Wirtschaft

Arbeitslosigkeit in Deutschland: Zahl sinkt wieder unter drei Millionen

Die Zahl der Arbeitslosen ist im September gesunken, doch der Rückgang wirkt trügerisch. Zwar sorgt die übliche Herbstbelebung für Entlastung, doch im Vergleich zum Vorjahr bleibt die Lage angespannt. Hinter den Zahlen steckt eine fragile Entwicklung, die Unternehmen wie Beschäftigte gleichermaßen unter Druck setzt.
30.09.2025 11:58
Lesezeit: 1 min

Zahl der Arbeitslosen sinkt wieder unter drei Millionen

Wie im September üblich, ist die Zahl der Arbeitslosen auch in diesem Jahr gesunken. Die im August erstmals seit zehn Jahren übertroffene Marke von drei Millionen wurde damit erneut unterschritten.

Herbstbelebung dämpft Rückgang

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland sank im September im Vergleich zum August dank einer leichten Herbstbelebung um 70.000 auf 2,955 Millionen. Das sind 148.000 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote fiel im September um 0,1 Punkte auf 6,3 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat liegt die Quote um 0,3 Punkte höher. Für die September-Statistik nutzte man Zahlenmaterial, das bis zum 11. des Monates zur Verfügung stand.

Wenig Impulse

"Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung nehmen allein aus saisonalen Gründen im September ab. Dem Arbeitsmarkt fehlen weiterhin die notwendigen Impulse für eine kräftigere Belebung", sagte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Andrea Nahles. Im September sinkt die Arbeitslosigkeit üblicherweise leicht. Unter anderem endet die Sommerpause, die in einigen Branchen zu weniger Beschäftigung führt. Außerdem beginnen viele junge Leute in dieser Zeit des Jahres ihre Ausbildungen und fallen damit aus der Statistik.

Die Nachfrage der Betriebe nach Arbeitskräften ging im September weiter zurück. Im September waren 630.000 freie Arbeitsstellen bei der Bundesagentur gemeldet, 66.000 weniger als vor einem Jahr.

Kurzarbeit stabil

Die Kurzarbeit blieb weitgehend stabil. Nach aktuellen Daten wurde vom 1. bis einschließlich 24. September für 36.000 Personen konjunkturelle Kurzarbeit angezeigt. Aktuelle Daten zur tatsächlichen Inanspruchnahme reichen bis Juli 2025. In diesem Monat erhielten nach vorläufigen hochgerechneten Daten 199.000 Beschäftigte konjunkturelles Kurzarbeitergeld. Das waren 4.000 weniger als im Vormonat, aber 5.000 mehr als im Juli des Vorjahres.

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