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BASF-Aktie: Chemiekonzern hält an Zielen bis 2028 fest – Umbau und Verkäufe schreiten voran

Trotz schwacher Nachfrage und gesunkener Preise bleibt BASF bei seinen mittelfristigen Finanzzielen. Auf dem Kapitalmarkttag zeigte sich Vorstandschef Markus Kamieth zuversichtlich, bis 2028 ein operatives Ergebnis von bis zu 12 Milliarden Euro zu erreichen. Der Konzern treibt parallel den Umbau und die Fokussierung auf das Kerngeschäft voran.
02.10.2025 13:07
Lesezeit: 2 min

Dividende und mögliche Aktienrückkäufe

Auch die Ausschüttungspläne bestätigte der Konzern. Neben einer jährlichen Mindestdividende von 2,25 Euro je Aktie hatte BASF im vergangenen Jahr angekündigt, zwischen 2027 und 2028 Aktien im Wert von mindestens vier Milliarden Euro zurückzukaufen. Die Aktienrückkäufe könnten früher beginnen, hieß es nun. Abhängig sei dies von Transaktionen im Bereich mit Beschichtungen und Lacken (Coatings).

Verkäufe und strategische Optionen im Lackgeschäft

Am Vortag hatte BASF mitgeteilt, den Verkauf des brasilianischen Geschäfts mit Bautenanstrichen an Sherwin-Williams für 1,15 Milliarden US-Dollar abgeschlossen zu haben. Zudem habe das Unternehmen im zweiten Quartal begonnen, strategische Optionen für die Geschäftseinheiten Fahrzeugserienlacke, Autoreparaturlacke und Oberflächentechnik zu prüfen und den Markt dahingehend zu sondieren. Dabei sei BASF auf ein großes Interesse sowohl von Finanz- als auch strategischen Investoren gestoßen, so Kamieth. Er rechnet mit einem Abschluss noch im vierten Quartal. BASF zählt den Bereich Coatings nicht mehr zum Kerngeschäft.

Umbau vom integrierten zum fokussierten Unternehmen

Der Konzern hatte im vergangenen Jahr einen großen Umbau angestoßen, um wieder profitabler zu werden. Neben Sparmaßnahmen und geringeren Investitionen will sich BASF von einem breit aufgestellten, integrierten Chemiekonzern mit vielen vernetzten Geschäftsfeldern zu einem Unternehmen mit einem Kerngeschäft aus vier Sparten und mehreren eigenständigen Geschäftsteilen aufstellen.

Agrarsparte soll bis 2027 an die Börse

Ein wichtiger Teil ist der angestrebte Börsengang des Agrarchemiegeschäfts. Hier bestätigte Kamieth, dass die Sparte bis 2027 börsenreif werden soll. Dagegen will das Management das Geschäft mit Lösungen und Dienstleistungen rund um Katalysatoren und Edelmetalle mit einem Jahresumsatz von zuletzt rund sieben Milliarden Euro länger behalten - "über 2030 hinaus", wie der Vorstandschef sagte. BASF sehe sich hier als "besten Eigentümer".

Am Vortag hatte BASF zudem angekündigt, Optionen für das Futtermittel-Enzymgeschäft zu prüfen.

Kerngeschäft künftig auf vier Bereiche konzentriert

Zum Kerngeschäft zählt das Management künftig die Bereiche Chemicals mit Basischemikalien und Zwischenprodukten, Materials mit modernen Werkstoffen und Vorprodukten, Industrial Solutions mit Harzen, Additiven und Elektronikmaterialien sowie Nutrition & Care mit Produkten für die Lebens- und Futtermittelbranche sowie Inhaltsstoffen für Pharma-, Kosmetik- und Reinigungsprodukte.

Belastungen durch Konjunkturflaute und US-Zölle

Das Unternehmen leidet seit einiger Zeit unter einer Nachfrageschwäche und gesunkenen Preisen. Neben der mauen Konjunktur belastet die US-Zollpolitik. BASF hatte deswegen im Sommer wie eine Reihe anderer Chemieunternehmen seine Ergebnisziele gekappt und rechnet zunächst mit weiter schwierigen Geschäften.

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