Wirtschaft

Syrische Fachkräfte: Stütze für den deutschen Arbeitsmarkt

Syrer sind für Deutschland zum unverzichtbaren Wirtschaftsfaktor geworden. Laut Bundesagentur für Arbeit leisten bereits 320.000 syrische Beschäftigte durch ihre sozialversicherungspflichtige Arbeit einen entscheidenden Beitrag zur Stabilisierung der Renten- und Arbeitslosenversicherung – ein wichtiger Impuls gegen den fortschreitenden Fachkräftemangel.
31.03.2026 15:42
Lesezeit: 1 min

Zahl arbeitssuchender Syrer stark angenommen

Hinzu gezählt werden müssten diejenigen, die aus Syrien nach Deutschland kamen, inzwischen aber einen deutschen Pass besitzen und nicht mehr als Syrer erfasst werden. Die Zahl der arbeitssuchenden Syrer hat im März im Vergleich zum Vorjahresmonat um mehr als 33.500 abgenommen.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte nach einem Treffen mit dem syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa im Kanzleramt als Zielmarke genannt, dass in den nächsten drei Jahren 80 Prozent der mehr als 900.000 Syrer in Deutschland in ihr Heimatland zurückkehren sollten. Der Kanzler fügte hinzu, dass sich al-Scharaa dies wünsche. Er betonte seinerseits, dass der Bürgerkrieg in Syrien zu Ende sei und es grundsätzlich die Perspektive zur Rückkehr gebe.

Bundesagentur für Arbeit: Syrische Flüchtlinge gut integriert

"Wir finden eigentlich aus Sicht der Bundesagentur für Arbeit, dass sich die syrischen Geflüchteten gut in den Arbeitsmarkt integriert haben", sagte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Andrea Nahles. Syrische Staatsangehörige arbeiteten vor allem in den Bereichen Gesundheitswesen, in der Pflege, im Handel und in der Logistik. "Das sind durchaus Branchen, die Arbeitskräftebedarf offensichtlich durchaus auch haben", sagte Nahles.

Die Beschäftigungsquote liege derzeit für alle syrischen Geflüchteten bei 47 Prozent. Darin sind auch die enthalten, die gerade erst angekommen sind. Für die Gruppe, die seit 2015/2016 in Deutschland lebt, liege sie sogar bei 60 Prozent. Zum Vergleich: Deutsche Staatsbürger haben eine Beschäftigungsquote von 71 Prozent.

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