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DWN-Wochenrückblick KW 09: Die wichtigsten Analysen der Woche

Im DWN Wochenrückblick KW 09 aus dem Jahr 2026 fassen wir die zentralen wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen der vergangenen Woche zusammen. Dafür haben wir die relevantesten Themen in unserem Podcast in einen klaren Zusammenhang gebracht.
27.02.2026 11:20
Lesezeit: 3 min
DWN-Wochenrückblick KW 09: Die wichtigsten Analysen der Woche
DWN-Wochenrückblick Podcast KW 09 2026. (Illustration: DWN)

Fragen Sie sich auch, ob die NATO unter dem wachsenden Druck bald zerfällt, oder wie ein günstiger chinesischer Elektro-SUV plötzlich Tesla Konkurrenz macht? In unserer heutigen Episode nehmen wir Sie direkt mit in die absoluten Brennpunkte dieser Woche: Wir blicken auf die wirtschaftliche Schicksalswahl im "Autoland" Baden-Württemberg, decken mit einem Insider die Skrupellosigkeit des Milliarden-Steuerbetrugs Cum-Ex auf und analysieren, warum der Iran nach seinem Konflikt mit Israel plötzlich geheime Raketendeals mit Russland schließt.

Die Themen im Überblick

1 Das Ländle wählt

Schicksalswahl im Autoland: In Baden-Württemberg steht eine wegweisende Landtagswahl bevor, bei der die wirtschaftliche Zukunft des durch den Strukturwandel kriselnden Standorts im Zentrum steht. Die Lösungsansätze der Parteien könnten unterschiedlicher nicht sein und reichen von staatlicher Förderung grüner Technologien bis hin zu strikter wirtschaftsliberaler Deregulierung.

2 Günstiger Elektro-SUV im Tesla-Vergleich

Chinesische Konkurrenz auf vier Rädern: Ein Praxistest des neuen Elektro-SUVs Leapmotor C10 zeigt, dass dieses Modell mit einem sehr attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis und einem großzügigen Innenraum etablierte Hersteller herausfordert. Nennenswerte Schwächen offenbart der Wagen jedoch bei der Software-Abstimmung und dem vergleichsweise kleinen Kofferraum.

3 Topforscher warnt vor historischem Bruch

Steht die NATO vor dem Aus? Der renommierte Politikwissenschaftler Ole Wæver warnt eindringlich vor einem drohenden Zerfall des Verteidigungsbündnisses, da das Vertrauen in die USA unter Donald Trump massiv erodiert ist. Europa – und insbesondere Deutschland – müsse nun dringend eine eigenständige und funktionierende Sicherheitsarchitektur aufbauen, um nicht schutzlos zu sein.

4 Arbeitslosenquote gestiegen

Armutsfalle trotz Akademiker-Abschluss: In Deutschland sind mittlerweile rund 1,9 Millionen hochgebildete Menschen von Armut bedroht, da die Arbeitslosigkeit in dieser Gruppe spürbar ansteigt. BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht sieht darin ein massives Regierungsversagen und kritisiert die aktuelle Wirtschaftspolitik scharf.

5 Abkehr vom Dollar

Kapitalflucht aus den USA: Geopolitische Spannungen und der aggressive handelspolitische Kurs der Trump-Regierung führen international zu einer strategischen Abkehr vom US-Dollar. Profiteure dieser Entwicklung sind vor allem europäische und asiatische Aktienmärkte, in die Investoren ihr Kapital nun zunehmend umschichten.

6 Kronzeuge Steck im DWN-Interview

Inside Cum-Ex: Der Kronzeuge Dr. Kai-Uwe Steck packt aus und erklärt detailliert, wie Banken und eine untätige Politik den gigantischen, milliardenschweren Steuerbetrug zulasten des Staates jahrelang ermöglichten. Er schildert die skrupellosen Netzwerke der internationalen Finanzelite und spricht über das immense persönliche Risiko, das er durch seine Enthüllungen auf sich genommen hat.

7 Iran einigt sich mit Russland auf Kauf tragbarer Raketensysteme

Geheimer Rüstungsdeal: Geleakte Dokumente belegen, dass der Iran für rund 500 Millionen Euro moderne tragbare Flugabwehrraketen aus Russland kauft. Teheran versucht damit, seine im Konflikt mit Israel geschwächte Luftverteidigung aufzurüsten, während Moskau im Nahen Osten seine Allianzen pflegt.

Warum diese Woche entscheidend war

Die Themen dieser Woche waren deshalb so entscheidend, weil sie eine rasante Bündelung tiefgreifender struktureller Umbrüche auf nationaler und globaler Ebene verdeutlichten. Einerseits steht Deutschland mit der unmittelbar bevorstehenden Landtagswahl am 8. März 2026 in Baden-Württemberg vor einer massiven wirtschaftspolitischen Richtungsentscheidung für sein kriselndes industrielles Herzstück.
Andererseits zeigten geopolitische Entwicklungen wie der drohende Zerfall der NATO, die beginnende globale Kapitalflucht aus den USA und neue Rüstungsdeals zwischen Russland und dem Iran, dass sich die internationale Sicherheits- und Finanzarchitektur in einer extrem kritischen Umbruchphase befindet. Flankiert von alarmierenden innenpolitischen Signalen, wie der wachsenden Armut von mittlerweile 1,9 Millionen Hochgebildeten, markierte diese Woche einen historischen Wendepunkt, an dem alte Gewissheiten endgültig wegbrachen.

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Julia Jurrmann

Als Head of Operations verantwortet Julia Jurrmann die zentralen Abläufe hinter den Kulissen der Deutschen Wirtschafts Nachrichten. Ihre Tätigkeit hat sie bereits 2012 in der Redaktion von BF Blogform Social Media begonnen, wechselte 2019 aber zum Abonnenten-Management. Mittlerweile koordiniert sie redaktionelle, technische und organisatorische Prozesse im eigenen Haus sowie in anderen Unternehmen der Bonnier Verlagsgruppe. Ihr Master-Studium der Latinistik absolvierte sie an der Humboldt-Universität zu Berlin.
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