Rekordjagd an der Wall Street
Die Wall Street hat am Freitag eine starke Woche im Plus beendet, während der S&P 500 seine Gewinnserie auf acht Wochen ausbaute – die längste Serie seit 2023.
Der Index stieg an diesem Tag um 0,4 Prozent, da Hoffnungen auf ein Abkommen zwischen den USA und Iran, das einen fragilen Waffenstillstand in einen dauerhaften Frieden verwandeln soll, den Optimismus befeuerten.
Auch der Dow Jones schloss auf einem Rekordhoch und stieg um 294 Punkte oder 0,6 Prozent. Der Nasdaq Composite legte um 0,2 Prozent zu.
In einer volatilen Handelssitzung schloss US-Öl unter 97 US-Dollar.
Notenbank warnt vor hartnäckiger Inflation
Die Renditen zweijähriger Staatsanleihen erreichten derweil den höchsten Stand seit Februar 2025, nachdem der Gouverneur der Federal Reserve, Christopher Waller, erklärt hatte, der nächste geldpolitische Schritt könne entweder eine Zinserhöhung oder eine Zinssenkung sein.
Die Geldmärkte haben eine Zinserhöhung für dieses Jahr bereits vollständig eingepreist.
Waller sagte, er bevorzuge derzeit ein vorsichtiges Vorgehen und wolle die Zinssätze unverändert lassen, bis die Auswirkungen des Krieges klarer werden. Er warnte am Freitag jedoch, dass er die Möglichkeit künftiger Zinserhöhungen nicht ausschließen werde, sollte die Inflation auf kurze Sicht nicht nachlassen.
„Die Inflation entwickelt sich nicht in die richtige Richtung“, sagte Waller am Freitag auf einer Konferenz in Frankfurt. „Ich würde befürworten, die Formulierung einer ‚Lockerungsneigung‘ (Easing Bias) aus unserer geldpolitischen Erklärung zu streichen, um deutlich zu machen, dass eine Zinssenkung in der Zukunft nicht wahrscheinlicher ist als eine Zinserhöhung.“
Er fügte hinzu, dass der Ölpreisschock zwar relativ schnell abklingen könne, „ich aber weitere Zinserhöhungen im weiteren Verlauf nicht mehr ausschließen kann, wenn die Inflation nicht bald nachlässt.“
Geopolitische Entwicklungen im Fokus
Unterdessen, knapp drei Monate nach Beginn des Konflikts, prüft Iran den jüngsten Vorschlag der Vereinigten Staaten. Der Chef der pakistanischen Armee, der als wichtiger Vermittler zwischen Washington und Teheran gilt, ist in der iranischen Hauptstadt eingetroffen.
US-Außenminister Marco Rubio merkte an, dass bei den Verhandlungen „leichte Fortschritte“ erzielt worden seien.

