Wirtschaft

Streit um Handel und Öl: China droht nach Trumps Vorstoß

Nach den jüngsten Forderungen von Ex-US-Präsident Donald Trump an die Nato-Partner, hohe Zölle auf chinesische Waren zu erheben und den Import von russischem Öl zu stoppen, hat Peking mit harten Konsequenzen gedroht. Chinas Außenministerium bezeichnete das Vorgehen Washingtons als einseitige Schikane und kündigte Gegenmaßnahmen an, sollte die Volksrepublik in ihren Interessen beeinträchtigt werden.
15.09.2025 13:45
Lesezeit: 1 min
Streit um Handel und Öl: China droht nach Trumps Vorstoß
Lin Jian, Sprecher des chinesischen Außenministeriums, spricht beim täglichen Briefing der Behörde (Foto: dpa). Foto: Johannes Neudecker

China hoffe, dass die USA bei ihren Worten und Taten Vorsicht walten lasse und Meinungsverschiedenheiten in Handel und Wirtschaft durch Dialog löse, erklärte zudem das Handelsministerium in einer eigenen Stellungnahme.

Trump will nicht allein handeln

Trump hatte zuvor weitere Russland-Sanktionen der USA daran geknüpft, dass alle Nato-Staaten Zölle in Höhe von 50 bis 100 Prozent auf chinesische Importe erheben und kein russisches Öl mehr kaufen. Ihm zufolge soll dies helfen, den Krieg in der Ukraine zu beenden.

Trump will damit erreichen, dass China seinen Einfluss auf Moskau nutzt, in Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine an den Verhandlungstisch zu kommen. Die Zölle würden laut Trump dann aufgehoben, wenn der Krieg zwischen Russland und Ukraine endet.

China gibt sich in dem Konflikt neutral, gilt aber als enger und einflussreicher Partner Moskaus. Bislang brachte Peking Lösungsvorschläge für den Krieg vor, welche die Ukraine zurückwies, weil darin hauptsächlich Russlands Forderungen beherzigt wurden.

Gespräche in Spanien

Trumps äußerte sich parallel zu den in Spanien laufenden Gesprächen zwischen China und den USA, in denen Vertreter der beiden größten Volkswirtschaften der Welt über ihre Handelsbeziehungen sprechen. Bis November gilt noch eine Pause in dem Zollstreit, der im Frühjahr eskalierte. Peking und Washington hatten dabei Aufschläge von mehr als 100 Prozent auf Warenimporte aus dem jeweils anderen Land erhoben.

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