Politik

Begrenzte Waffenruhe: Russland stimmt Ukraine-Waffenruhe bis Sonntag zu – Chance für Frieden oder Kalkül?

Eine überraschende Entwicklung deutet auf Entspannung im Ukraine-Krieg hin: Russland signalisiert Zustimmung zu einer begrenzten Ukraine-Waffenruhe. Doch wie belastbar ist diese Pause wirklich – und könnte sie neue Verhandlungen ermöglichen oder nur ein taktisches Manöver sein?
30.01.2026 15:18
Lesezeit: 1 min

Kreml akzeptiert begrenzte Waffenruhe bis Sonntag

Russland hat nach Angaben des Kremls der Bitte von US-Präsident Donald Trump um eine begrenzte Ukraine-Waffenruhe in der Ukraine bis Sonntag zugestimmt. Dies solle eine günstige Atmosphäre für Verhandlungen schaffen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow nach Angaben der Nachrichtensendung "Westi" des Staatsfernsehens in Moskau. Auch Trump hatte zuvor gesagt, Putin folge dieser Bitte zur Ukraine-Waffenruhe.

Andere russische Medien zitierten Peskow zunächst nur mit der Bestätigung einer Anfrage aus Washington. "Tatsächlich hat sich Präsident Trump mit einer persönlichen Bitte an Präsident Putin gewandt, für eine Woche bis zum 1. Februar auf Angriffe auf Kiew zu verzichten, um günstige Bedingungen für Gespräche zu schaffen", sagte Peskow der Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Auf Nachfrage, ob Putin zugestimmt habe, antwortete Peskow: "Das versteht sich, es war eine persönliche Bitte von Präsident Trump." Das geht aus dem von "Westi" veröffentlichten Mitschnitt der Äußerungen des Kremlsprechers hervor. Damit steht eine Waffenruhe in der Ukraine im Fokus der internationalen Aufmerksamkeit.

Ukraine-Waffenruhe als Chance oder Kalkül?

Zwischen der Ukraine und Russland ist für Sonntag (1.2.) eine nächste Gesprächsrunde in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten geplant. Die Ukraine-Waffenruhe soll dabei als Grundlage für weitere Gespräche dienen. In der Hauptstadt Kiew und anderen Städten der Ukraine müssen Millionen Menschen seit Wochen nach russischen Angriffen ohne Strom und Heizung ausharren. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte in Kiew, Russland habe in der Nacht auf Freitag keine Energieobjekte beschossen. Dies wird als Zeichen für eine begrenzte Waffenruhe gewertet und verstärkt die Hoffnung auf eine stabile Ukraine-Waffenruhe.

Die Zustimmung Russlands zu einer begrenzten Ukraine-Waffenruhe bis Sonntag wird international aufmerksam verfolgt. Zwar könnte die Waffenruhe in der Ukraine kurzfristig Entlastung bringen, doch bleibt offen, ob daraus echte Fortschritte entstehen. Die geplanten Gespräche in Abu Dhabi bieten eine mögliche Gelegenheit für diplomatische Bewegung. Gleichzeitig zeigt die humanitäre Lage, wie dringend eine dauerhafte Lösung gebraucht wird. Ob diese begrenzte Waffenruhe ein erster Schritt in Richtung Frieden oder lediglich ein taktisches Signal ist, wird sich in den kommenden Tagen entscheiden.

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