche Bahn-Tochter weg
19.02.2026

Fast jede zweite Stelle soll weg – DB Cargo steht vor einem historischen Einschnitt. Der neue Chef setzt alles auf eine Karte, denn...