Wirtschaft

Ausbildungsmarkt: Ausländische Azubis stützen Hotels und Gaststätten

Das Hotel- und Gastgewerbe setzt bei der Nachwuchssicherung stark auf internationale Auszubildende. Doch fehlende Deutschkenntnisse bleiben eine Herausforderung.
25.10.2025 14:15
Aktualisiert: 25.10.2025 14:45
Lesezeit: 1 min
Ausbildungsmarkt: Ausländische Azubis stützen Hotels und Gaststätten
So habe sich der Anteil neuer Auszubildender mit ausländischer Staatsangehörigkeit im Hotel- und Gastgewerbe zwischen 2013 und 2023 mehr als vervierfacht, heißt es in der Studie. (Foto: dpa) Foto: Matthias Bein

Ausländische Azubis stützen Hotels und Gaststätten

In Hotels und Gaststätten sorgen viele Auszubildende mit ausländischem Pass dafür, dass der Fachkräftemangel nicht noch größer ausfällt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung (Kofa), die der DPA vorab vorlag.

So habe sich der Anteil neuer Auszubildender mit ausländischer Staatsangehörigkeit im Hotel- und Gastgewerbe zwischen 2013 und 2023 mehr als vervierfacht, heißt es in der Studie. Bei den 2023 abgeschlossenen rund 23.400 Ausbildungsverträgen hätten mehr als 44 Prozent der Auszubildenden eine ausländische Nationalität gehabt – deutlich mehr als in anderen Ausbildungsberufen. 2024 hätten etwa drei Viertel der Betriebe im Hotel- und Gastgewerbe angegeben, ausländische Bewerberinnen und Bewerber ausgebildet zu haben.

Studienautorin: „Erfolgreiche Rekrutierung aus dem Ausland“

„Internationale Auszubildende spielen für die Nachwuchssicherung im Hotel- und Gastgewerbe eine entscheidende Rolle“, sagte Studienautorin Franziska Arndt der dpa. „Durch die erfolgreiche Rekrutierung aus dem Ausland hat sich der Ausbildungsmarkt der Branche überdurchschnittlich gut entwickelt.“ Einen Fachkräfteengpass gebe es dennoch: So hätten zwischen Juli 2024 und Juni 2025 im Hotel- und Gastgewerbe 2.700 qualifizierte Fachkräfte gefehlt.

Laut der Studie ist das Hotel- und Gastgewerbe Vorreiter bei der Rekrutierung Auszubildender aus dem Ausland. Das Gastgewerbe profitiere dabei davon, dass es schon lange überdurchschnittlich viele internationale Beschäftigte zähle und somit attraktiv für ausländische Auszubildende sei, so die Untersuchung. Herausforderungen gebe es dennoch: Die größte bestehe in mangelnden Deutschkenntnissen von Auszubildenden. Das Kofa riet in diesem Zusammenhang den Ausbildungsbetrieben, sich um Sprachkurse während der Ausbildung oder vorbereitende Deutschkurse im Heimatland zu kümmern.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Unternehmen
Unternehmen Nachhaltigkeit in deutschen Unternehmen verliert an Dynamik
17.03.2026

Die Transformation der deutschen Wirtschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit verliert an Dynamik. Politische Unsicherheit und schwache...

DWN
Finanzen
Finanzen Commerzbank-Unicredit-Übernahme: Banken-Poker spitzt sich zu – Commerzbank-Aktie haussiert
16.03.2026

Jetzt wird es ernst um die potenzielle Commerzbank-Unicredit-Übernahme: Die italienische Großbank UniCredit will das zweitgrößte...

DWN
Politik
Politik Zoff um Oligarchen: EU hat Kompromiss zu Russland-Sanktionen
16.03.2026

Die EU hat wegen Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine Sanktionen gegen etliche kremlnahe Oligarchen verhängt. Um zwei von ihnen...

DWN
Panorama
Panorama Kirchenaustritte in Deutschland: Mehr als 600.000 Menschen traten 2025 aus Kirchen aus
16.03.2026

Die beiden großen Kirchen verlieren weiter in schnellem Tempo Mitglieder. Auch 2025 haben wieder Hunderttausende Katholiken und...

DWN
Politik
Politik CO2-Ziel 2030 wackelt: Wie es um den Klimaschutz in Deutschland steht
16.03.2026

Die Klimabilanz zeigt: Deutschland hat noch viel zu tun. Die größten Sorgenkinder bleiben der Verkehrs- und der Gebäudesektor....

DWN
Finanzen
Finanzen Humanitäre Hilfe: EU schickt über 450 Millionen Euro Hilfe in den Nahen Osten
16.03.2026

Mehr als 450 Millionen Euro aus Brüssel sollen Hunger lindern, Kinder unterrichten und Leben retten. Nicht nur wegen der aktuellen Krise.

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsen: Wiederholt sich die Finanzkrise von 2008?
16.03.2026

Die US-Börsen reagieren bislang überraschend ruhig auf den Krieg im Iran und den Ölpreisschock. Einige Strategen sehen jedoch bereits...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Macht der Gewerkschaften: Verdi ruft erneut zu ÖPNV-Warnstreiks in mehreren Bundesländern auf
16.03.2026

Der nächste Warnstreik im Nahverkehr: In mindestens sechs Bundesländern sollen am Donnerstag die Fahrzeuge in den Depots bleiben....