Technologie

Neuer Skoda Epiq im Check: City-SUV mit cleveren Details kommt im Herbst

Der Skoda Epiq will ab Herbst den Markt der günstigen Elektro-SUVs aufmischen. Mit viel Platz, cleveren Details und moderner Technik richtet er sich besonders an Stadtfahrer. Doch reicht das, um die Konkurrenz wirklich zu schlagen?
28.03.2026 11:00
Lesezeit: 3 min

Skoda Epiq startet ab Herbst als günstiger Elektro-SUV

Der Skoda Epiq soll ab Herbst als günstiger Elektro-SUV auf den Markt kommen. Das neue City-SUV will mit viel Platz, attraktivem Preis und moderner Technik überzeugen – und im Alltag besonders praktisch sein.

Je später es auf der Bühne wird, desto größer die Spannung – darauf setzt auch Skoda. Als letzte Marke im VW-Konzern präsentiert der tschechische Hersteller nun seinen neuen Elektrokleinwagen. Zumindest gibt es bereits einen ersten Vorgeschmack. Das kompakte City-SUV feiert im Mai als Skoda Epiq Weltpremiere. Ab Herbst startet der Skoda Epiq zu Preisen ab etwa 26.000 Euro und tritt gegen Renault R4 und Kia EV2 an. Vorab gab Skoda schon Gelegenheit zu einer ersten Fahrt in einem seriennahen Prototypen.

Fröhlich durch den Stadtverkehr mit dem City-SUV Skoda Epiq

Der Prototyp trägt noch eine auffällige Tarnfolie. Doch sie kann die Grundform kaum verstecken: Schon auf den ersten Blick zeigt sich ein aufrechter, gelassener Stadt-Geländewagen mit markanten Luftöffnungen vorne und robusten Designelementen am Heck. Auch ohne große Details erkennt man sofort den Charakter dieses City-SUV: Der Skoda Epiq wirkt ebenso bodenständig wie modern und setzt mit seinen betonten Linien auf einen robusten Auftritt.

Bei den Maßen sind die Tschechen bereits recht offen: Als elektrische Alternative zum Kamiq misst der Skoda Epiq 4,17 Meter und bietet bei 2,60 Metern Radstand nicht nur etwas mehr Raum auf allen Plätzen. Auch das Ladeabteil wächst um 20 Prozent auf 475 Liter. Doch weil Skoda in der VW-Familie als besonders praktisch gilt, bleibt es nicht beim Kofferraum. Optional gibt es auch einen Frunk im Bug sowie eine spezielle Tasche, ähnlich nützlich wie das bekannte Regenschirmfach in der Tür. Sie nimmt etwa das Ladekabel auf und kann schnell hinter der Rückbank am Haken für den Kindersitz befestigt werden.

Neu zugeschnittene Plattform

Dass der Skoda Epiq so viel Platz für Familie und Gepäck bietet und zugleich ein Drittel weniger kostet als der große Bruder Elroq, liegt an der neu angepassten MEB-Plattform. Diese setzt erstmals auf Frontantrieb. Das kostet zwar etwas Agilität, schafft aber mehr Raum im Fond und im Kofferraum und ist zudem einfacher und günstiger umzusetzen. Die Technik teilt sich der Skoda Epiq mit Kleinwagen wie Cupra Raval und VW ID.Polo sowie dem ähnlich positionierten SUV ID.Cross. Ein Blick auf die Konfiguration zeigt klar den Kostendruck: Besonders das Basismodell ist knapp kalkuliert und erfüllt nur grundlegende Ansprüche.

Der Skoda Epiq34 bringt 85 kW/115 PS für 150 km/h, bekommt jedoch nur einen Lithium-Eisen-Phosphat-Akku von 37 kWh für 315 Normkilometer. Nachgeladen wird mit lediglich 50 kW. Kein Wunder, dass Skoda dafür noch keine Ladezeiten nennt. Im Skoda Epiq40 bleibt es bei Kapazität und Reichweite, doch die Leistung steigt auf 99 kW/135 PS und die Ladeleistung auf 90 kW. Damit sollen von 10 auf 80 Prozent im Idealfall 28 Minuten vergehen.

Skoda Epiq55: Reizvolles Top-Modell

Das Topmodell Skoda Epiq55 tritt deutlich stärker an: Die Motorleistung liegt bei 155 kW/211 PS, womit auch 160 km/h und ein Sprintwert von 7,4 Sekunden möglich sein sollen. Der Akku wächst mit Lithium-Zellen auf 51,7 kWh für 430 Kilometer Reichweite. AC-Laden bleibt bei 11 kW, DC sind konkurrenzfähige 125 kW möglich. Die 23 Minuten bis 80 Prozent lassen sich am Schnelllader gut überbrücken.

Ein Kleinwagen macht großen Eindruck

Zwar ist der Skoda Epiq der kleinste Stromer der Marke, wirkt beim Fahren jedoch erstaunlich erwachsen. Handlich und agil im Stadtverkehr, und dank verstärkter Rekuperation erstmals quasi mit nur einem Pedal zu fahren, bietet dieses Elektro-SUV auch außerhalb der Stadt viel Komfort und Ruhe. Die Assistenzsysteme sind nicht nur fürs Rangieren gedacht, sondern auch für die Autobahn.

Innen bewusst von gestern

Obwohl der Skoda Epiq technisch auf dem neuesten Stand ist, setzt er innen nicht auf futuristische Spielereien. Wie das Exterieur bleibt auch das Ambiente eher traditionell. Natürlich gibt es Touchscreen und digitale Instrumente, und für die Lautstärke einen Slider unter dem Display. Doch wichtige Funktionen lassen sich weiterhin über klassische Tasten am Lenkrad oder auf der Mittelkonsole bedienen. Skoda zeigt damit: Bewährtes funktioniert auch heute noch zuverlässig.

Skoda Epiq: Wer zuletzt lacht, lacht am besten

Mit dem Skoda Epiq bringt Skoda ab Herbst ein kompaktes Elektro-SUV auf den Markt, das vor allem durch Preis, Platzangebot und Alltagstauglichkeit überzeugt. Dank der neu angepassten MEB-Plattform bietet das City-SUV überraschend viel Raum und praktische Lösungen wie Frunk und Kabeltasche. Drei Varianten decken unterschiedliche Bedürfnisse ab – vom günstigen Einstieg bis zum leistungsstarken Topmodell. Innen setzt Skoda bewusst auf klassische Bedienung statt futuristischer Experimente. Damit könnte der Skoda Epiq tatsächlich ein neuer Favorit im Segment werden.

Skoda hat den Skoda Epiq lange zurückgehalten. Doch womöglich bringen die Tschechen nun das attraktivste Modell der Familie. Praktischer als ID.Polo und Raval und günstiger als der ID.Cross könnte der Skoda Epiq die Nase vorn haben – und damit das Sprichwort bestätigen: Wer zuletzt lacht, lacht am besten.

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