Teuerung bei den Eigenmarken der Discounter
Der Preissprung macht sich vor allem bei der Deutschen Markenbutter bemerkbar. Kostete das 250-Gramm-Päckchen der Eigenmarken zuletzt noch 99 Cent, liegt der Preis nun bei 1,19 Euro. Große Händler wie Aldi Nord und Lidl begründeten diesen Schritt auf Nachfrage mit den gestiegenen Einkaufspreisen. Auch Kaufland verwies darauf, dass sich die eigene Preisgestaltung an der aktuellen Marktsituation, dem Wettbewerb sowie dem Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage orientiere.
Ein Rückblick auf extreme Marktschwankungen
Der Buttermarkt war in der jüngeren Vergangenheit von massiven Preisausschlägen geprägt. Im Oktober 2024 erreichten die Preise mit 2,39 Euro für das günstigste Päckchen ein historisches Rekordhoch. Verantwortlich dafür waren damals geringere Liefermengen der Landwirte und ein niedrigerer Fettgehalt der Rohmilch, der unter anderem durch den bundesweiten Einbruch der Milchleistung infolge der Blauzungenkrankheit verursacht wurde.
Im darauffolgenden Jahr kehrte sich dieser Trend vorübergehend um, sodass der Preis im Dezember sogar unter die Marke von einem Euro fiel. Ein weltweites Überangebot an Milch und deutlich größere Anlieferungsmengen bei deutschen Molkereien drückten die Kosten. Zudem sorgten bessere Wetter- und Futterbedingungen dafür, dass der Fettanteil in der Rohmilch wieder anstieg.
Reduzierter Mengendruck sorgt für Preissteigerung
Dass die Preise nun wieder klettern, liegt paradoxerweise an der hohen Nachfrage während der Billigphase. Laut dem Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels wurde aufgrund der niedrigen Preise mehr Butter abgesetzt, wodurch sich die Übermengen am Markt verringert haben. Dieser geringere Mengendruck führt nun zu höheren Bezugspreisen für den Handel, die schließlich an die Kunden weitergegeben werden. Marktexperten der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft bestätigen zudem, dass sowohl abgepackte Butter als auch Blockbutter in den ersten Monaten des Jahres besonders stark nachgefragt wurden, was die Preise zusätzlich stützte.

