Michael Burry und sein Ruf als Finanzvisionär
Michael Burry ist eine legendäre Figur an der Wall Street. Er wurde bekannt als der Mann, der die Finanzkrise vorhergesagt und daraus erhebliche Gewinne erzielt hat. Viele Investoren beobachten seitdem seine Bewegungen auf den Märkten besonders aufmerksam.
Berühmt wurde er noch stärker, als das Buch „The Big Short“ 2015 verfilmt wurde. Christian Bale verkörperte darin Burry, und der Film trug wesentlich zu seinem Mythos bei. Auch wenn Burry Fehler eingeräumt hat, gilt er weiterhin als wichtiger Indikator für Marktbewegungen. Seine Einschätzungen haben vor allem bei Technologietiteln hohe Aufmerksamkeit. Viele Marktteilnehmer folgen seinen Entscheidungen genau, weil sie als Wegweiser für Chancen und Risiken an den Finanzmärkten dienen.
Setzt auf fallende Kurse bei KI-Aktien
Derzeit sorgt Burry erneut für Schlagzeilen im Bereich der Künstlichen Intelligenz. Laut CNN setzt sein Fonds Scion Asset Management darauf, dass zwei der erfolgreichsten Unternehmen der aktuellen KI-Welle an Wert verlieren könnten.
Dafür hat der Fonds sogenannte Puts erworben, also Verkaufsoptionen auf Nvidia und Palantir. Die Optionen sind zu festgelegten Preisen und Zeitpunkten vereinbart. Ihr Gesamtwert liegt bei jeweils 1,2 und 5,9 Milliarden dänischen Kronen. Diese Transaktionen deuten darauf hin, dass Burry die aktuelle Entwicklung im KI-Sektor als potenzielle Blase betrachtet. Auch andere Investoren und Marktbeobachter haben bereits ähnliche Warnungen ausgesprochen.
Bedenken über eine mögliche KI-Blase
Der US-Aktienindex S&P 500 befindet sich auf einem historischen Hoch. Ein Großteil des Anstiegs ist auf KI- und Tech-Unternehmen zurückzuführen. Analysten warnen, dass eine Überbewertung in diesem Sektor erhebliche Folgen haben könnte, sollte die Blase platzen.
Burry scheint sich dieser Risiken bewusst zu sein. Seine Handelsentscheidungen spiegeln eine vorsichtige Einschätzung der Marktbedingungen wider. Für viele Investoren ist dies ein Hinweis, sich kritisch mit der Entwicklung von KI-Titeln auseinanderzusetzen.
Rätselhafte Auftritte in den sozialen Medien
Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt Burry, als er nach längerer Abwesenheit auf dem sozialen Netzwerk X aktiv wurde. In einem kryptischen Beitrag, flankiert von einem Bild der Filmfigur Christian Bales, schrieb er: „Manchmal sehen wir Blasen. Manchmal kann man nichts dagegen tun. Manchmal ist der einzige Weg, um zu gewinnen, nicht mitzuspielen.“
Dieser Auftritt verstärkte die Spekulationen über seine Einschätzung des KI-Marktes. Viele Investoren interpretieren seine Aussagen als Warnsignal vor möglichen Überbewertungen.
Performance der Nvidia-Aktie und der Palantir-Aktie
Die Nvidia-Aktie ist 2025 (zwischen Jahresbeginn und Mitte November) um annähernd 50 Prozent gestiegen, die Palantir-Aktie verzeichnete sogar ein Kursplus von 150 Prozent und gehört damit zu den weltweit besten Performern. Palantir-CEO Alex Karp erklärte kürzlich, dass diejenigen, die gegen das Unternehmen wetten, „verrückt“ seien. Experten und Investoren warnen dennoch vor den Risiken, die eine überhitzte Bewertung im KI-Sektor mit sich bringen könnte.
Die Entwicklungen um Burry und die KI-Aktien zeigen, dass selbst erfahrene Investoren Risiken erkennen, die andere Marktteilnehmer übersehen. Für deutsche Anleger ist dies ein wichtiger Hinweis. Technologietitel und neue Trends sollten kritisch bewertet werden. Besonders bei starken Kursanstiegen in kurzer Zeit kann eine vorsichtige Analyse helfen, Verluste zu vermeiden und langfristig solide Entscheidungen zu treffen.


